Testbericht

Nexoc Odin E805II im Test

Die meisten Notebooks sind kompromissbehaftet. Verzichtet der Hersteller auf Bauteil A, bringt das eine Gewichtsersparnis, aber auch eine niedrigere Leistung. Ein stärkerer Akku erhöht das Gewicht, verlängert aber die Laufzeit - und so weiter.

Nexoc Odin E805II

© Archiv

Nexoc Odin E805II

Und hier ging der Hersteller keine Kompromisse ein und verbaute in unserem Testgerät absolut alles, was Leistung bringt und damit leider auch sehr teuer ist. So beherbergt das großzügig dimensionierte Gehäuse eben nicht nur eine Festplatte, sondern gleich drei davon. Zwei identische 320er-Platten arbeiten konventionell oder auf Wunsch noch schneller im RAID-Betrieb, eine 500er bietet reichlich Platz für Filme, Musik oder Fotos. Der Prozessor, ein Core 2 Extreme Quad-Core-QX9650 mit 3 GHz, sorgt ebenfalls für Leistung satt. Schneller geht es momentan im Prozessorbereich kaum.Doch handelt es sich beim QX9650 um einen Desktop-Prozessor, der leistungshungriger ist als die allerdings deutlich langsameren Notebook-Varianten. Bei rund 150W Stromverbrauch nur für die CPU wird klar, dass es an der Akkulaufzeit hapern muss - doch dazu später mehr. Neben einem Blu-ray-Laufwerk, vier GByte RAM und einem TV-Tuner sind auch zwei GeForce 9800GTX-Grafikkarten integriert, die im SLI-Verbund arbeiten. Klar, dass bei derart geballter Hardware-Power herausragende Messergebnisse zustande kommen.

14187 Punkte im 3D-Mark2006 sind die bisher mit Abstand höchste bei Notebooks gemessene Punktzahl, Gleiches gilt für 5763 Punkte im PCMark Vantage und die 10687 im Cinebench Multiple CPU Rendering. In der Praxis bedeutet das, dass auch die anspruchsvollsten 3D-Spiele auf absehbare Zeit mit allen Details absolut flüssig auf dem FullHD-Display des Odin laufen werden.

Das haben nur sehr wenige Notebooks zu bieten. Filmfans dürfen sich am Blu-ray-Laufwerk und dem sehr guten Display erfreuen, der Sound, der aus dem 4.1-Lautsprechersystem kommt, kann sich wirklich hören lassen. Allerdings sind die verbauten Lüfter je nach Aufgabe von Zeit zu Zeit ziemlich deutlich zu hören, ebenso wie - seltener - ein hochfrequentes Piepsen, das wohl von den Grafikkarten kommt. Die Tastatur ist gut, die Verarbeitung ordentlich. Zusätzlich zu DVI wäre ein HDMI-Ausgang wünschenswert gewesen, eSata fehlt ebenfalls. Natürlich kommt die Power nicht umsonst, was sich nicht nur im hohen Kaufpreis von knapp 4.600 Euro in der von uns getesteten High-End-Variante des Odin bemerkbar macht, sondern auch beim Gewicht und der leider sehr knappen Laufzeit.

Das Odin bringt etwa 5,5 Kilogramm auf die Waage, das Netzteil weitere 1370 Gramm. Da ist es fast schon zu verschmerzen, dass der an sich sehr leistungsstarke Akku bereits nach etwa einer Stunde schlapp macht. Aber als mobiler Rechner ist das Notebook nicht gedacht.FAZIT: Was die meisten anderen Desktop-Replacements nur versprechen, hält das Odin. Dieses Notebook ersetzt nahezu jeden PC vollständig. Der Spaß hat allerdings seinen - stolzen - Preis.

Testergebnisse

Nexoc Odin E805II
Nexoc
4.599,- Euro

www.nexoc.de

Weitere Details

83 Punkte

5/5
sehr gut
Preis/Leistung
befriedigend

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