Lego-Roboter

Kreativbaukasten MINDSTORMS EV3 im Test

LEGO bietet mit dem MINDSTORMS EV3 nicht nur einen per Smartphone steuerbaren Roboter sondern auch eine zuschnappende Schlange und vieles mehr. Sogar eigene Robotik-Ideen werden dank grafischer Programmierung zum Kinderspiel.

Kreativbaukasten MINDSTORMS EV3

© Lego

Kreativbaukasten MINDSTORMS EV3

Viele glauben immer noch, LEGO sei nur etwas für Kinder. Wer aber das seit September lieferbare Robotik-Set MINDSTORMS EV3 genauer betrachtet, staunt im wahrsten Sinne des Wortes Bauklötze:

Der für 350 Euro lieferbare Baukasten bietet fantastische Spielmöglichkeiten und einen kinderleichten Einstieg in die Programmierung von Robotern. EV3 steht dabei für Evolution und die dritte Generation; der erste LEGO-Roboter erblickte vor 15 Jahren das Licht der Welt und die zweite Generation startete 2009 als MINDSTORMS NXT 2.0. Für das schnelle Erfolgserlebnis ist auch gesorgt:  

Sensoren

© Peter Pernsteiner

Zur Verbindung des Tastsensors (rechts) und des im Bild bereits angeschlossenen Infrarot-Empfängers (links) dienen Flachkabel mit RJ12-Stecker.

Die über lego.com/mindstorms kostenlos abrufbare PC-Software LEGO MINDSTORMS EV3 Home Edition beinhaltet umfassende interaktive Bedienungsanleitungen für fünf Grundmodelle und diverse weitere  Roboter.

Sie hilft Schritt für Schritt beim Zusammenstecken der LEGO-Steine, Sensoren und Motoren. So entsteht beispielsweise ein Raupenfahrzeug mit rotierendem Arm, das per Infrarotsender navigiert wird.

Und damit es richtig Spaß macht, kann die Innenseite der Verpackung zu einem 88 cm x 48 cm großen Geschicklichkeits-Parcours aufgeklappt werden. Die Aufgabe besteht nun darin, schnellstmöglich vier Autoreifen wegzuräumen und die darunter liegenden Farbpunkte mit dem Fotosensor des Fahrzeugs zu erfassen.

Aber Vorsicht: Wird die dicke rote Begrenzungslinie überfahren, trötet es laut und es gibt Punkteabzug. Ist der letzte Farbpunkt erfasst, bleibt der Countdown-Zähler im Display stehen. Ring frei für die nächste Runde dieser völlig neuen Dimension der Familienspiele.

Geschicklichkeits-Parcours

© Peter Pernsteiner

Geschicklichkeits-Parcours: Per Infrarot wird ein Raupenfahrzeug mit rotierendem Arm auf einem Plan navigiert, um Reifen wegzuräumen. Die zum Vorschein kommenden Checkpoints müssen angefahren und von einem Farbsensor erfasst werden.

Steuerung per Smartphone

Weiteren Spielspaß bringt die kostenlose MINDSTORMS Commander-App für iPhones und Android-Geräte. Sie ermöglicht die bequeme Fernsteuerung per Bluetooth und löst per Fingertipp oder Spracherkennung verschiedene Fahr- und Bewegungsbefehle aus.

3D Builder App

© Peter Pernsteiner

Für Tablets gibt es eine kostenlose App mit interaktiven Aufbauanleitungen in 3D-Ansicht. Per Fingerbewegung lässt sich das Modell in jeder Bauphase individuell zoomen und drehen.

Wer seine Modelle nicht am PC, sondern direkt auf dem Teppichboden zusammenbauen will, kann im iPad oder Android-Tablet die kostenlose 3D Builder-App installieren. Sie enthält interaktive Anleitungen mit beliebig Zoom und drehbaren Bildern.

Das zentrale Herz des Baukastens mit 600 Teilen ist ein 11,1 cm x 7,2 cm x 4,4 cm großer intelligenter LEGOStein mit Display, Lautsprecher, sechs Bedientasten und diversen Schnittstellen. Versorgt wird er von sechs AA-Batterien oder -Akkus.

Vielseitige Motoren

© Peter Pernsteiner

Vielseitige Motoren: Zum Set gehören ab Werk ein 72 mm kurzer Motor (rechts außen) und zwei wesentlich kräftiger konstruierte Motoren (einer davon links daneben).

Zur Klick-Verbindung mit den anderen LEGO-Teilen hat er 32 große Löcher. Als Schnittstellen sind links ein microSD-Slot und eine Standard-USB-Buchse, oben eine Mini-USB-Buchse zum PC-Anschluss sowie vier Ports für Motoren vorhanden. Unten gibt es vier Ports für Sensoren.

Zur Verbindung mit Motoren und Sensoren liegen Flachkabel bei. Für Bewegung sorgen ein Kompaktmotor sowie zwei 10,8 cm lange Motorarme mit großen Radfelgen. An Bord sind ein ARM9-Prozessor und ein Linux-Betriebssystem.

Der neue EV3 ist sechsmal so schnell wie sein Vorgänger, die Speicherkapazität wurde mehr als verhundertfacht. Die Programmierung erfolgt vom PC aus via USB oder Bluetooth. An die USB-Buchse lässt sich ein WLAN-Dongle anstecken oder eine Reihen-Verbindung zu ein bis drei weiteren EV3-Bausteinen für den Bau komplexerer Robotersysteme. Das Display zeigt Bilder und Texte an und dient der Programmauswahl oder Einstellung von WLAN und Bluetooth.

Fazit

Mit dem neuen MINDSTORMS EV3 ist LEGO endgültig im vernetzten Heim angekommen. Der Roboterbaukasten ist unglaublich flexibel und macht richtig Spaß. Es lassen sich auch beliebige eigene Roboter erfinden - eine sehr anschauliche grafische PC-Programmier-Software hilft dabei.

Bildergalerie

Roboter Lego Mindstorm EV3
Galerie
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