Medienmöbel

Soundmöbel Montana TV HiFi im Test

Individuell, modern und klangstark: Das sind die Merkmale des dänischen Soundmöbels Montana. Das Lowboard mit Stereosound soll wuchtige Lautsprecher im Wohnzimmer ersetzen. Wir haben die eingebauten Boxen getestet.

Montana TV HiFi

© Montana

Montana TV HiFi

Pro

  • unaufdringlich, homogener Klang
  • WLAN-Verbindung

Contra

  • Bass nicht so kraftvoll
  • Center fehlt

Der Hersteller Montana möchte mit seinem gleichnamigen Medienmöbel gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das Lowboard soll nicht nur als Stellplatz für den Fernseher dienen, sondern zeitgleich auch für ordentlichen Stereo-Sound im Wohnzimmer sorgen. Alle, die sich für das Regalsystem entscheiden, können dieses in drei Größen aus mehreren rechteckigen Modulen individuell zusammenstellen.

Individuell zusammenstellen

Der Slogan "Made by you" wird dabei zum Programm: Die Regalelemente gibt es ab 12,6 cm x 12,6 cm bis 69,6 cm x 69,6 cm, Schubladen und Türen ebenfalls in diversen Abmessungen und Ausführungen. Generell können die Elemente dann auf Sockeln, Füßen und Rollen montiert oder mit Spezialbeschlägen an die Wand gehängt werden. Zusätzlich kann am Ende zwischen 42 Farben und unzähligen Oberflächen bei der Erstellung seines eigenes Soundmöbels gewählt werden - viel zu entscheiden also für ein Möbelstück. Zu den verschiedenen Regalen kommen dann auch die Lautsprecher in den entsprechenden Größen. Diese können - je nach Regalgröße und einzelnen Elementen - sowohl senkrecht als auch waagerecht im Regal stehen oder liegen.

Für den ausführlichen Test in der video-Redaktion haben wir die High-End-Ausführung im Aluminium-Look in Groß gewählt. Dabei werden zwei Lautsprecher als Zwei-Wege-Kombination mitgeliefert. In dieser Form kostet das System inklusive Boxen und der Verstärker-Einheit Montana Sound Unit (MSU) ca. 5.050 Euro.

Montana Soundmöbel

© Montana

Hinter Abdeckungen hausen die Boxen. Sie wurden in Zusammenarbeit mit PointSource Acoustics entwickelt.

Einrichtung und Bedienung

Nach dem Aufbau des Medienmöbels beginnen die Einrichtung und die Verkabelung. Das verständliche System erschließt sich auch Erstanwendern schnell. Die Lautsprecher links und rechts werden mit der MSU verbunden. Danach wird ein Quellgerät als Input für die MSU angeschlossen. Wer sich für einen DVD- oder einen Blu-ray-Player entscheidet, kann dann direkt an die MSU noch ein TV-Gerät anschließen, um auch das Bild zum Ton ausgeben zu können.

Praxis: Unschöne Kabel einfach verstecken

Die Bedienung ist dank der klar strukturierten Fernbedienung intuitiv. Der Anwender findet hier nur sechs Knöpfe, weitere Einstellungen müssen an der MSU mithilfe des Drehrads ausgewählt werden. Somit ist die Fernbedienung zwar aufgeräumt, aber aufgrund der Lowboard-Höhe nicht immer komfortabel.

Nach der Verkabelung lässt sich über Montana nicht nur der aktuelle Blockbuster genießen, sondern auch direkt Musik zuspielen. Die MSU ist mit WiFi, AirPlay sowie DLNA ausgestattet, um auch kabellos mit verschiedenen Endgeräten zu interagieren. Über die Source-Einstellung im Menü lässt sich der Verstärker so schnell und einfach verbinden. Dabei kann die MSU horizontal oder vertikal im Regal stehen und von diversen Abdeckungen versteckt werden.

Montana Soundmöbel

© Montana

Die Aufstellung von Montana ist modular. Das System kann auch einfach an der Wan montiert werden.

Hörtest

Beim Abspielen von Filmen wie Total Recall und Der Herr der Ringe (Teil 1) überzeugte das System, das erst einmal "nur" nach einem Möbelstück aussieht, mit gewaltigem und klarem Klang. Mit dem Sound aus dem Fernseher ist dies nicht vergleichbar.

Im Messlabor erzielte das Montana ebenfalls vorzeigbare Ergebnisse: Der Pegelverlauf bei Frequenzen über 400 Hz ist konstant. Im tieffrequenten Bereich dagegen ist noch etwas Luft nach oben. Hier brechen die Pegel in verschiedenen Frequenzen leicht ein: Knapp 15 dB mehr wären hier noch möglich. In den Einstellungen des Systems lässt sich der Bass nachträglich noch um maximal 10 dB erhöhen, was beim Filmgenuss wahrlich reicht.

Kaufberatung: Die besten Aktiv-Subwoofer

So schafft Montana am Ende einen homogenen Sound mit solidem Bass, der nicht zu aufdringlich wirkt. Ein wenig vermisst haben wir im Testlauf des Stereo-Systems den Center, denn Dialoge und vorne platzierte Schallereignisse klangen ohne ihn oftmals etwas räumlich diffus. Vor allem, wer nicht direkt vor dem Fernseher und damit mittig vor dem Möbelstück sitzt, bekommt jeweils nur eine Seite der Tonspur mit.

Montana Soundmöbel

© Montana

Zum System gibt es die Montana Sound Unit: ein kleiner Verstärker mit 2 x 100 Watt und diversen Anschlüssen.

Fazit

Design ist Geschmackssache. Den Look des Soundmöbels muss man mögen und vor allem ins Wohnzimmer integrieren können. Alle, die das erfüllen, bekommen mit dem Medienmöbel guten und vor allem intelligent versteckten Sound zum Blockbuster. Zwar gibt es im Bassbereich Spielraum für Verbesserungen, doch mit Montana bekommt der Kunde am Ende sowohl ein Möbelstück als auch Stereo-Sound ohne wuchtige Boxen.

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