Action-Rollenspiel

Mass Effect Andromeda im Test: Ein gewagtes Unterfangen

Mass Effect Andromeda erweitert die in sich abgeschlossene Trilogie. Im Test muss das Action-Rollenspiel unter Beweis stellen, dass das funktioniert.

  1. Mass Effect Andromeda im Test: Ein gewagtes Unterfangen
  2. Mass Effect Andromeda im Test: Umfang, Kämpfe, Fazit
Mass Effect Andromeda im Test

© EA

Mass Effect Andromeda im Test
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EUR 28,98

Pro

  • Umfang
  • Grafik
  • Story
  • Dialogsystem
  • Charaktere

Contra

  • Animationen
  • Kämpfe
  • Deutsche Synchronisation

Fazit

Mass Effect Andromeda ist trotz mancher Patzer ein wirklich tolles Spiel geworden.
Gut

Die Mass Effect Trilogie war in sich abgeschlossen, ein Mass Effect Andromeda war eigentlich gar nicht möglich. EA aber will es nochmal wissen und lässt Spieler erneut ins Mass Effect Universum abtauchen – unabhängig von der Handlung der ersten Teile. Ob das gelingt?

Mass Effect Andromeda muss im Test nicht nur zeigen, dass es ein gutes Spiel ist. Nein. Es muss auch unter Beweis stellen, dass es eigenständig funktioniert, unabhängig von der Storyline der ursprünglichen Mass Effect Trilogie. Und dafür greifen EA und Bioware zu einem Trick. Commander Shepard? Nicht mehr da. Die Milchstraße? Ganz weit weg. Wie bitte?

Mass Effect Andromeda im Test: Story und Co.

Eine einfache Fortsetzung war nach der Mass Effect Trilogie einfach ausgeschlossen. Daher hat man sich bei Bioware einen Kniff überlegt. So knüpft man an die sogenannte Andromeda Initiative aus Mass Effect 2 an, die vier Raumschiffe auf den Weg schickt, neue Lebenswelten für die Menschheit zu finden. Doch nur eine der vier Archen kommt nach 600 Jahren im Kryoschlaf am Ziel – dem Heleus-Cluster – an. Und dann muss man auch noch feststellen, dass die Raumstation Nexus ziemlich heruntergekommen ist, die aktuellen Bewohner des Clusters die Fremden wenig freundlich empfangen und feindselige Aliens, unbewohnbare Planeten sowie ein Mangel an Ressourcen das Leben nicht gerade erträglich machen. Hinzu kommt, dass eine Rückkehr in die Milchstraße ausgeschlossen ist. Es gibt also nur einen Weg. Nach vorn.

Mass Effect Andromeda im Test

© EA

Mass Effect Andromeda schafft es überraschend gut, den Neuanfang zu inszenieren. Man sehnt sich kaum zurück zu alten Zeiten mit Captain Shepard und seiner Crew. Dafür sorgen auch die teils absurd außerirdisch wirkenden Welten. Fantastische lila Wälder, bedrohliche Lichtstimmungen und fliegende Aliens lassen den Spieler wissen: Ja, die Milchstraße ist wirklich verdammt weit weg ...

Mass Effect Andromeda: Die Sache mit den Animationen ...

Mass Effect Andromeda setzt, wie beinahe jeder EA-Titel, auf die Frostbite-Engine von DICE. Zwar scheint es sich dabei nicht um die aktuellste Version der Engine zu handeln, doch grafisch kann man dem Spiel kaum etwas ankreiden. Scharfe Texturen, gute Beleuchtung, realistische Schatten. Das einzige, was Mass Effect Andromeda wirklich nicht gut hinbekommen hat, das sind die Animationen – vor allem die von Gesichtern. Eigentlich war das bisher ein Markenzeichen der Serie.

Umso enttäuschender, dass viele Gesichter leblos wirken, teilweise unfreiwillig komische Grimassen ziehen. Das stört die Atmosphäre und raubt dem Spiel Authentizität. Bioware gab mittlerweile bekannt, dass die Zuständigkeit für Animationen an ein anderes Entwicklerstudio ausgelagert wurde. Dennoch: Die Gesamtverantwortung für das Projekt lag bei Bioware. Und so muss sich das Studio auch die Kritik gefallen lassen. Abseits der Animationen gibt es aber wirklich nur wenig zu mäkeln. Klar, manche Planeten erinnern an die aus den ersten Teilen. Das ist aber durchaus okay so, denn schließlich ist man ja auf der Suche nach Gegenden, die ein potenzielles Zuhause sind. Was nutzt einem da schon eine wunderschöne, aber hochgefährliche Alien-Welt?

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