Testverfahren

Objektive: Neues Testverfahren

ColorFoto führt ein neues Testverfahren für Objektive ein - mit mehr Messpunkten und einer übersichtlicheren Darstellung der Ergebnisse.

Testverfahren Objektive - ColorFoto

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Testverfahren Objektive - ColorFoto

Ob Vollformat- oder APS-C-Modelle - die neuen Kameras stellen mit immer mehr Pixeln immer höhere Anforderungen an die Objektive. ColorFoto erweitert deshalb das Objektivtestverfahren: Ab sofort messen wir noch weiter in den Ecken, erfassen mehr Bildfeldradien sowie den Rauschanstieg im Bildfeld. Den verursachen die Korrekturmaßnahmen der Signalverarbeitung, wenn sie Vignettierung und Verzeichnung aus den Bilder rechnen oder den Kontrast in den Bildecken anheben. Grundsätzlich misst ColorFoto Objektive immer an mehreren Kameras, da ein gutes Objektiv an Kamera A nicht zwingend auch an Kamera B gute Ergebnisse liefert.

Schärfe, Auflösung, Kontrast

Die wichtigste Eigenschaft eines Objektivs ist: Wie scharf ist das Bild, und wie gleichmäßig ist die Schärfe über das Bildfeld? Je feiner die Strukturen werden - im Jargon der Optiker: je höher die Ortsfrequenz -, um so stärker sinkt der Kontrast. Grobe Strukturen bilden die meisten Objektive kontrastreich ab, bei feinen Strukturen gelingt dies nicht mehr. Statt die Strukturen sauber abzubilden, fällt von der Optik fehlgeleitetes Licht auf die dunklen Partien.

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Testverfahren

Die wichtigste Eigenschaft eines Objektivs ist: Wie scharf ist das Bild, und wie gleichmäßig ist die Schärfe über das Bildfeld?

Der Kontrast sinkt, bis die Strukturen im Bild nicht mehr erkennbar sind. Dieser Wert wird als Grenzauflösung bezeichnet. Natürlich bedarf es einer praxisrelevanten Festlegung, bei welchem Kontrastwert der Tester die Grenze zieht. Die liegt bei unseren Messungen bei 10 Prozent des Anfangswerts, und leitet sich aus dem Rayleigh-Kriterium der Wellenoptik ab. Das sagt aus, dass zwei schwarze Punkte dann noch als "aufgelöst" gelten, wenn es in der Mitte zwischen ihnen 10,5 Prozent heller ist als im Zentrum des Punktes.

Das heißt: Wir messen für immer feinere Strukturen deren Kontrast und ziehen die "Grenzlinie" bei der Struktur, deren Kontrast auf 10 Prozent fällt. Die Ortsfrequenz dieser Struktur ist dann die Grenzauflösung. Doch die Grenzauflösung ist nur ein Teil der Abbildungseigenschaften eines Objektivs, der für den Schärfeeindruck wichtig ist. Genauso relevant ist der Kontrast, mit dem die Optik unterschiedliche Strukturen abbildet. Wenn wir den Kontrast in Abhängigkeit von der Ortsfrequenz bestimmen, ergibt sich immer eine mehr oder weniger steil abfallende Kurve.

Bei gleicher Grenzauflösung steht eine hoch verlaufende Kurve mit einem steilen Abfall am Ende für ein knackigeres Bild als eine, die schon früh einbricht und sich flach bis zum Grenzwert schleppt. Deshalb wird auch die Summe der Kontrastwerte unter der Kurve in die Punktewertung einbezogen.

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