Testbericht mit ac-WLAN

Netgear D6300 im Test - sehr guter Dualband-Router mit Highspeed-Funk

Netgear D6300 im Test: Der Dualband Router verspricht schnelles ac-WLAN. Doch kann Netgear sein Versprechen halten?

Netgear D6300 im Test: Wir haben einen flinken Router mit ac-WLAN im Testlabor.

© Netgear

Netgear D6300 im Test: Wir haben einen flinken Router mit ac-WLAN im Testlabor.

Netgear D6300

  • Frequenzbereiche: 2,4 und 5 GHz
  • WLAN: 802.11 a/n/ac bei 5 GHz 802.11 b/g/n bei 2,4 GHz
  • Sicherheit: WPA-PSK, WPA2-PSK, WPA/WPA2 SPI- und NAT-Firewall

Der Netgear D6300 ist ein Dualband Router, der auf den schnellen Standard 802.11ac setzt. Schon mit der Einführung des Standards 802.11n hat die Industrie Besserung bei der WLAN-Geschwindigkeit versprochen und in den meisten Fällen auch geliefert. Doch erst mit den Geräten, die 802.11ac unterstützen und langsam in den Markt und damit in die Netze der Heimanwender aber auch der kleinen Firmen, Ingenieurbüros und Kanzleien vordringen, rücken viele der Versprechen endlich in greifbare Nähe.

Der Redaktion von PC Magazin Professional stand mit dem Dualband Router D6300 ein Spitzenmodell des Anbieters zur Verfügung, das genau diese Versprechen erfüllen soll. Ein Problem bei den schnellen WLAN-Anbindungen sind natürlich die "Gegenstellen": Erst jetzt kommen mit den aktuellen Ultrabook-Modellen die Geräte auf den Markt, deren Chipsätze diesen Standard auch direkt ab Werk unterstützen. Wer noch nicht ein solches modernes Gerät sein Eigen nennt, kann natürlich auch auf externe WiFi-Adapter via USB zurückgreifen.

Testszenario: Neue und ältere Systeme

Für das Testszenario haben wir als Endgerät das Ultrabook XPS 12 der Firma Dell eingesetzt, das mit dem WLAN-Chip Dual Band Wireless-AC 7260 von Intel ausgestattet ist. Als Betriebssystem kam hier Windows 8.1 zum Einsatz. Weiterhin haben wir ein älteres Notebook von Asus unter Windows 7 mit dem A6200 WiFi USB-Adapter von Netgear ausgestattet und ebenfalls in diesem WLAN untersucht. Abgerundet wurde der Test-Parcours durch ein ebenfalls älteres Apple MacBook unter OS X 10.6 (Snow Leopard). Einrichtung und Inbetriebnahme des Netgear-Routers sind dank der Software mit dem Namen Genie einfach und schnell:

Der Router stellt bereits in den Standardeinstellungen jeweils ein 2,4- und ein 5-GHz-Netzwerk bereit. Zusätzlich können die Anwender über die Oberfläche im Browser dann noch Gastnetzwerke mit entsprechend eingeschränkten Rechten einrichten. Die Genie-Software steht zudem auch als App für iPhone, iPad und Android-Systeme bereit. Auch Portfreigaben oder die Konfiguration einer Anbindung via IPv6 lassen sich über die Oberfläche recht leicht vornehmen: Sehr gut ist es dabei, dass beispielsweise die Unterstützung für IPv6 standardmäßig zunächst ausgeschaltet ist, sodass die Nutzer nicht unbemerkt einen Weg aus dem Internet in ihr Heimnetzwerk öffnen.

Netgear, D6300-Router, D6300

© Netgear

Die als Genie bezeichnete Web-Oberfläche des D6300-Routers: Sie ist übersichtlich gestaltet und steht den Nutzern auch in Form einer mobilen App zur Verfügung.

Der Router ist zudem mit vier Gigabit-LAN-Schnittstellen und zwei USB-Anschlüssen für externe Geräte wie Drucker ausgestattet. Der interessanteste Punkt bei diesem Router-Kurztest war nun sicherlich die erreichte Geschwindigkeit: Erwartungsgemäß konnten wir die höchsten Geschwindigkeiten beim Einsatz des USB-Adapters messen, hier kamen wir auf mehr als 800 MBit/s, wenn sich Notebook und Router im gleichen Raum befanden, waren eine oder mehrere Wände dazwischen, so sank die Geschwindigkeit zumeist auf circa 400 MBit/s.

Lesetipp: WLAN Router Test

Mit dem Standard-Windows-Treiber auf dem XPS-12-Ultrabook erreichte das Gerät zunächst nur wenig mehr als 300 MBit/s - erst die Installation der aktuellen Treiber von der Intel Web-Seite brachte auch bei diesem System eine Geschwindigkeit von über 500 MBit/s. Auch der schon ältere Apple-Rechner konnte problemlos eine Verbindung zum Netgear-Router aufbauen und arbeitete mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als 300 MBit im WLAN. Alle diese Werte beziehen sich dabei auf die Verbindung zum Netzwerk im 5-GHz-Bereich.

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