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Surround-Lautsprecher-Set

Magnat Tempus im Test

Die Magnat Tempus Serie richtet sich an HiFi- und Heimkino-Fans. Wie kann das Surround-Lautsprecher-Set im Test überzeugen?

Magnat Tempus

© Magnat

Das Surroundsound-Set Tempus von Magnat ist im Handel für ca. 1830 € erhältlich.

Pro

  • Frische, kraftvolle Spielweise
  • Zünftige Special-Effects

Contra

  • Verarbeitung in einigen Details nur befriedigend

Fazit

video Magazin Testurteil: gut; Preis/Leistung: sehr gut
67,0%

Mit der Tempus-Serie möchte Magnat Einsteigern zünftigen Klang bieten. Die neue Baureihe richtet sich sowohl an HiFi- als auch an Heimkino-Freunde. Die Preise der Komponenten liegen dicht beisammen, ganz unabhängig von der Größe der Box. Der Aufpreis für die in den Front-Kanälen eingesetzten Standboxen Tempus 77 gegenüber den hinteren Regal-Lautsprechern Tempus 33 beträgt nur 60 Euro. 

Die Minis kosten 280 Euro, die knapp über einen Meter hohe 77er gerade mal 330 Euro pro Stück. Für den Tempus Center 22 verlangt Magnat 160 Euro. Und selbst der immerhin 16,3 Kilo schwere Subwoofer ist schon für 450 Euro zu haben. Macht in der Summe 1830 Euro.

Dafür machen die sechs Rheinländer optisch einiges her. Zwar hüllen sie sich wie in dieser Klasse üblich in Folienfurnier und was um die Membranen herum silbrig glänzt, ist kein Metall. Aber die Kanten sind gerundet und die Verarbeitung wirkt von kleinen Details wie den Standfüßen abgesehen, vertrauenserweckend, auch wenn die Designer hier etwas effekthascherisch zu Werke gingen.

Wem die silbernen Kunststoffkörbe und die ebenfalls auf Metall getrimmte Montageplatte des Kalotten-Hochtöners zu dick aufträgt, der kann die Chassis-Technik hinter Steck-Blenden verbergen. Das Flaggschiff der Serie hat dabei freilich den stattlichsten Auftritt, der von den Kunststoffbrücken für die Spikes genauso unterstützt wird wie der sichere Stand.

Die 3-Wege-Konstruktion vertraut auf Bassreflex-Unterstützung und wurde wie bei Magnat schon seit langem üblich mit Hilfe der bewährten Klippel-Software optimiert. Die Schwerpunkte lagen dabei auf hoher Belastbarkeit und maximal möglicher Präzision über den gesamten Übertragungsbereich. 

Diese Ziele wurden nach unseren Messungen allesamt erreicht: Mit 104 dB maximalem Schalldruckpegel liefert die Tempus 77 eine Menge Dampf füs Geld und überzeugt gleichzeitig mit Verzerrungen, die so niedrig sind, dass sie erst bei 100 dB über der Messgrenze liegen. Daran hat offensichtlich das Gehäuse mit seinem tadellosem Zerfallsspektrum Anteil. Resonanzen, die zu Kolorationen führen können, klingen also schnell ab.

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Auch die Rears und der Center zeigen ähnlich gute Werte in den Disziplinen, auf denen es den Entwicklern um Shandro Fischer besonders ankam. Der Tempus Center 22 schaffte gar einen Maximalpegel von 108 dB, was locker reicht, um sich mit seinem neuen Heimkino bei den Nachbarn bemerkbar zu machen – schließlich zielt diese Preisklasse nicht unbedingt auf Hausbesitzer.

Die Leistungen der günstigen Boxen beeindrucken umso mehr, als die Konstrukteure hier nicht mit teuren Gehäusen oder exotischen Treibern klotzen konnten. Vielmehr feilten sie mithilfe ihrer CAD-Technik am PC so lange an jedem Detail, bis sich ein beeindruckendes Ergebnis einstellte. 

Die Bassreflex-Rohre sind als sogenannte Airflex Ports ausgelegt. Hinter der Magnat-Idee stehen Röhren, die mit ihren beidseitigen Rundungen zu reduzierten Strömungsgeräuschen führen sollen. Was die Treiber selbst betrifft, gibt es solide Hausmannskost: In den Hochton-Sektionen der fünf Lautsprecher verwendet Magnat eine 2,5-cm-Textil-Kalotte mit kräftigen Neodym-Magneten. 

Mittels Wave-Guide gelang es Magnat, das Abstrahlverhalten des Hochtöners im Übergangsbereich zu den Mittel- (Tempus 77) beziehungsweise Tiefmitteltönern (Tempus 33/Tempus Center 22) für einen gleichmäßigen Übergang auch außerhalb der Achse anzupassen. 

In den Standboxen verwenden die Entwickler 17-cm-Koni mit beschichteten Papiermembranen (zwei für den Bass, einer für die Mitten), während in den als 2-Wege-Boxen ausgelegten Rears und dem Center ein 17er- beziehungsweise zwei 13er-Tief-Mitteltöner arbeiten.

Der 120 Watt Sinus starke Aktiv-Subwoofer unterstützt die anderen mit seinem mächtigen 30-cm-Tieftöner, der ebenfalls eine Membran aus beschichtetem Papier besitzt. Die Vorstellung des gesamten Tempus-Teams war auf jeden Fall nicht aus Pappe. 

Sehr lebendig inszenierte das 5.1-Set Filmton mit einer weit nach oben reichenden, stabilen Abbildung. In dieser Disziplin blieb Magnat wie in der Bass-Präzision etwas hinter Canton zurück, aber bei der Impulsivität und dem platzpatronenartigen Timing von Schüssen war das Set Spitze.

Irre Lautstärken ließen sich ganz locker ohne Zeichen von Überforderung erreichen. In Stereo lieferten die beiden Tempus 77 nicht das Maximum in Sachen Neutralität von Stimmen. Dafür gefielen die große Bühnenabbildung, die Transparenz und die hohe Spielfreude.

Teststiegel Magnat Tempus 5.1 Set 08-2017

© PC Magazin

Teststiegel Magnat Tempus 5.1 Set 08-2017

Fazit

In der Klasse unter 2.000 Euro hat Magnat mit Tempus jetzt ein heißes, vielseitiges Eisen im Feuer – für Film und Musik.

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