Testbericht

LG 42LW650S im Test: Der Offenherzige

Der LG 42LW650S ist ein 3D-LCD-TV mit 200-Hetz-TruMotion-Technologie. Wie der 42-Zöller sich mit der aktuellen Firmware-Version schlägt, zeigt der video Test.

LG 42LW650S

© Video Homevision

LG 42LW650S

Pro

  • liest viele Videoformate
  • gute Mediendienste
  • geschickte Handy-App

Contra

  • einige SD-Streams sind nicht bildfüllend

Der LG 42LW650S sorgte schon im ersten Test im Mai 2011 für Furore: als schicker 3D-Fernseher mit nagelneuer Polarisationstechnik. Die Koreaner hatten dazu sogar ein neues Panel entwickelt, denn die Technik ist in der Fertigung sehr anspruchsvoll.

Bei der Software des LG 42LW650S haperte es allerdings noch. Etliche Software-Versionen später (3.06.06 bis 3.07.08) hat sich einiges geändert. Grund genug für uns, den Fernseher noch einmal über den Test-Parcours zu schicken.

Unsere Bilanz

An der Hardware-Ausstattung hat LG freilich nichts geändert: 3D-Technik, 200 Hertz TruMotion (100-Hertz-Technik mit 100 Hertz Backlight Blinking) und reichlich Anschlüsse.

Die Neuerungen beziehen sich vorrangig auf die Smart-TV-Funktion des LG 42LW650S. Der versprochene Browser ist nun auch an Bord. Er arbeitet recht flott und bringt für aufwendige Webseiten auch einen echten Mauszeiger mit, der sich wahlweise per Cursor-Kreuz der Fernbedienung oder über den Touchscreen eines Smartphones steuern lässt.

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Auch in der App-Galerie und den Premium-Diensten hat der LG 42LW650S ordentlich zugelegt. So ist als weitere Online-Videothek neben Maxdome noch Viewster dazugekommen.

LG 42LW650S

© Video Homevision

Der LG-Steuerstab liegt wegen seiner ergonomischen Form gut in der Hand. Die Drücker sind logisch angeordnet, verschieden groß und sogar beleuchtet.

LG hat jedoch nicht alle Vorhaben realisiert. Die Aufnahmefunktion und HbbTV sind noch nicht dabei. Bei der Bedienung ist alles beim Alten geblieben: Das riesige Home-Menü des LG 42LW650S ist mit den vielen bunten Bildern hübsch gestaltet, könnte aber manchen Zeitgenossen überfordern.

HDMI-CEC funktioniert in dieser Gerätegeneration nun auch mit der PlayStation 3, verweigerte allerdings die Zusammenarbeit mit dem bei anderen Herstellern kompatiblen HD-Plus-Receiver TechnoTrend S 835 HD+.

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Gelungenes Bild

Der LG 42LW650S bot eine gelungene Bild-Vorstellung. Beim 3D-Bild gefiel er mit geringem Übersprechen von einem Auge ins andere. Bei Zuspielungen vom Blu-ray-Player sorgte die Bildverbesserungsschaltung "TruMotion" in der Einstellung "hoch" für wolkige Muster und sollte daher feiner eingestellt oder abgeschaltet werden. Der Schwarzwert war auf Top-Niveau.

LG 42LW650S

© Video Homevision

Durch seinen schnurgeraden Farbtemperaturverlauf lässt der LG bei jeder Graustufe Farben intensiv erscheinen. Das Normdreieck trifft er fast perfekt, nur die Farben Gelb, Magenta und Cyan liegen etwas daneben.

Smarte Nachrüstung

Wer mit den Smart-TV-Diensten wie Apps, Internet-Surfen, per USB Fotos anschauen und mit DLNA-Mediendiensten liebäugelt, aber noch einen TV ohne Netzwerk-Funktionen besitzt, dem kann mit der ST600 von LG geholfen werden: Die kleine, 130 Euro teure Box wird einfach ans Netzwerk an- gedockt oder ins WLAN eingebucht und versorgt einen per HDMI verbundenen Fernseher mit diesen Multimedia-Inhalten.

Dabei greift die Box auf die gleichen Dienste zu wie ein LG-Fernseher, sei es die App-Galerie oder Premium-Portale. Der Zugriff auf die Online-Videothek Maxdome lässt sich so einfach nachrüsten. Die Bedienung erfolgt per mitgelieferten Geber.

Download: Tabelle

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