Testbericht

Nikon D7000 - Im RAW-Test

Das abgedichtete Gehäuse der D7000 signalisiert Semiprofessionalität, besteht aber nur zum Teil aus Magnesium, ansonsten aus Kunststoff.

  1. Nikon D7000 - Im RAW-Test
  2. Datenblatt
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© Nikon

Als Bildsensor kommt ein 16-Megapixel-CMOS mit 23,6 x 15,6 mm zum Einsatz. Auch das Nikon -typische Sensorreinigungssystem hat die Kamera an Bord. In den optischen 100%-Sucher lassen sich Gitterlinien einblenden; ebenso auf dem hochauflösenden 3-Zoll-Monitor. Videos nimmt die D7000 in Full-HD-Qualität (1920 x 1080 Pixel, 24 B/s) mit Monoton auf, wobei der Kontrastautofokus die Schärfe kontinuierlich, wenn auch nicht immer ausreichend treffsicher nachziehen kann.

Im Fotomodus verwendet die D7000 den Phasen-AF, der zwar mit 39 Messfeldern und 9 Kreuzsensoren gut bestückt, dem 51-Punkt-AF der Modelle D300s und D700 aber nicht ganz ebenbürtig ist. Das gilt auch für die Auslöseverzögerung: Die D7000 braucht durchschnittlich 0,46/0,53s zum Scharfstellen und Auslösen, also vergleichsweise lang. Bilderserien erstellt sie mit 5,5 B/s, und für SDHC/SDXC-Karten hält sie zwei Steckplätze bereit. Das Bedienkonzept ruht wie bei Canon auf mehreren Säulen: Zum einen gibt es Direktzugriffstasten für häufig gebrauchte Einstellungen, zum anderen lassen sich wichtige Parameter über den Info-Bildschirm ändern. BildqualitätWie so oft gewinnt nicht nur die Auflösung, sondern auch die Feinzeichnung durch Verwenden des RAW-Formats dazu. Das ist erfreulich, zumal die D7000 im JPEG-Test mit 0,7 bis 2,5 Kurtosis etwas schlechter abschneidet als bei Nikon üblich. In den mit Standardeinstellungen entwickelten Rohdaten blieb die Kurtosis dagegen immer unter 0,2 und der Texturverlust damit im kaum sichtbaren Bereich. Die Auflösung, die wir anhand von feinen Schwarz-Weiß-Strukturen ermitteln, steigt bei ISO 100 von 1413 LP/BH (JPEG) auf 1593 LP/BH (RAW). Dabei fallen die Dead-Leaves-Werte relativ moderat ab. Zudem beobachten wir in den konvertierten Rohdaten ein etwas schwächeres Rauschen, obwohl hier die interne Signalverarbeitung weniger stark eingreift.

Download: Tabelle

FazitDas Gehäuse ist robust und hochwertig, die Ausstattung ein gelungener Kompromiss zwischen der semiprofessionellen D300s und den günstigeren Consumer-SLRs. Was die Bildqualität betrifft, gehört die D7000 in fast jeder Hinsicht zur soliden Mittelklasse und zu den Kameras, bei denen sich der Einsatz von RAW wegen der erheblich besseren Feinzeichnung wirklich lohnt.Den JPEG-basierten Test der Nikon D7000 finden Sie hier . www.nikon.de

Nikon D7000 RAW

HerstellerNikon
Preis800.00 €
Wertung53.0 Punkte
Testverfahren1.6

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