Testbericht

LCDs von Sony und Toshiba im Test

Mit FullHD haben TV- und Blu-ray-Fans gut lachen: Die Diagonalen wachsen - die Preise sinken. Nun nähern sich LCDs um 40 Zoll bei den Premium-Herstellern der 1000-Euro-Schallmauer. Und Sie sehen richtig gut aus. Wie gut sind sie wirklich?

  1. LCDs von Sony und Toshiba im Test
  2. Teil 2: LCDs von Sony und Toshiba im Test
Test TV & Beamer - Fernseher

© Archiv

Test TV & Beamer - Fernseher

Mit FullHD haben TV- und Blu-ray-Fans gut lachen: Die Diagonalen wachsen - die Preise sinken. Nun nähern sich LCDs um 40 Zoll bei den Premium-Herstellern der 1000-Euro-Schallmauer. Und Sie sehen richtig gut aus. Wie gut sind sie wirklich?

Die beiden Design-Boliden im schicken Klavierlack-Outfit auf schlankem Drehfuß machen richtig etwas her. Lediglich das Preisschild lässt vermuten, dass doch das eine oder andere Feature fehlen könnte: Zwar liegen sie mit ihrer unverbindlichen Preisempfehlung noch bei 1.200 und 1.300 Euro - auf einschlägigen Technikseiten im Internet wurden die Testkandidaten bereits für deutlich unter 1.000 Euro gesichtet.Dabei fällt die Ausstattungsliste gar nicht mal mager aus: Zunächst fällt das FullHD-Logo ins Auge, das mit seinen 1080 Bildzeilen alle gesendeten oder eingespielten Signale in voller Auflösung anzuzeigen vermag. Der Toshiba bringt sogar 100-Hertz-Technik mit. Auch mit Empfängern sind sie üppig bestückt. Beide Kandidaten bringen den obligatorischen analogen Empfänger als auch einen DVB- T-Tuner mit. Der Sony zeigt indes digitales Kabelfernsehen an und das auch noch hochauflösend. Als zusätzliches Schmankerl spielt er noch die digitalen Radio-Sender mit ab.

Test TV & Beamer - Fernseher

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Sony KDL-40 S 4000 E

In puncto Anschlüsse lassen die Japaner ebenfalls kaum Wünsche offen: Mit zwei Scartbuchsen, drei HDMI-Buchsen, je einem VGA- und YUV-Eingang können Video-Fans die wichtigsten Gerätschaften andocken. Nur die Datenabteilung fiel dem Rotstift zum Opfer. USB-oder Netzwerk-Anschlüsse sucht der PC-Freak vergeblich. Allerdings verstecken sich noch weitere praktische Funktionen im Bildschirmmenü: Der Sony etwa kann in ein PCBild ein Fernseh-Signal einklinken. Darüber hinaus bringt er neben dem auch bei Toshiba vorhandenen Abschalttimer zusätzlich einen Wecker mit - sehr praktisch in Ein-Zimmer- Appartements.Angesichts des geringen Stromverbrauchs von nur 0,3 Watt im Standby-Modus, ein gelungener Ersatz für den Radiowecker. Die Handhabung der beiden Kandidaten ist insgesamt gut ausgefallen. Die Bedienungsanleitung des Sony könnte wiederum etwas ausführlicher ausfallen. Unfreiwillig komisch geriet gar der Hinweis auf das Anbringen der Kippsicherung, die mit einer "Holzschraube, 4 mm Durchmesser, nicht mitgeliefert" und einer "starken Schnur" am TVStänder festgeschraubt werden solle.

Testprofil

SonyKDL-40 S 4000 E
www.sony.de
1.200 Euro

40-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

67 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Klangkunst

Mit einem knappen Gut im Tontest bescheinigten die Tester vor allem dem Toshiba noch akzeptable Leistungen. Zwar bringt er es mit seinen unter das Panel montierten Lautsprecher noch auf eine erstaunliche Maximallautstärke, insgesamt klingt er aber etwas zu nasal und flach. Immerhin bietet er mit seinem regelbaren Subwoofer-Ausgang die Möglichkeit, den Tieftonbereich anständig aufzupeppen. Der Sony klang vor allem im Hochtonbereich spielfreudiger und räumlicher, harmonische Mitten oder gar tiefe Bässe brachte aber auch er nicht zustande.

Test TV & Beamer - Fernseher

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Toshiba 42 RV 555 D

Besser klappt es im Bildtest: erste Disziplin analoges Kabelfernsehen. Hier überzeugte der Toshiba mit seinen scharf abgegrenzten Konturen und ruhigen Farbflächen. Der Sony wirkte schwammiger und überschärft. Ganz anders verlief der Test bei DVD- und digitalen Kabel-oder Sat-Signalen. Denn in dieser Sparte konnte der Sony auftrumpfen und seinen überlegenen Kontrast und die höhere Schärfe ausspielen. Selbst bei maximal eingestelltem Schärferegler konnte der Toshiba nicht die Detailzeichnung reproduzieren wie sein Konkurrent.

Bei HD-Material führte die hohe Schärfe des Sony jedoch zu größeren Rauschanteilen in feinen Farbverläufen oder Grauflächen. Mit etwas Fingerspitzengefühl ließ sich dieses Manko jedoch im Menü abmildern. Der Landsmann von Toshiba konnte bei Signalen von der Kamera durch seine 100-Hertz-Technik brillieren. Er bildete Schwenks und bewegte Motive präziser ab als der Sony. Bei der Filmwiedergabe schwächelten beide Kandidaten: Schwenks ruckelten deutlich, wobei der Sony die langsamen, der Toshiba die schnellen Bewegungen besser wiedergab.

Testprofil

Toshiba42 RV 555 D
www.toshiba.de
1.300 Euro

42-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

66 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Bildergalerie

Test TV & Beamer - Fernseher
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Schick und erschwinglich

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