Testbericht

Magix Samplitude 10

Samplitude 10 von Magix ist eine Musik-Software mit kaum zu toppenden Optionen. Wer sich für das Programm entscheidet, muss akzeptieren, dass das Arbeiten mit einer solchen Hybrid-Engine nach einem Rechnerplatz mit passender Peripherie verlangt.

Magix Samplitude 10

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Magix Samplitude 10

Samplitude 10 von Magix ist eine hochprofessionelle Musik-Software mit kaum zu toppenden Optionen. Wer sich für das Programm entscheidet, muss allerdings akzeptieren, dass das Arbeiten mit einer so ausgefeilten Audio-Hybrid-Engine nach einem Rechnerplatz mit der entsprechenden Peripherie verlangt. Absolutes Muss: Ein großer Monitor, ab 20 Zoll aufwärts oder besser gleich zwei davon. Nur so ist sichergestellt, dass man sich mit den verschiedenen Arbeitsfenstern parallel und ausreichend ausbreiten kann. Andernfalls wird der ganze Spaß schnell zum Nerv tötenden Fummelkommando, insbesondere im Aufnahme- und Editier-Modus. Ein 20-Zoll-Bildschirm ermöglicht im Mix-Modus einen guten Überblick auf immerhin mindestens 16 Audio-Spuren. Wer seine Sessions mit Samplitude fährt (live oder Midi), braucht natürlich die entsprechenden Plugins und Soundkarten-Zugänge für Mikro, Keyboard usw. Gute, neutrale Nahbereichsboxen verstehen sich von selbst.

Bemerkenswert: Die Entwickler von Samplitude sind ganz offensichtlich der Prämisse gefolgt, alles, was ein echtes hochprofessionelles Musikstudio ausmacht, möglichst detailgenau zu adaptieren. Insbesondere die Mixer-Sektion ist mit ihren Reglern und Knöpfen dem klassisch-physischem Mischpultdesign so perfekt nachempfunden, dass man geneigt ist, sogar die Anschaffung eines großen Touchscreen-Displays in Erwägung zu ziehen. Samplitude 10 ist definitiv etwas für Fortgeschrittene, Multisolisten oder Profi-Produzenten. Einschlägige Studio-Erfahrungen mit sowohl analogem als auch digitalem Equipment sind die Voraussetzung für ein kreatives, professionelles Arbeiten mit dieser komplexen Software. Gute technische und praktische Informationen liefern das ausführliche Handbuch und die Website.
Magix Samplitude 10: virtuelles Mischpult

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Samplitude 10 bietet ambitionierten Hobbymusikern unter anderem ein professionelles Mischpult.

Samplitude 10 bietet für den professionellen Normalfall eigentlich alles, was das Herz begehrt, inklusive Mastering-Tool. Das noch teurere Samplitude 10 pro übertrifft all diese Leistungen und Optionen fast bis ins Uferlose - zum Beispiel statt 64 jetzt 999 Tracks. Samplitude 10 Master dagegen ist ein respektables kleines Reinzeichnungsstudio für Highend-Editing und Redbook-Mastering inklusive drei Overdub-Spuren. Leider hat diese Produktfamilie keine modulare Struktur, die einem den Entschluss zum Einstieg - mit Option auf späteren Ausbau - in die Welt von Samplitude leichter machen würde.

Quick-Info

Magix Samplitude 10
Magix
ca. 500 Euro

www.magix.de

Weitere Details

90 Punkte

Fazit:Wer Musikaufnahmen professionell bearbeiten möchte, erhält mit Samplitude ein leistungsfähiges, mit Funktionen voll gestopftes Tool. Allerdings benötigt man eine längere Einarbeitungszeit und am besten zwei große Monitore. Dann sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Die einfache Bedienung und die übersichtliche Aufteilung des Programms erleichtern und beschleunigen die Arbeit mit und an Videos. Die Probleme unter Vista und bei der Arbeit mit Blu-ray trüben den sonst sehr guten Eindruck des Programms.

5/5
sehr gut
Preis/Leistung
gut

Und noch eine Anmerkung: Wer seine Aufnahmen und Audiobearbeitungen zu Hause macht, ist mit Samplitude 10 bestens bedient. Wenn aber die Plattenfirma plötzlich zusätzliche Overdubs mit einem angesagten Trompeter in L.A. verlangt oder mit den besten Streichern aus Wien, dann fängt der Stress an. Denn Samplitude ist kein internationaler Studio-Standard wie etwa Pro-Tools.

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