Testbericht

Netbooks: Mobile Rechner für die tägliche Arbeit

Sie sind klein, leicht und sollen der ideale Begleiter sein, wenn es um mobiles Arbeiten geht.Und auch für private Investoren sollen sie sich als zuverlässiges Werkzeug erweisen. Doch nicht alle neuen Netbooks erfüllen diese Anforderungen.

Titelthema Netbooks: Mobile Rechner für die tägliche Arbeit

© Archiv

Titelthema Netbooks: Mobile Rechner für die tägliche Arbeit

Sie sind klein, leicht und sollen der ideale Begleiter sein, wenn es um mobiles Arbeiten geht.Und auch für private Investoren sollen sie sich als zuverlässiges Werkzeug erweisen. Doch nicht alle neuen Netbooks erfüllen diese Anforderungen.

Es hat eine Weile gedauert, bis weitere Hersteller mit eigenen Produkten zur Stelle waren, um an den Erfolg des ersten Eee PCs von Asus Anfang des Jahres anschließen zu können. Jetzt ist es so weit: Es gibt zahlreiche Angebote in der Preisklasse bis etwa 400 Euro und weitere werden in den kommenden Wochen und Monaten von namhaften Herstellern wie Dell, Fujitsu Siemens, HP oder Lenovo folgen. Die aktuelle Palette reicht von Geräten mit 7-Zoll-Display und Linux als Betriebssystem bis hin zu 10,2- Zoll-Modellen, die mit Windows XP ausgestattet sind. Die Preise erstrecken sich devon etwa 200 Euro bis hin zu 400 Euro und einige Hersteller wie Maxdata oder Packard Bell haben sogar Geräte weit jenseits der 400 Euro im Angebot.

Titelthema Netbooks: Mobile Rechner für die tägliche Arbeit

© Archiv

Allen Herstellern gemein ist, dass sie kleine mobile Rechner anbieten wollen, die zwar nicht ganz das Leistungsniveau eines Notebooks erreichen, dennoch ausreichend performant sind, um alltägliche Arbeiten zuhause und unterwegs zu erledigen. Primär sollen die Kleinen als E-Mail-Client, Internetterminal oder Textmaschine zum Einsatz kommen. Auch die Unterhaltung des Anwenders darf dabei nicht zu kurz kommen und die Winzlinge müssen neben Bildern, Musik und Filmen auch das TV-Programm wiedergeben können. Für all diese Aufgaben sind die Geräte nicht von vornherein vollständig ausgestattet, doch per USB lassen sich meist die gewünschten Funktionen nachrüsten.

Ausstattung

Vom Äußeren her unterscheiden sich die Netbooks kaum von "normalen" Notebooks. Sie sind nur kleiner und wiegen ganz zur Freude des Anwenders im Schnitt nur etwa ein Kilogramm. Dennoch vermisst man auf den ersten Blick keine wichtigen Bestandteile.

Für die Bedienung ist eine vollwertige Tastatur vorhanden, die allerdings abhängig von der Gehäusegröße einen sehr engen Tastenabstand aufweisen kann. Bei den Geräten im Test erwiesen sich lediglich die Tastaturen von Acer, Medion und MSI mit einem Tastenabstand von 17,5 Millimeter auch für Vieltipper als geeignet. Asus erreicht bei den beiden Eee PCs gerade mal 16 Millimeter. Vollkommen inakzeptabel für längere Texteingabe fällt die Tastatur bei One aus. Hier beträgt der Tastenabstand lediglich 15,5 Millimeter. Zum Vergleich: Bei einer handelsüblichen Tastatur sind es 19 Millimeter.

Doch nicht nur lange Texteingaben stellten sich im Test als problematisch heraus, auch die Bedienung der Systeme führt zuweilen zu Komplikationen. So ist das Netbook von One mit einem 7-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 800x480 Bildpunkten ausgestattet und Windows XP als Betriebssystem vorinstalliert. Durch die kleine Auflösung werden einige Eingabemasken nicht vollständig angezeigt, so dass man Änderungen nicht quittieren kann. Durch die geringe Auflösung hat man zudem beim Surfen im Internet nicht immer alle Inhalte auf einmal im Blick und muss deshalb das Bild häufig horizontal und vertikal verschieben.

Besser bedient ist man mit den Geräten, die mit einer Auflösung von 1024x600 Bildpunkten arbeiten. Dabei macht es keinen großen Unterschied, ob Displays mit 8,9 Zoll oder 10,2 Zoll zum Einsatz kommen. Mit beiden Größen lassen sich alle Einstellungen unter Windows XP problemlos meistern. Auch das Aufrufen diverser Internetseiten macht hiermit deutlich mehr Spaß, wenngleich man auch hier das Bild häufig in der Vertikalen verschieben muss.

Neben dem Display und der Tastatur gibt es noch eine weitere Komponente, die sich wesentlich unterscheidet: das eingesetzte Speichermedium. Acer, Asus und One setzen auf eine Solid State Disk kurz SSD. Dabei handelt es sich um einen Flash-Speicher. Dieser hat den Vorteil, dass er unempfindlich gegenüber Stößen und Erschütterungen ist. Doch im Vergleich zur Harddisk ist der Preis pro Gigabyte deutlich höher, was alle Hersteller mit kleinen Speichergrößen quittieren. Asus verbaut mit insgesamt 12 GByte noch am meisten, gefolgt von Acer mit 8 GByte und One mit lediglich 4 GByte. Medion und MSI verlassen sich auf Altbekanntes und setzen eine 80 GByte große Festplatte ein.

Systemleistung im Vergleich: Intel Centrino Plattform (2004) Atom Prozessor (2008) Intel Centrino 2 Notebook (2008)
PCMark05 Gesammt 1750 1508 5636
PCMark05 CPU 2568 1502 5689
PCMark05 Memory 2230 2407 4791
PCMark05 Graphic 629 574 6893
PCMark05 HDD 2786 3851 4301

Mehr zum Thema

SG7-M Core i7 - Test
Gaming-Notebook

Das schlanke SG7-M von MIFcom ist für ein Gaming-Notebook sehr dezent im Auftreten. Aber in dem flachen Alu-Gehäuse stecken sehr potente…
Dell XPS 13
Ultrabook

Dells neues 13,3-Zoll-Ultrabook ist kaum größer als ein 11,6-Zöller, liefert eine ultrahohe Auflösung und mit dem Broadwell-Core-i7 auch eine…
Microsoft Surface 3
Microsoft-Tablet

Alle guten Dinge sind drei: Das Microsoft Surface 3 setzt auf Windows 8.1, den neuen Intel Atom x7-Z8700 und ein 10,1-Zoll-Display - und verdient sich…
Fujitsu Lifebook T935
Notebook

Im Fujitsu Lifebook T935 sorgt ein Core i5-5300U für hohe Systemleistung. Im Test prüfen wir, ob das Convertible auch sonst überzeugt.
toshiba kira 107, test, review, ultrabook
Ultrabook

82,0%
Das Toshiba Kira 107 punktet im Test. Das fängt beim Metallgehäuse an und hört beim knackscharfen Display noch lange…