Praxistest

Kompaktes Gamer-Notebook Alienware M11x im Einsatz

Das Alienware M11x ist nicht nur ein echter Hingucker, es ist zudem das wahrscheinlich leistungsstärkste Notebook in der 11,6-Zoll-Klasse, schließlich ist es extra für Hardcore-Gamer konzipiert, die möglichst mobil sein wollen. Sogar der Elektro-Discounter Media Markt erliegt dem strahlenden Leuchten des Mini-Notebooks und offeriert es in seinem neuen Flyer als Top-Angebot. magnus.de konnte ein Exemplar des Alienware M11x unter die Lupe nehmen. Hier ist das Ergebnis.

Alienware M11x

© Alienware

Alienware M11x

"Nicht von dieser Welt" möchte man dem Alienware M11x als Prädikat attestieren. Dies trifft zum einen auf das absolut spacige Outfit mit coolen Leuchtelementen zu, ebenso wie auch auf die in dieser Notebookklasse überirdischen Leistungswerte.

Leistung und Mobilität des Alienware M11x

So erreicht das M11x im Spiele-Benchmark 3DMark06 bei der nativen Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten fast 6.200 Punkte. Das M11x verdankt seine Fabelwerte zum einen Intels Zweikern-Prozessor Core 2 Duo SU7300 mit 3 MB Level-2-Cache und zweimal 1,3 GHz Taktfrequenz, die Alienware kurzerhand auf 1,73 GHz übertaktete. Zum anderen sorgt eine in unserem Testsample verbaute SolidStateDisk mit 250 GB für eine enorm hohe Datenzufuhr - und für rund 415 Euro Aufpreis gegenüber der Media-Markt-Variante mit einer schnellen 500-GB-Festplatte. Für den Löwenanteil an der Warp-ähnlichen Power sorgt aber der autarke Grafikchip GeForce GT 335M von Nvidia mit 1.024 MB Videospeicher. 

Der Grafikchip ist übrigens über eine FN-Taste im laufenden Betrieb abschaltbar, etwa um Akku-Energie zu sparen. Lange Akku-Laufzeiten gehören allerdings nicht zu den Paradedisziplinen des M11x - selbst mit ausgeschaltetem 3D-Chip hält es keine zwei Stunden unter Volllast durch, da kann es zum Film-Showdown schon mal eng werden. Und überhaupt bewegt sich das M11x mit knapp zwei Kilo Gewicht am Rande der Mobilität - wer spielen will, muss eben fühlen.

Die Ausstattung des Alienware M11x

Kaum Wünsche offen lässt hingegen die Ausstattung des M11x. Neben VGA kann der Anwender einen externen Bildschirm zusätzlich über einen HDMI- und einen Display-Port-Anschluss speisen. WLAN liegt als schnelles n-Draft vor, und die im Displaydeckel integrierte Webcam schießt vergleichsweise hoch aufgelöste Bilder mit 1,3 Megapixel.

Überraschend perfekt - vor allem für ein Gamer-Notebook - ist die Tastatur: die Tasten sind durchweg ideal aufgeteilt für professionelle 10-Finger-Tipper und verfügen über eine stabile Führung und einen angenehmen Druckpunkt. Und dank der Beleuchtung können Arbeitswütige sogar im Dunkeln tippen. Zur perfekten Handhabung vermissten wir eigentlich nur eine Multi-Gesture-Fähigkeit des ansonsten sehr guten Touchpads.

Die Verarbeitung und Qualität des Alienware M11x

Die Schattenseite des Alienware M11x kommt bei aller Begeisterung jedoch ebenfalls rasch ans Tageslicht. Das spiegelnde Display führt dazu, dass man sich auf den eigentlichen Bildinhalt schon sehr konzentrieren muss, um die Reflexionen auszublenden. Der mitschauende Nachbar erkennt am Display rein gar nichts mehr. Dabei lässt es sich nicht mal von schlechten Blickwinkelwerten sprechen, weil die Spiegelung einfach jeglichen Sichtkontakt abschmettert. 

Etwas enttäuschend ist zudem - vor allem für den stattlichen Preis - die Verarbeitungsqualität. Wenn die erste Ablenkung durch die zahlreichen Blink- und Effektlichter verblasst, wirkt vor allem das Gehäuse nicht aus einem Guss, sondern sehr zusammengedengelt. Die vielen Gehäuseeinzelteile hinterlassen im zusammengeschraubten Zustand etliche scharfe und unsaubere Kanten und Schlitze. Selbst das geöffnete Display wirkt an den Scharnieren in seiner Stabilität nicht gerade unverwüstlich und gibt sich recht biegsam.

Testfazit zum Alienware M11x

Die Leistung des Alienware M11x entspricht fast der eines ausgewachsenen Gaming-Notebooks. Mit seiner enormen Power unter der coolen Verkleidung präsentiert sich das M11x als Mini-Notebook für echte Männer. Zusätzlich zeigt es ein paar ungeahnte Talente für den Arbeitsalltag. Trotz aller Euphorie über den außerirdischen Testsieger zeigt das M11x in so mancher Disziplin seine dunkle Seite. Und das liegt nicht nur am Preis unseres Testsamples von 1.500 Euro (mit SolidStateDisk).

Unterm Strich stellt das Alienware M11x eher ein Prestigeobjekt für Spiele-Sessions und LAN-Partys dar. Als Arbeitsgerät für den täglichen Gebrauch gibt es jedoch alltagstauglichere Notebooks. 

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