Testbericht

Nikon D80

Die Nikon D80 setzt in der SLR-Klasse unter 1000 Euro Maßstäbe: Ihre Bildqualität steht der ihrer semiprofessionellen Schwester Nikon D200 unterm Strich in nichts nach, bietet sogar einen geringfügig besseren Weißabgleich und Objektkontrast. Dabei misst sie nur 13,2 x 10,3 x 7,7 Zentimeter, und selbst die Ausstattung stimmt: So kann die D80 ebenso einen 10-Megapixel-Sensor wie auch das AF-Modul Multi-CAM 1000 mit elf AF-Messpunkten und neun Kreuzsensoren vorweisen. Die effektive Suchervergrößerung liegt bei einem guten Wert von 0,6. Außerdem wird die D80 dem eiligen Fotografen mit Vollautomatik und sechs Motivprogrammen genauso gerecht wie dem Tüftler mit manuellen Einstellungen und 32 Individualfunktionen.

Nikon D80  Vorderseite

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Nikon D80 Vorderseite

Ein nützliches Detail: Der Anwender kann sich das Menü über die Option "Benutzerdefiniert" genau mit den Funktionen "befüllen", die er braucht. Alle anderen blendet die D80 einfach aus. Nur das LC-Display an der Stirnseite fällt für Leute mit Sehschwäche zu klein aus, und Benutzerprofile gibt es nicht.

Tamron AF 2,8/17-50 mm SP XR Di II LD Aspherical/ Sigma EX 2,8/70 mm DG Macro/  Nikon AF-S Nikkor 4,5-5,6/70-300 mm VR G IF-ED/ Tokina AT-X 4/12-24 mm Pro DX Vorderseite

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Das günstige Basisobjektiv lässt Spielraum für mehr.

Als Basisobjektiv dient das Tamron AF 2,8/17-50 mm SP XR Di II LD Aspherical, ein lichtstarkes, eher weitwinkliges Normal-Zoom zum fairen Preis von 380 Euro. Der lässt noch Spielraum für ein weiteres Spitzenobjektiv, das hervorragende Sigma EX 2,8/70 mm DG Macro. Es schafft einen hohen Kontrast über das ganze Bild, und das selbst bei voller Öffnung. Mit dieser ausgewogenen Grundausstattung lässt sich gut leben. Was dem anspruchsvollen Fotografen jedoch auf Dauer noch abgehen dürfte, sind die mittleren Telebrennweiten. Die deckt das Upgrade ab: Das Telezoom Nikon AF-S Nikkor 4,5-5,6/70-300 mm VR G IF-ED bietet eine äquivalente KB-Brennweite von 105 bis 450 Millimeter samt Stabilisator für günstige 540 Euro - ein empfehlenswertes Objektiv für Preisbewusste. Schließlich darf auch das Exremweitwinkel-Zoom Tokina AT-X 4/12-24 mm PRO DX keinesfalls fehlen. Trotz des moderaten Preises von 450 Euro sichert es sich mit seiner sehr guten Abbildungsqualität an der Nikon eine Spitzenwertung. Es erweitert das Portfolio um die kurzen Brennweiten ab 19 Millimeter (auf Kleinbild umgerechnet) und bleibt gerade noch im gesetzten finanziellen Rahmen.

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Test

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$umbruch$ Beurteilung nach neuen Testkriterien

Nikon D80

Bei ISO 100 wartet die Nikon D80 mit sehr guter Bildqualität auf, die in ihrer Kategorie nur um einen halben Punkt von der Pentax-Kamera übertrumpft wird. Bildrauschen und Kurtosis (Texturverlust) werden bei höherer Empfindlichkeit auch bei der Nikon naturgemäß größer, doch die Werte bei ISO 400 und ISO 800 sind immer noch gut, bei ISO 1600 dagegen etwas schwächer. Die Verschlusszeiten liegen mit 0,40 und 0,49 Sekunden bei schlechteren Lichtverhältnissen ebenfalls gut. Gute Bildqualität also bei akzeptablem Preis - daher Kauftipp von Colorfoto in punkto Preis-Leistungsverhältnis.

Detaillierte Testergebnisse - Nikon D80

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