Testbericht

Nikon Coolpix S210

Das schlanke, schicke Design der Nikon S210 gefällt gut. Der Autofokus arbeitet allerdings etwas zu langsam, und die Bildqualität leidet unter der kamerainternen Bildverarbeitung.

  1. Nikon Coolpix S210
  2. Datenblatt
Nikon Coolpix S210 Vorderseite

© Archiv

Nikon Coolpix S210 Vorderseite

Sie ist gerade einmal 2 cm flach und wiegt wenig mehr als 100 g - damit gehört die Nikon S210 zu den kompaktesten Vertretern ihrer Art. Unser Testgerät steckt zudem im meerblauen Aluminiumgehäuse mit gebürstet matter Front. Nikon führt aber auch Varianten in tiefem Rot, Rosa, in Schwarz oder Silber. Die Ausstattung dieser 170-Euro-Kamera fällt allerdings recht mager aus: In der Programmautomatik enthält das Aufnahmemenü lediglich sechs Einträge, die allenfalls die wichtigsten Einstellmöglichkeiten abdecken. Immerhin gibt's für die Belichtungskorrektur einen Schnellzugriff über die Vierrichtungswippe.

Nikon Coolpix S210 Rückseite/ Display

© Archiv

Die Coolpix S210 misst nur 20 mm in der Tiefe und ist damit die schmalste Kandidatin dieses Tests. Nikon führt sowohl gediegene Varianten in Schwarz oder Silber als auch bunte in Rot, Rosa oder Blau.

Außerdem rauscht die 2,5-Zoll-Vorschau bei dunklen Motiven nur schwach, die Lupenansicht agiert schell, der Druckpunkt der Bedienelemente passt, und das Autofokusfeld lässt sich manuell positionieren. Deshalb erhält die S210 gute 5 Handhabungspunkte, obwohl sie weder eine Verwacklungswarnung noch ein Histogramm anzeigt.

Bildqualität und Tempo: Ihr größtes Manko zeigt sich erst im Messlabor: Die S210 brauchte bei uns fast 1 s zum Fokussieren und Auslösen im Weitwinkel und 1,26 s im Tele. Bei schwachem Licht suchte sie sogar bis zu 2,38 s nach der richtigen Einstellung. Auch in Sachen Bildqualität steht die S210 im Vergleich zu den Megapixel-Protzen dieses Testfelds relativ schwach da: Die Auflösung liegt zwischen 704 LP/BH an den Bildrändern (ISO 400) und 1104 LP/BH in der Mitte (ISO 100) - ein im 8-Megapixel-Umfeld leicht unterdurchschnittliches Ergebnis. Zudem verwischt die S210 teilweise die Konturen, was wir unter anderem den kamerainternen Optimierungsalgorithmen zuschreiben. Das Rauschen hält sich mit 2,1 VN bei niedriger und 3,6 VN bei hoher Empfindlichkeit in Grenzen. Allerdings haben wir hier nicht nur, wie üblich, im Weitwinkel, sondern auch im Standard- und Telebereich eine starke Verzeichnung gemessen, durch die sich die Linien an den Bildrändern um bis zu 0,9 Prozent krümmen.

Auflösungsdiagramm Nikon Coolpix S210

© Archiv

Nikon Coolpix S210

HerstellerNikon
Preis130.00 €
Wertung49.0 Punkte
Testverfahren1.4

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