Testbericht

Komplettsysteme: Die volle Packung

Als erster Hersteller hat sich 4MBO für den neuen nForce-Chipsatz aus dem Hause nVidia entschieden. Hauptvorteil dieser Lösung ist die integrierte Grafik, die der einer GeForce 2 entspricht und daher um einiges schneller ist als die On-Board-Grafiklösungen anderer Hersteller.
Bei der Konstruktion des Chipsatzes hat nVidia auch die Anbindung der Grafik-Engine an den Speicher im Auge behalten. Im Gegensatz zu normalen Grafikkarten ist bei On-Board-Lösungen kein separater Speicher für die Grafikkarte vorhanden. Stattdessen wird der Hauptspeicher verwendet, was Kosten spart.

Komplettsysteme: Die volle Packung

© Testlabor Printredaktionen

Komplettsysteme: Die volle Packung

Da die Verbindung zwischen Hauptspeicher und Grafikchip für schnelle Grafikkarten zu langsam ist, hat nVidia das so genannte Twin-Bank-Interface entwickelt, das es erlaubt, zwei DDR-Speicherkanäle mit voller Geschwindigkeit zu nutzen. Im besten Fall kann der Grafikchip auf einen eigenen, ungenutzten Kanal zurückgreifen, während der Prozessor den anderen Kanal nutzt. Der Twin-Bank-Technologie entsprechend, finden sich auf dem MS-6373 genannten Mainboard von MSI zwei PC-2100-Speichermodule mit je 128 MByte Kapazität. Als Prozessor steht dem nForce ein Athlon XP 1700+ zur Seite, die zur Zeit zweitschnellste CPU von AMD.

In den Benchmarks zeigt sich, dass der Rechner mit der integrierten Grafik keine Vergleiche mit "echten" Grafikkarten scheuen muss. Mit 2006 Punkten im 3DMark 2001 liegt der e-force etwa auf gleichem Niveau wie ein Athlon-1333-Rechner mit einer GeForce2 MX-400. Im SYSMark 2001 erreicht er mit 169 Punkten ebenfalls ein passables Ergebnis. In den Spieletests kommt der e-force auf Frame-Raten von 49,5 pro Sekunde bei Quake III und 36,2 bei Half-Life. Verglichen mit aktuellen Top-Grafikkarten ist das zwar schwach, aber für aktuelle Spiele noch ausreichend.

Die Stärke des e-force ist die Ausstattung, und hier vor allem die Anschlüsse. Der Rechner ist mit einem internen 56k- Modem von Elsa und einem 100-MBit-LAN-Adapter ausgestattet. Im AGP-Slot steckt eine Karte, die zwei Video-Ausgänge nach außen führt.

Auch für edlen Sound ist gesorgt. Die Anschlüsse sind jedoch aufgeteilt. Neben den ATX-Sound-Anschlüssen sind über eine AMR-Karte ein digitaler Coaxial- Ausgang, eine Center/Sub-Woofer-Buchse und ein Anschluss für zwei Rear-Boxen herausgeführt.

Als Festplatte ist eine 40-GByte-WD400BB eingebaut. Die Transferraten liegen zwischen 18,8 und 37,6 MByte pro Sekunde. Das 16fach-DVD-Laufwerk erreicht Transferraten von bis zu 20 MByte/s. Auch ein 16fach-CD-RW-Laufwerk vom Typ Samsung 216B wird mitgeliefert.

Die Software-Ausstattung ist gut: Windows XP ist in der Home-Edition-Version bereits vorinstalliert. Gleiches gilt für die Anwendungs-Software, die sich unter anderem aus Microsofts Works Suite 2001, Nero Burning ROM 5.5 Cyberlink PowerDVD 6 und diversen Spielen zusammensetzt.

Fazit Was die Leistung angeht, ist der e-force gut, aber weit hinter dem, was möglich ist. Betrachtet man die Ausstattung und den Preis, ist es kein Wunder, dass MBO nicht noch mehr Leistung hineinpacken konnte. So präsentiert sich das System als echter Allrounder, der kaum Wünsche offen lässt. Vor allem der Brenner und das DVDROM- Laufwerk sind echte Leckerbissen. Dazu kommen die zahlreichen Anschlüsse und das sehr praktische Gehäuse. Wer eine schnellere Grafik wünscht, kann das System nachträglich erweitern. Die nForce-Chipsatztreiber könnten besser sein - hier muss man auf die finalen Treiber warten, die zur Auslieferung fertig sein sollen. Den Vertrieb des eforce übernimmt die Lebensmittelkette Plus, wo der Rechner ab dem 25. Oktober angeboten wird. Preis: 2.498,- DM

http://www.4mbo.de

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