UHD-Fernseher

LG 55UF7709 im Test

Der LG 55UF7709 beeindruckt im Test mit gelungenem Design, guten Blickwinkeln und harmonischem Bild. Lesen Sie hier den vollen Testbericht zum 55-Zoll-TV mit Ultra-HD.

LG 55UF7709

© LG Electronics

LG 55UF7709

Pro

  • isf-Kalibration
  • guter Blickwinkel
  • vorbereitet für DVB-T2 (HEVC)
  • geringer Stromverbrauch

Contra

  • kein 3D

Fazit

Der LG 55UF7709 besticht durch ein äußerst harmonisches naturgetreues Bild mit weiten Blickwinkeln, das allein ein tieferes Schwarz vertragen könnte. Mit der tollen Bedienphilosophie machen die neuen Medien richtig Spaß.
Hervorragend

Die Koreaner von LG sind Pioniere in Sachen Ultra-HD. Von ihnen stammte das erste Panel, das seinen Weg in ein Verkaufsprodukt fand. Damals war ohne verfügbaren UHD-Content das Argument für die höhere Auflösung, dass endlich 3D-Blu-rays mit den leichten Polarisationsbrillen flimmerfrei mit hoher Leuchtkraft ohne Schärfeverlust angeschaut werden konnten. Erstaunlich, dass gerade dieses Feature beim LG 55UF7709 weggelassen wurde. Dadurch wird er aber zum echten Schnäppchen, denn alternativ kostet das Modell LG 55UF7709, das zusätzlich die dritte Dimension bietet, fünf Hunderter mehr.

Für moderne Menschen, die mehr als nur fernsehen wollen, nimmt LG momentan die Führungsposition bei der Bedienergonomie ein. Letztes Jahr wurde das Betriebssystem WebOS gestartet, dieses Jahr läuft es rund und zügig. Das ganze System ist ausgelegt auf Mausbedienung, die Steuerung übernimmt die neue Magic Remote. Sie setzt Bewegungen der Hand in einen Cursor auf dem Bildschirm um und nimmt Sprachbefehle entgegen. Und sie wurde jetzt trotz ihrer Leichtigkeit um alle entscheidenden Drücker erweitert, die es zum klassischen Fernsehen braucht: Zehnertastatur, Farb- und Laufwerkstasten. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist man vor allem bei digitalen Zusatzdiensten mit ihr deutlich schneller am Ziel als mit den alten Pfeiltasten.

LG Fernbedienung

© LG Electronics

Die Fernbedienung des LG 55UF7709 deckt als Kombination aus Gyro-Maus, Mikrofon und klassischen Tasten alle Bedienwünsche sehr komfortabel ab.

Bei der Hardwareausstattung nähern sich aktuelle TV-Modelle immer mehr an. Drei HDMI-Buchsen sind Pflicht, genauso wie USB, wo einmal die stromstarke 3.0 gewählt wird. Netzwerk und WLAN binden die Geräte an die digitalen Medien an, die Geräte von Analogfreunden finden Anschluss über Scart, Komponente oder Video - aber alles nur einfach. CI-plus 1.3 für Pay-TV ist genauso üblich wie ein Kopfhörerausgang und der optische Digitaltonanschluss. Da der Betrieb von Kopfhörern offenbar wirklich nachgefragt wird, baute LG eine getrennte Lautstärkeregelung ein.

Softwaretechnisch ist LG mit Miracast, DLNA-Client und natürlich der Aufnahmefunktion von Free-TV auf eine externe USB-Fesplatte im grünen Bereich. Dank modernen Decoderchips stellt LG sogar den Empfang von Ultra-HD-Sendern über Sat und HDTV-Sendern über DVB-T2 in Aussicht - wenn sich die Normen technisch so entwickeln, wie es sich aktuell herauskristallisiert.

Bild und Ton

Dafür, dass der LG offensichtlich vom unteren Bildrand her, der sehr warm wird, mit LED-Licht hinterleuchtet wird, ist seine Ausleuch tung der oberen Hälfte exzellent. Nur unten hapert es. Das lokale Dimmen beschränkt sich logischerweise auf ein paar vertikale Streifen und arbeitet dafür gut. Trotzdem ist der mäßige Schwarzwert größter Kritikpunkt. Im Shootout zum dunklen Samsung und dem pechschwarzen Panasonic fällt das gut auf. Das ändert sich, wenn man das Bild aus nur seitlichem Blickwinkel betrachtet. Dann werden die Gesichter der Konkurrenten blass - vor Neid auf das IPS-Panel.

Messwerte Bildqualtät

© video-magazin

Aus dem Messlabor

Was die restlichen Parameter eines perfekten Bildes betrifft, gibt LG sich keine Blöße. Zeigte der Farbraum unseres Musters nach dem Auspacken noch messtechnische Abweichungen vom Standard, können diese durch einen Fachmann mit isf-Kalibratorenlizenz bis aufs Feinste nachkorrigiert werden - genauso wie Gammakurve und Grautreppe. Ein Mittelklasse-TV mit professionellen Ambitionen also.

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Stellt man den Farbraum auf "nativ", zeigt sich kaum eine Erweiterung. Die superbunten Farben zukünftiger UHD-Medien wird der LG genauso herunterrechnen müssen wie die anderen Teilnehmer dieses Tests. Ähnlich verhält es sich mit HDR. Die Maximalbrillanz des schön sparsamen Panels ist eingeschränkt. Dafür ist eine ein "A+" beim Energielabel für UHDTVs ungewöhnlich gut.

Lesetipp: Optimale Einstellungen für LG-TVs

Dass unsere Ultra-HD-Zuspielungen mit 60Hz und glasklaren messerscharfen Bilddetails einem den Atem verschlagen, daran haben wir uns schon fast gewöhnt. Außer der hohen Leuchtstärke des Panasonic nehmen sich die Kandidaten diesmal recht wenig. Aber die Mittelklasse hat auch beim Upscaling und der Bildverarbeitung aufgeholt. Hier leistet LG weitaus sauberere Arbeit als letztes Jahr. Wer auf 3D verzichten kann, bekommt viel fürs Geld.

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