Testbericht

Nikon D5100 - Im RAW-Test

Die D5100 spielt als Consumer-Spiegel-reflexkamera für 600 Euro mit der Canon EOS 600D in einer Liga. Im Vergleich zu der hat sie 2 Megapixel weniger auf dem 23,6 x 15,6 mm großen APS-C-Sensor, wirkt dank eines an Magnesium erinnernden Finishs aber etwas ansprechender und ist mit 128 x 97 x 79 mm eine Spur kompakter.

  1. Nikon D5100 - Im RAW-Test
  2. Datenblatt
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© Nikon

Hinweis: RAW-Test zur Nikon D5100 nach Testverfahren 1.7

Wie die Canon punktet die Nikon mit einem um 270 Grad dreh- und um 180 Grad schwenkbaren 3-Zoll-Monitor. Auf Wunsch blendet sie Aufnahmedaten und Gitterlinien ein, verzichtet jedoch im Gegensatz zur EOS 600D auf das Live-Histogramm.

Dafür gibt es je einen Infrarotempfänger am Handgriff und neben der Menü-Taste, so dass der Fernauslöser unabhängig davon funktioniert, ob der Fotograf gerade vor oder hinter der Kamera steht. Im Videomodus macht die D5100 Full-HD-Aufnahmen mit 1920 x 1080 Pixeln bei 30 B/s und zieht während des Filmens die Schärfe kontinuierlich, allerdings wenig treffsicher nach. Mit 11-Punkt-Kontrast-Autofokus lag die Auslöseverzögerung im Test bei durchschnittlich 0,42 (1000 Lux) beziehungsweise 0,59 s (30 Lux). Als Belichtungsmessmethoden stehen drei Varianten zur Wahl: Matrix, mittenbetont (75 % Gewichtung auf das mittlere Messfeld) und Spot (2,5 % Bildfeldabdeckung in der Mitte des gewählten AF-Felds).

Bildergalerie

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Systemkameras

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BildqualitätWie die D3100 fällt die D5100 im RAW-Test durch eine sehr gute Feinzeichnung auf: Sie hält die Kurtosis über den gesamten gemessenen Empfindlichkeitsbereich konstant bei 0,1. Die Auflösung kann sie gegenüber JPEG auf 1600 bis 1700 LP/BH steigern - eine beachtliche Leistung, mit der sie die 16-Megapixel-Kamera Pentax K-5 übertrifft und ungefähr gleichauf mit der Sony NEX-5N liegt, aber der Canon EOS 600D knapp unterliegt.

Während die Dead-Leaves-Werte bei den meisten Konkurrentinnen im RAW-Modus abfallen, kann die Nikon ihre Leistungen noch leicht steigern: 1074 und 868 LP/BH bei ISO 100/400 sprechen für eine überdurchschnittlich gute Darstellung farbiger, unregelmäßiger, etwas gröberer Strukturen. Dass die D5100 im RAW-Betrieb weniger massiv ins Bild eingreift als bei JPEGs, macht sich allerdings durch einen deutlich schwächeren Objektkontrast (RAW: bis 9,3 Blenden; JPEG: bis 12,0 Blenden) und ein stärkeres Bildrauschen bei höheren Empfindlichkeiten bemerkbar (RAW: 1,5/3,4 VN; JPEG: 1,4/ 2,5 VN bei ISO 3200/12800).

Download: Tabelle

FazitEine grundsolide Spiegelreflexkamera mit gelungenem Bedienkonzept und einer ordentlichen Bildqualität, die sich vor allem durch eine überdurchschnittlich gute Textur auszeichnet. RAW wiederum mit maßvollem Plus. Kauftipp Preis/Leistung.

Den JPEG-basierten Test der Nikon D5100 finden Sie hier.

Nikon D5100 RAW

HerstellerNikon
Preis500.00 €
Wertung50.5 Punkte
Testverfahren1.6

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