Testbericht

Leica V-Lux 1

Mit guter Bildqualität, Top-Ausstattung und guter Handhabung holt die 820 Euro teure Leica V-Lux 1 den Testsieg Megazoom. Eine etwas bessere Bildqualität bietet die Fujifilm S6500fd, der allerdings ein mechanischer Bildstabilisator fehlt. Wem die Leica zu teuer ist: etwa 300 Euro günstiger ist die nahezu baugleiche Panasonic Lumix DMC-FZ50.

  1. Leica V-Lux 1
  2. Datenblatt
Leica V-Lux 1 Vorderseite

© Archiv

Leica V-Lux 1 Vorderseite

Stolze 820 Euro kostet die Leica-Variante der Panasonic Lumix DMC-FZ50 mit 10 Megapixeln. Den optischen Bildstabilisator schaltet der Fotograf per Taste zu. Er ist ein klarer Pluspunkt gegenüber den beiden Fujifilm-Megazoom-Modellen. Der ebenfalls kleine 2-Zoll-Monitor punktet mit einen großen Bewegungsspielraum: Der Fotograf kann ihn nicht nur ausklappen, sondern auch um 360 Grad verdrehen. Bei zu starkem Sonnenlicht sorgt ein mit 235 000 Bildpunkten hochauflösender Sucher für Durchblick. Irritierend: Sobald der Monitor ausgeklappt ist, lässt sich der Sucher nicht mehr aktivieren.

Leica V-Lux 1 Rückseite

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Über die "Function"-Taste hat der Fotograf einen Schnellzugriff auf wichtige Einstellungen, ohne das Menü bemühen zu müssen.

Das Zwölffachzoom startet im Unterschied zu dem der Fujifilm-Kameras erst bei einer Brennweite von 35 mm und bietet somit keine echte Weitwinkelbrennweite. Dafür beträgt der maximale Telewert 420 mm. Ein Schalter am Objektiv verändert die Fokussierungsart zwischen Autofokus und manueller Fokussierung, den eine Lupe unterstützt. Diese vergrößert den zu fokussierenden Part stark, so dass der Fotograf sicher die Schärfe bestimmen kann. Neben den üblichen Belichtungsprogrammen hat die Leica V-Lux 1 die "CSTM"-Einstellung, die bis zu drei persönliche Modi speichert. Um den professionellen Eindruck zu verstärken, speichert sie die Bilder auch wahlweise im RAW-Format. Die Bildqualität entspricht erwartungsgemäß weitgehend dem guten Ergebnis der Panasonic Lumix DMC-FZ50 mit niedrigem Rauschen auch bei ISO 400, aber auch einer vergleichsweise stark nachlassenden Auflösung bei ISO 400 - hier zollt die Leica dem starken Rauschfilter Tribut. Im Vergleich schneiden die 6-Megapixel-Fujifilm-Kameras bei ISO 400 in den Ecken etwas besser ab.

Die Leica beweist mit einer Einschaltverzögerung von einer Sekunde die schnellste Einsatzbereitschaft im Test und bietet den stärksten Blitz mit Leitzahl 9. Bei der Auslöseverzögerung ist sie dagegen nur Mittelmaß.

Leica V-Lux 1 Auflösungsdiagramm

© Archiv

Leica V-LUX 1

HerstellerLeica
Preis710.00 €
Wertung69.5 Punkte
Testverfahren1.4

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