Testbericht

Kodak Easyshare M530

  1. Kodak Easyshare M530
  2. Datenblatt
Kodak Easyshare M530

© Archiv

Kodak Easyshare M530

Die Kodak Easyshare M530 fällt ins Auge, vor allem die rote, orange, grüne und blaue Variante mit schwarzem, griffigem Dekorstreifen an der rechten Seite. Schon kurz nach Marktstart kostet die M530 nur 130 Euro, dementsprechend unauffällig sind die technischen Daten: Das 3-fach-Zoom reicht von 36 bis 108 mm (äquivalenter KB), einen mechanischen Bildstabilisator gibt es nicht, und der Funktionsumfang lässt nur wenig Spielraum. So kann der Fotograf weder die Blitzlichtintensität noch den Kontrast und die Farbsättigung einstellen. Auch Blende, Belichtungszeit und Fokus wählt die Kamera grundsätzlich selbst - schade, denn der Autofokus griff im Lowlight-Test fast immer daneben. Immerhin arbeitet er im Weitwinkel schnell (Auslöseverzögerung 0,26 s). Anders bei Telestellung: Hier brauchte die Easyshare M530 mehr als eine Sekunde zum Fokussieren und Auslösen, zu lang für bewegte Motive.

Das Bedienkonzept zwingt dem Anwender förmlich die Kameraautomatik auf: Egal mit welchem Modus zuletzt gearbeitet wurde, die M530 startet immer in dem Modus, in dem sie das Motiv selbstständig analysiert, Einstellungen wählt und das Aufnahmemenü auf nur vier Einträge zusammenschrumpfen lässt. Wer wie wir einen gewissen Einfluss auf Parameter wie Empfindlichkeit, Belichtung und Weißabgleich haben will, muss bei jedem Neustart zunächst in die Programmautomatik wechseln, was heißt: einen Button neben dem Auslöser drücken, mit der kleinen Vierrichtungswippe blättern und mit einer weiteren Taste die Eingabe bestätigen - wer nicht unbedingt mit dem P-Modus fotografieren will, lässt diese Prozedur schnell bleiben. Dafür sieht Kodak eine separate Taste zum Hochladen der Bilder und Filme auf YouTube oder Flickr vor.

Bildqualität: Beachtlich die Auflösung, mit der die Kodak Easyshare M530 sogar viele neue und teurere 14-Megapixel-Modelle übertrifft (1011 bis 1406 LP/BH bei ISO 100, 915 bis 1250 LP/BH bei ISO 400). Trotzdem fehlen bereits in den ISO-100-Aufnahmen feine Details, verlaufen in Flächen. Die interne Bildbearbeitung scheint massiv einzugreifen und dabei einen deutlichen Texturverlust in Kauf zu nehmen (Kurtosis 2,1). Dennoch bleibt ein sichtbares Farbrauschen von 1,9 VN. Bei ISO 400 erhält die M530 zwar mehr Textur (Kurtosis 1,3), dafür nimmt der Visual Noise auf 2,7 VN zu. Positiv die schwache Verzeichnung um maximal 0,2 Prozent. Der Objektkontrast liegt bei 7 bis 8,3 Blenden.

Fazit: Die Kodak Easyshare M530 richtet sich an diejenigen, die sich gerne auf die Kameraautomatik verlassen. Wer selbst Einstellungen vornehmen will, bekommt unnötig Steine in den Weg gelegt.

Kodak Easyshare M530

HerstellerKodak
Preis130.00 €
Wertung46.0 Punkte
Testverfahren1.5

Mehr zum Thema

Canon EOS 1D X Mark II
Kamera

„Dual Pixel CMOS AF“, GPS, 4K-Video, CFast als schnelles Speichermedium und ein neuer 20-Megapixel-Bildsensor: die Canon EOS-1D X Mark II im Test.
Teaser ScanCorner
Bilderdienst

ColorFoto hat ScanCorner in einem anonymen Test ausprobiert. Der Dienst digitalisiert analoge Bilder wie Fotos, Dias & Co.
Fujifilm X T2
Kamera

Die Fujifilm X-T2 löst die X-T1 mit Detailverbesserungen ab. Bei einer Software würde das „großess Update“ heißen. Lohnt sich der Umstieg? Das…
Pentax K-70
Kamera

Pentax bringt die K-70 als Alternative zur K-3 II. Sie ist günstiger und leichter. Reicht sie auch bei der Bildqualität an die K-3 II heran? Der…
Nikon D3400
Einsteiger-DSLR

Mit SnapBridge-Funktion und 24-MP-APSC-Sensor ohne Tiefpassfilter tritt die Nikon D3400 als neues Einstiegsmodell die Nachfolge der D3300 an.