Testbericht

Linux-Distribution: SuSE holt auf

Seine neuste Linux-Distribution, Version 8.0, bietet SuSE wie gewohnt in zwei Varianten an: Die Personal Distribution für 49,90 Euro richtet sich vor allem an Windows-Umsteiger und Heimanwender. Die Professional Edition wartet mit zusätzlichen Programmen wie speziellen Entwicklungswerkzeugen oder Cluster-Lösungen auf und wendet sich an den Office- Anwender. Der folgende Testbericht bezieht sich auf die Professional- Variante.

Linux-Distribution: SuSE holt auf

© Testlabor Printredaktionen

Linux-Distribution: SuSE holt auf

Den Lieferumfang hat SuSE im Vergleich zu den Vorgängerversionen reduziert: Statt fünf finden sich nur noch drei Handbücher im Paket; die Anzahl der Datentreiber blieb mit sieben CDROMs und einer DVD gleich. Die Handbücher können durch Übersichtlichkeit und guten Stil überzeugen: So begleitet das Basis-Handbuch den Anwender durch die Installation und Konfiguration von SuSE Linux 8.0 und geht kurz auf klassische Anforderungen wie Shell- und KDE-Know-how ein. Wer Detailtiefe sucht, findet diese im Referenz-Handbuch, das mit gut 500 Seiten das dickste Manual ist. Hier werden komplexe Themen wie die Kernelund Bootkonfiguration abgehandelt.

Das dritte Handbuch (Programme) stellt einen Wegweiser für den Einsatz von gängigen Anwendungen wie StarOffice 5.2, Acrobat Reader, Konqueror und GIMP dar.

Komfortable Installation

In Version 8.0 hat SuSE die Installation deutlich verbessert. Eine CD-ROM und drei Mausklicks genügen für eine komplette Standardinstallation. Optional lässt sich die Konfiguration manuell durchführen. Dies ist etwa notwendig, wenn eine vorhandene Windows-Partition zunächst verkleinert werden soll. Für alle FAT-Varianten von Windows liefert SuSE ein entsprechendes Tool mit aus, das eine einfache Repartitionierung ermöglicht. Ein Eingriff ist auch dann notwendig, wenn als Dateisystem nicht das Reiser-FS verwendet werden soll, sondern beispielsweise EXT2 oder EXP3 oder eines der gängigen Journaling- FS.

Vor Abschluss der Installation versucht SuSE Linux 8.0, die im System vorhandene Hardware zu erkennen. Hier wurde das Spektrum der zu erkennenden Geräte erneut erweitert - auch Scanner am USB-Port gehören dazu. Alternativ zur automatischen Erkennung kann der Anwender die Definition der Geräte selbst vornehmen.

YaST2 und KDE 3.0

Über YaST2 lassen sich zahlreiche Konfigurationen und Einstellungen am System vornehmen. Geräte wie Drucker, TV- oder ISDN-Karten sucht und konfiguriert YaST2 automatisch. In Version 8.0 hat SuSE YaST2 um nützliche Funktionen erweitert: So lassen sich Backups des gesamten Systems anfertigen und Regeln in der Firewall verwalten. Nur im Textmodus ist die Bedienung des Programms etwas umständlich. YaST1, den Vorgänger von YaST2, sucht man bei SuSE Linux 8.0 vergebens. Abgerundet wird SuSE 8.0 durch KDE 3.0. Der brandneue Desktop überzeugt durch seine Übersichtlichkeit und einfache Steuerung. Umsteiger aus der Windows-Welt finden sich schnell mit Linux zurecht.

http://www.suse.de

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