Testbericht

Mitsubishi HC7800 im Test

Der Mitsubishi HC7800 sorgt für echtes Heimkino-Feeling in 3D. Bei den Shutterbrillen muss man allerdings auch Abstriche machen. Mehr dazu im Test.

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© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Pro

  • leise
  • Bild wirkt für DLP angenehm ruhig
  • Lensshift
  • gutes 3D-Bild

Contra

  • Ausleuchtung ungleichmäßig
  • Brillen teuer und schwer

Mitsubishi HC7800: 3D-Technik

Mitsubishi arbeitet mit einem externen Infrarot-Emitter, der dem Projektor serienmäßig beiliegt. Der starke Infrarot-Scheinwerfer synchronisierte im Test die Brillen zuverlässig über die Reflexion der Leinwand und konnte getrost beim Projektor platziert werden. Das unsichtbare Licht störte allerdings andere Infrarot-Funktionen wie die Fernbedienung des Verstärkers.

Mitsubishi verwendet neuartige Shutterbrillen, deren Flüssigkristalle nicht konventionell mittels elektrischer Spannung umgeschaltet werden, sondern durch Magnetfelder. Der Vorteil: Das ermöglicht kürzere Schaltzeiten als bei elektrischer Stimulation. Der Nachteil: Die Mitsubishi-Brillen liegen relativ schwer auf der Nase und besitzen recht kleine Gläser, die gerade so reichten, um im Testkino aus 4,5 Metern Entfernung die 2,66 Meter breite 16:9-Leinwand zu sehen.

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Die mit 169 Euro pro Stück recht teuren Brillen entschädigen dafür mit einem farbneutralen, kontrastreichen Bild, das quasi frei von Geisterbildern einen angenehmen, kinoähnlichen 3D-Eindruck hinterließ.

Bildergalerie

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Galerie

Für 2.000 Euro bekommt man mit dem Mitsubishi HC7800einen guten 3D-Projektor. Die 3D-Brillen sind allerdings recht schwer.

Mitsubishi HC7800: Test

Der Charakter des Mitsubishi HC7800 weist in Richtung Heimkino. Das zeigt sich beispielsweise bei der geringen Flexibilität des Objektivs mit wenig Lensshift und starkem Offset, das eine Platzierung am Deckenhalter oder unter einem Couchtisch nahelegt. Es zeigte chromatische Aberration, bildete aber die DLP-Spiegelchen scharf als einzelne Quadrate ab.

Der HC7800 lieferte wunderbar präzise Farben und Gamma und ließ sich exakt auf Norm bringen. Das Mehr an nativem Kontrast unterstützt eine fein dosierbare adaptive Blende zur Verstärkung des sequenziellen Kontrasts.

Das sehr leise Kühlgeräusch des Mitsubishi ist in kleiner Lampenstellung kaum hörbar. Das Pfeifen des schnell rotierenden Farbrades unterdrückte das Gehäuse im Test vorbildlich. Die Blende des Mitsubishi werkelte komplett geräuschlos.

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