TESTBERICHT

Nikon Coolpix S6300

Die Nikon Coolpix S6300 hat in Vergleich zu ihren "kleinen Schwestern" ein ausgewachsenes 10-fach-Zoom an Bord und bietet auch sonst eher die gehobenere Ausstattung.

  1. Nikon Coolpix S6300
  2. Datenblatt
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Mit den Modellen S3300, S4300 und S6300 lässt Nikon potenziellen Käufern die Qual der Wahl. Fast wie bei einem Baukastensystem kann man wählen zwischen 6-fach- (S3300, S4300) und 10-fach-Zoom (S6300), zwischen kleiner (S3300, S4300) und voller HD-Auflösung (S6300) beim Video und zwischen einer althergebrachten Tasten-Bedienung (S3300, S6300) und einem modernen Touchscreen (S4300). Mit UVPs zwischen 140 Euro (S3300) und 200 Euro (S6300) bleiben die Modelle alle unter der 200-Euro-Schallmauer.Mit 94 x 58 mm ist die S6300 dabei noch einen Hauch kleiner als ihre Schwestern, mit 26 mm Dicke aber deutlich beleibter. Dadurch wirkt sie etwas gedrungener, liegt mit ihren 160 Gramm aber auch besser in der Hand. Sogar eine Rutschbremse in Form von winzig kleinen Noppen hat man ihr spendiert. Die mit Noppen versehene Fläche ist zwar klein, aber dennoch lässt sich an dieser Stelle mit dem Daumen etwas Gegendruck aufbauen und durch dieses kleine Detail ist die Kamera besser in Position zu halten.

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Die Tasten an der Kamerarückseite sind wegen der günstigen Form und Größe gut zu bedienen. Die Kennzeichnung der Bedienelemente ist klein, dennoch gut zu erkennen. Das uns vorliegende Muster ist schwarz und die Kennzeichnung weiß - das sorgt für optimale Lesbarkeit. Das von Nikon als Multifunktionsrad bezeichnete Bedienelement auf der Rückseite hat sowohl die Funktionen eines Vierwegetasterst als auch die eines Rades. So können Einstellungen entweder durch einzelnes Antippen oder Verdrehen verändert werden. Häufiger zu ändernde Einstellungen wie Blitz, Makro, Selbstauslöser und Belichtungskorrektur sind dabei direkt durch Drücken am Multifunktionsrad einzustellen, alle anderen Werte auf dem Umweg über das Hauptmenü. Das ist einfach, alles ist dort, wo man es sucht. Das 2,7-Zoll-Display mit 76.600 RGB-Pixeln ist mittlerweile eher "Low-tech", Kontrast und Schärfe sind ausreichend, die Symbole aber etwas filigran und nicht sehr gut zu erkennen.  Der Brennweitenbereich von 25 bis 250 mm (KB) entspricht dem aktuellen Quasi-Standard bei den gehobenen Kompaktkameras. Das sollte für die überwältigende Mehrzahl aller fotografischen Situationen ausreichen, auch wenn die Lichtstärke mit Anfangsöffnungen zwischen f3,2 bis f5,8 sich nicht im Top-Bereich bewegt. Makroaufnahmen sind ab 10 cm möglich.Videos zeichnet die Nikon Coolpix S6300 in Full-HD mit 1920x1080 Pixeln auf. Filmschnipsel, die nur durch eine kurze Pause getrennt sind, werden in eine einzige Filmdatei geschrieben. Das ist für die Weiterverbreitung ohne großes Schneiden auf jeden Fall eine praktische Sache. Optisches Zoom und Autofokus stehen auch im Video-Modus zur Verfügung, der integrierte HDMI-Anschluss sorgt für einen direkten Draht zum HD-Fernseher. Mit einer entsprechenden Eye-Fi-X2-Speicherkarte ausgestattet kann die S6300 Fotos direkt aufs Handy oder den PC beamen.  Obwohl die S6300 den gleichen 16-Megapixel Bildsensor hat wie die S3300 und die S4300 hat, sind die Bilder völlig anders abgestimmt - neben dem Objektiv mischt da auch der Prozessor kräftig mit. Die Mittenauflösung im Weitwinkel ist deutlich höher (1517 LP/BH bei ISO 125, 1346 LP/BH bei ISO 400), der Randabfall aber auch (450-500 LP). Das Rauschen ist bei niedriger Empfindlichkeit etwas höher, bei steigender Empfindlichkeit dafür besser als bei den anderen beiden Modellen aus der gleichen Reihe. Das geht allerdings zu Lasten der Detailzeichnung, was sich in hohen Kurtosiswerten (z.B. 9,7 bei ISO 400) und unnatürlich geglätteten Gesichtern bei den Testaufnahmen zeigt. Fazit: Die Nikon Coolpix S6300 hat ein akzeptables Preis-Leistung-Verhältnis, überzeugt aber nicht auf ganzer Linie. Wer auf das 10-fach Zoom verzichten kann, fährt mit der 30 Euro günstigeren S4300 besser.

Nikon Coolpix S6300

HerstellerNikon
Preis160.00 €
Wertung31.5 Punkte
Testverfahren1.6

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