Testbericht

Nikon Coolpix S510

Das Design ist klar und hochwertig, die drehbare Vier-Richtungs-Wippe ein gutes Bedienelement. Allerdings kann die 280 Euro teure  S510 durch die höchste Auslöseverzögerung im Test nicht überzeugen.

  1. Nikon Coolpix S510
  2. Datenblatt
Nikon Coolpix S510 Vorderseite

© Archiv

Nikon Coolpix S510 Vorderseite

Unspektakulär tritt die kleine Nikon S510 auf. Aus dem erhebungsfreien Gehäuse fährt nach dem Einschalten das Dreifachzoom lautstark heraus. Auch beim Durchfahren des Brennweitenbereichs von 35-105 mm ist der Zoommotor nicht zu überhören. Auch ohne Halteausbuchtungen liegt die Kleine gut in der Hand und lässt sich auch einhändig gut bedienen. Das ermöglicht vor allem die als Drehrad ausgelegte Vierrichtungswippe. So "rädelt" der Fotograf durch das übersichtliche Menü, und ein Druck auf die Wippe wählt den Menüpunkt aus. Zusätzlich bietet das Wippenrad vier Schnellzugriffe auf den Blitz, den Selbstauslöser, die Makrofunktion und die Belichtungskorrektur. Allerdings ist diese anfänglich nur schwer zu finden, da das -Symbol aus Platzgründen auf die Gehäuseseite ausweichen musste. Viel lästiger gestaltet sich das Zuschalten des Bildstabilisators. Der versteckt sich hinter der Mode-Taste, die unter anderem zu den Grundeinstellungen, den Szenenmodi und dem Videomodus führt. Eine separate Taste wäre hier wünschenswert.

Nikon Coolpix S510 Rückseite

© Archiv

Mit 1,7 Sekunden ist die Nikon S510 zwar schnell am Start, sie braucht aber inakzeptable 1,04 Sekunden zum Fokussieren und Auslösen. In der Mitte löst sie annehmbar auf, reduziert die Auflösung in den Ecken um rund 250 Linienpaare. Das führt besonders bei Teleaufnahmen zu einer geringen Detailwiedergabe von 619 Linienpaaren/Bildhöhe in den Ecken. Ihr Rauschwert von VN 2,0 bei ISO 100 ist akzeptabel, aber sichtbar. Positiv: bei ISO 400 verstärkt sich das Rauschen nur gering.

Auflösungsdiagramm Nikon Coolpix S510

© Archiv

Nikon Coolpix S510

HerstellerNikon
Preis130.00 €
Wertung51.5 Punkte
Testverfahren1.4

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