Digitalkamera

Nikon Coolpix S5200 im Test

Einfach zu bedienen, leicht zu tragen und kabellos kommunikativ: Die Nikon Coolpix S5200 ist eine Digitalkamera für die Smartphone-Generation. Im Test untersuchen wir die Bildqualität.

  1. Nikon Coolpix S5200 im Test
  2. Datenblatt
Test Nikon Coolpix S5200

© Nikon

Test Nikon Coolpix S5200

Pro

  • integriertes WLAN-Modul
  • unkomplizierte Panoramafunktion
  • Kompakt

Contra

  • kontrastarme Aufnahme

Da sie 145 Gramm leicht ist und nur rund 10 x 6 x 2 Zentimeter misst, ist die Nikon Coolpix S5200 eine echte Immer-dabei-Kamera. In ihrem wahlweise silbernen, schwarzen, roten, blauen oder violetten Gehäuse stecken ein 16-Megapixel-CMOS-Sensor sowie ein 6-fach-Zoom mit 26 - 156 mm Brennweite (bezogen auf Kleinbild). Dessen Lichtstärke von 3,5 - 6,5 ist nicht überragend, aber für diese Kameraklasse akzeptabel.

Das integrierte WLAN-Modul macht die Nikon Coolpix S5200 überdies zur Immer-in-Kontakt-Kamera - zumindest, wenn der Akku vollgeladen ist. Dann hält die Kamera, was ihr Claim "Die schicke Art zu teilen" verspricht: Die gespeicherten Daten lassen sich nämlich über WLAN aufs Smartphone übertragen und von dort in alle Welt versenden.

Alternativ kann man die Nikon Coolpix S5200 mit dem Handy fernauslösen oder gespeicherte Fotos und Videos auf dem Display von Tablet und Co. betrachten. Sinkt jedoch die Ladespannung unter einen kritischen Wert, versagt die Digitalkamera die kabellose Kommunikation, für die man sich im iTunes App Store oder Google Play Store eine einfach zu bedienende App aufs Handy laden kann.

Nikon Coolpix S5200

© Nikon

Manuelle Aufnahmenmodi hat die Nikon Coolpix S5200 nicht zu bieten, lediglich eine Belichtungskorrektur um +/-2 Blenden kann der Fotograf vornehmen. Neben der Automatikfunktion stehen 19 Motivprogramme zur Wahl, die alle Einstellungen automatisch an die gewählte Aufnahmesituation anpassen. Unter ihnen gibt es auch eine 3D-Funktion, die die Bilder im MPO-Format speichert, das sich auf einem 3D-Fernsehgerät oder auf Spezialdruckern weiterverarbeiten lässt.

Außerordentlich unkompliziert funktioniert die Aufnahme von Panoramafotos: Einfach Kamera mit gedrückten Auslöser langsam schwenken, und sobald man den Auslöser loslässt, schreibt die Kamera die erfassten Bilddaten als Panoramafoto in den Speicher. Der Clou: Der Schwenk funktioniert sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung.

Schönheits-OP ohne Skalpell

Wie in der aktuellen Kamerageneration üblich, hat Nikon der Aufnahme und Bearbeitung von Porträts viel Aufmerksamkeit gewidmet. Das Smart-Porträt-System der Nikon Coolpix S5200 soll laut Bedienungsanleitung zu "jederzeit perfekten Porträtaufnahmen" verhelfen. Ist der "Lächeln-Auslöser" aktiviert, schießt die Kamera in dem Moment los, in dem das Modell lächelt, die Blinzelprüfung lässt eine Warnung los, wenn auf der Aufnahme jemand die Augen geschlossen hatte, und die Glamour-Retusche nimmt virtuelle Schönheitsoperationen ganz ohne Skalpell und Narkose vor, indem sie in der Bilddatei unreinen Teint korrigiert, die Gesichtsform verändert, Zähne aufhellt oder sogar Augen vergrößert.

Nikon Coolpix S5200

© Nikon

Handfesten Vorteil bietet die Fokussiergeschwindigkeit der Nikon Coolpix S5200: Die ist mit knapp 0,39 Sekunden in Weitwinkelstellung und 0,43 Sekunden in Telestellung recht ordentlich. Die Einschaltzeit ist mit gut 2 Sekunden auch akzeptabel, lediglich das Ausschalten braucht recht lange - das ist lästig, wenn man die Kamera schnell in die Tasche stecken will.

Bildqualität

Die Bildqualität ist bei dieser Kamera - wie nicht anders zu erwarten - alles andere als brillant, aber durchaus brauchbar. Bei der niedrigsten Empfindlichkeit (ISO 125) liefert die Nikon Coolpix S5200 eine Auflösung von 1418 LP/BH, allerdings beträgt der Randabfall über 400 LP/BH - das gilt für alle Empfindlichkeiten.

Die Rauschunterdrückung generiert zudem grieselige Artefakte in einfarbigen Flächen, die vor allem bei niedrigen Empfindlichkeiten auffallen. Zudem fehlt es den Aufnahmen an Kontrast; vor allem bei den Teleaufnahmen mit höheren Empfindlichkeiten fallen ausgefranste Kanten auf. Dort, wo die Elektronik diesen Mangel ausgleichen will, tut sie des Guten zu viel, sodass die Kantenschärfung Geisterkanten produziert.

Kaufberatung: Die besten Kompaktkameras bis 200 Euro

Testfazit

Die Nikon Coolpix S5200 ist eine schicke und einfach zu bedienende Kamera, die vor allem mit ihrer Handlichkeit und der kommunikationstauglichen WLAN-Funktion punktet. Die Bildqualität ist nicht allzu hoch, wird ihrer Kameraklasse und dem Einsteigerpreis aber durchaus gerecht.

Nikon Coolpix S5200

HerstellerNikon
Preis190.00 €
Wertung40.0 Punkte
Testverfahren1.6

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