Kompaktkamera mit WLAN

Nikon Coolpix S6500 im Test

Die handliche Nikon Coolpix S6500 ist dank ihres 12-fach-Zooms eine Kompaktkamera für alle Situationen. Im Test untersuchen wir Bildqualität, Bedienbarkeit und Verarbeitung des 2013 erschienen Nikon-Coolpix-Modells.

  1. Nikon Coolpix S6500 im Test
  2. Datenblatt
Nikon Coolpix S6500 Test

© Nikon

Nikon Coolpix S6500 Test

Pro

  • integriertes WLAN
  • unkomplizierte Panoramafunktion

Contra

  • lange Brennweiten wegen schwacher Bildqualität kaum brauchbar

Das rund 26 mm tiefe Gehäuse der 16-Megapixel-Kamera Nikon Coolpix S6500 hat es in sich: Es beherbergt ein 12-fach-Zoom mit Brennweiten zwischen 25 und 300 mm (bezogen auf Kleinbild). Die Lichtstärke von 3,1 in Weitwinkelstellung bis 6,5 bei den langen Brennweiten ist nicht überragend, aber brauchbar.

Einsteiger werden die Automatikfunktion und vor allem den großen Zoombereich der Nikon Coolpix S6500 zu schätzen wissen. Dieser deckt alle üblichen Fotosituationen abdeckt und macht die Digitalkamera zum handlichen Allrounder. Erfahrene Fotografen dürften bei der Nikon Coolpix S6500 manuelle Einstellmöglichkeiten vermissen - außer einer Blendenkorrektur hat die Kamera keine Regler zu bieten.

Stattdessen hat der Fotograf die Wahl zwischen 19 Motivprogrammen, die von Porträt bis Landschaft, von Schnee bis Nachtaufnahmen und von Sport bis Nahaufnahme so gut wie alle Standardsituationen abdecken und von einem Dutzend Spezialeffekten und Filtern wie Weichzeichner oder Sepiafiltern ergänzt werden. Jeder Fotograf kann individuell entscheiden, ob es sich dabei um Spielereien oder nützliche Werkzeuge handelt.

Nikon Coolpix S6500 Test - hinten

© Nikon

Kontaktfreudige Kamera

Nützlich für alle, denen Kommunikation via SMS, E-Mail oder soziale Netzwerke ebenso selbstverständlich ist wie telefonieren, ist das WLAN-Modul der Nikon Coolpix S6500. Wer sich aus dem iTunes App Store oder Google Play Store die kostenlose App "Wireless Mobile Utility" auf Smartphone oder Tablet spielt, kann das Sucherbild der Kamera auf seinem Mobilgerät begutachten, die Kamera fernauslösen und die Fotos gleich auf das tragbare Kommunikationsgerät überspielen. Selbstverständlich kann man auch gespeicherte Fotos mit dem Handy betrachten und die Nikon Coolpix S6500 mit der Fernbedienung ein- und ausschalten. Einzige Voraussetzung für das Gelingen diese Transaktionen ist ein vollgeladener Akku.

Als ungewöhnlich gut bedienbar verglichen mit anderen Digitalkameras empfanden wir die Panoramafunktion der Nikon Coolpix S6500: Der Fotograf braucht die Digitalkamera nur langsam zu schwenken, während er den Auslöser gerückt hält. Sobald man den Finger wieder vom Knopf nimmt, setzt die Digitalkamera die aufgenommen Daten zu einem Panoramafoto zusammen. Besonders praktisch: Das Schwenkpanorama lässt sich sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung aufnehmen.

Nikon Coolpix S6500 Test - oben

© Nikon

Extras mit Unterhaltungswert

Großen Unterhaltungswert haben die integrierten Haustier- und Smart-Porträt-Funktionen der Nikon Coolpix S6500. Erstere schießt automatisch dann ein Bild, wenn der geliebte Vierbeiner ins Bild spaziert, letztere helfen, im passenden Moment auszulösen: nämlich dann, wenn das (menschliche) Modell lächelt, nicht aber, wenn es die Augen geschlossen hat.

Kaufberatung Kompaktkameras: So finden Sie die richtige Digitalkamera

Sollte das Ergebnis des solchermaßen Computer-gestützten Shootings noch immer nicht zufriedenstellen, kann man mit der Glamour-Retusche nachhelfen: Im Wiedergabemodus der Kompaktkamera kann man aus einem normalen Menschen (fast) ein Topmodel machen, indem man beim aufgenommenen Porträt den Teint mittels Weichzeichnung oder Wangenrötung verbessert, die Augen vergrößert, die Zähne weißt oder gleich die Kopfform korrigiert.

Die Bildqualität des 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensors dieser 16-Megapixel-Digitalkamera ist einer Einsteigerkamera angemessen. Bei kleinen Brennweiten und ISO 125 liefert die Nikon Coolpix S6500 Fotos mit ordentlicher Auflösung (1559 LP/BH), die jedoch mit wachsender Brennweite sichtbar nachlässt (954 PP/BH in Telestellung). Auch bei steigender Empfindlichkeit sinken die Auflösungswerte merklich (ISO 400: 1313 LP/BH, ISO 800: 1261 LP/BH). Weitaus störender sind die unschönen Schlieren, die auf Flächen zu sehen sind, die eigentlich gleichmäßig sein sollten. Sie rühren wohl von der Rauschunterdrückung her, die so stark ins Bild eingreift, dass im Telebereich und bei hohen Empfindlichkeiten die genannten Störungen sichtbar werden.

Kaufberatung: Die besten Kompaktkameras bis 200 Euro

Testfazit

Die Nikon Coolpix S6500 mit 12-fach-Zoom, 3 Zoll großem TFT-LCD-Monitor, 16 Megapixel und integriertem WLAN-Modul zum Einsteigerpreis ist verlockend. Wer zugreift, erhält eine schicke Digitalkamera mit unkomplizierter Bedienung und akzeptabler Bildqualität - sofern er die Empfindlichkeit bei ISO 125 belässt und die ganz langen Brennweiten nicht ausreizt, denn dabei mausern sich die Unregelmäßigkeiten durch die kamerainterne Rauschunterdrückung zu deutlich sichtbaren und störenden Artefakten.

Nikon Coolpix S6500

HerstellerNikon
Preis210.00 €
Wertung39.0 Punkte
Testverfahren1.6

Mehr zum Thema

Nikon Coolpix P330 Test
Kompaktkamera

Die Nikon Coolpix P330 bringt es mit ihrem größeren Bildsensor auf eine sehr gute Bildqualität. Auch sonst weiß die 12-Megapixel-Kompakte zu…
Nikon Coolpix S9500 Test
Kompaktkamera

Die Nikon Coolpix S9500 ist mit WLAN, GPS und Kompass ausgestattet und gut verarbeitet. Wie steht es um die Bildqualität?
Nikon Coolpix P7800 - Test
Kompaktkamera

Die Nikon P7800 kommt im Gegenteil zur Vorgängerin wieder mit eingebautem Sucher. Eine gute Entscheidung von Nikon, wie unser Test zeigt.
Nikon Coolpix L830 Test
Kompaktkamera

Die Nikon Coolpix L820 galt als Schnäppchen in der Megazoom-Klasse. Kann die Nachfolgerin Nikon Coolpix L830 mithalten? Wir machen den Test.
Nikon Coolpix AW 120
Testbericht

Die Nikon Coolpix AW120 ist eine Weiterentwicklung der AW 110 und kann vor allem bei der Bewegungssteuerung deutlich zulegen. Wir haben die kompakte…