Testbericht

Nikon D80

Bei der Auflösung erreicht die Nikon D80 mit 1127/1095 LP/BH bei ISO 100/400 zwar nicht ganz die Werte der Canon EOS 400D oder Nikon D40X, leistet sich sonst aber keine nennenswerten Schwächen. Bei ISO 100 schafft sie eine Blende mehr an Objektkontrast als die Konkurrenten von Canon (9,5 gegenüber 8,5 Blenden) und ist damit der Pentax K10D und Samsung GX10 vergleichbar. Unterm Strich werden 57/55 Punkte für die Bildqualität erreicht.

Nikon D80 Vorderansicht

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Nikon D80 Vorderansicht
Nikon D80 Rückseite

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Das Gehäuse der D80 besitzt eine angenehme Haptik; die Rückseite vermittelt aufgrund der wenigen Bedienelemente Klarheit.

Die D80 mit 10-Megapixel-Sensor für 800 Euro schlägt die Brücke zwischen den Kompaktmodellen D40/D40X und der semiprofessionellen D200 sowie deren Nachfolgemodell D300. Sie ist handlich genug, um im Reisegepäck nicht zur Last zu fallen, besitzt verglichen mit den Einsteigermodellen von Canon und Nikon aber ein hochwertigeres Gehäuse. Den 2,5-Zoll-Monitor ergänzt ein beleuchtbares LC-Display zur Anzeige von Aufnahmedaten.

Das von der D200 übernommene AF-System bietet 11 AF-Messpunkte und 9 Kreuzsensoren. Die AF-Punkte lassen sich in ihrer Größe variieren und einzeln anwählen. Wenn gewünscht, gruppieren sie sich automatisch, um verschiedene Motivpartien zu erfassen. Im Unterschied zur D200 gibt es allerdings weniger Möglichkeiten, auf den Autofokus einzuwirken - z. B. durch manuelle Anwahl von Messfeldgruppen. Bei der Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit (0,37 s) ist die D80 zwar nicht der D200 (0,36 s), aber der kleineren Schwester D40X (0,24 s) unterlegen.

Nikon D80 Monitorschutz

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Eine willkommene Zugabe ist die mitgelieferte Plexiglasabdeckung, die Kratzer auf dem Monitor verhindert.

Erfreulich, dass der SLR-Sucher nicht nur das gleiche Gesichtsfeld (95 Prozent), sondern auch die gleiche Suchervergrößerung aufweist wie bei der D200: Die effektive Sucherbildgröße beträgt 0,6; das Sucherbild erscheint damit deutlich größer als bei vielen Konkurrenzmodellen mit Ausnahme etwa der Pentax K10D oder Samsung GX10.

Über 32 Individualfunktionen lässt sich die D80 den eigenen Bedürfnissen anpassen. Nicht verzichten muss man dabei auf das Einblenden von Gitterlinien in den Sucher oder die Möglichkeit, beim Blitzen in Zeit- oder Programmautomatik eine längste Zeit vorzugeben. Zudem praktisch die Möglichkeit, die Anzahl der angezeigten Menüeinträge individuell festzulegen , um ein Menü nach Maß zu zimmern.

Nikon D80 SD-Card

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Die Nikon D80 verwendet wie die Modelle D40/D40X eine SD-Card als Speichermedium.

Aufgenommene Bilder lassen sich bearbeiten und als neue Datei speichern. Dazu gehören eine Rote-Augen-Korrektur, Monochromeffekte (Schwarzweiß, Sepia- oder Blautonung) und Filter wie Skylight oder Warmton. Zudem möglich: das Verschmelzen zweier RAW-Bilder zur Doppelbelichtung (Bildmontage) und D-Lighting, ein effektiver Kontrastausgleich.

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Test

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$umbruch$ Beurteilung nach neuen Testkriterien

Nikon D80

Bei ISO 100 wartet die Nikon D80 mit sehr guter Bildqualität auf, die in ihrer Kategorie nur um einen halben Punkt von der Pentax-Kamera übertrumpft wird. Bildrauschen und Kurtosis (Texturverlust) werden bei höherer Empfindlichkeit auch bei der Nikon naturgemäß größer, doch die Werte bei ISO 400 und ISO 800 sind immer noch gut, bei ISO 1600 dagegen etwas schwächer. Die Verschlusszeiten liegen mit 0,40 und 0,49 Sekunden bei schlechteren Lichtverhältnissen ebenfalls gut. Gute Bildqualität also bei akzeptablem Preis - daher Kauftipp von Colorfoto in punkto Preis-Leistungsverhältnis.

Detaillierte Testergebnisse - Nikon D80

Menü Auswahl Nikon D80

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Das Menü lässt sich in zwei Varianten (einfach/detailliert) anzeigen oder vom Anwender individuell gestalten.
Menü Kontrastausgleich Nikon D80

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Bereits aufgenommene Bilder lassen sich unter anderem mit der D-Lighting-Funktion (Kontrastausgleich) bearbeiten.

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