Testbericht

Kodak Easyshare C663

Die manuelle Bedienbarkeit zum kleinen Preis von 220 Euro gefällt. Dass die Auflösung und die Einschaltverzögerung an der unteren Qualitätsskala des Tests liegen ist etwas schade.

  1. Kodak Easyshare C663
  2. Datenblatt
Kodak Easyshare C663 Vorderseite

© Archiv

Kodak Easyshare C663 Vorderseite

Durch ihre Bauart - höher und nicht so breit wie die Konkurrenz - wirkt die Kodak etwas plump. Zudem liegt der Daumen häufig auf der Löschtaste oder dem Monitor. Dieser löst mit  115 000 Pixeln unterdurchschnittlich auf. Mit einem deutlich knackenden Plastikwahlrad auf der Oberseite wird die Kamera eingeschaltet und der Betriebsmodus gewählt. Rechts neben dem Monitor liegen vier Bedienelemente und ein Joystick, mit dessen Hilfe alle gewünschten Parameter schnell eingestellt sind.

Kodak Easyshare C663 Rückseite

© Archiv

Mit dem kleinen runden Joystick wird das Kodak-Menü mit der riesigen Schrift elegant gesteuert. Es gibt einen optischen Sucher, der bietet aber nur wenig Durchblick.

Der kleine, sehr gut bedienbare Stick macht die Blendenkorrektur um bis zu zwei Blenden zum Vergnügen. Diese ist genauso wie die Blende und die Zeit direkt einstellbar, ohne vorher ins Menü gehen zu müssen. Die intuitive, manuelle Menüsteuerung mit der großen Anzeige, gehört zum Besten, was wir in dieser Richtung bisher sahen. Auf der Oberseite liegen noch zwei weitere Tasten für die Blitzeinstellung und den Serienbildmodus, beziehungsweise den Selbstauslöser, der - Überraschung - auch automatisch zweimal auslösen kann. Am Modirad gibt es neben Motivprogrammen ein Makro und Fern-Modus, Programmautomatik und manueller Modus, der jedoch nur zwei Blenden anbietet. Dafür kann er die Belichtungszeit von 8 bis 1/1000 Sekunden variieren. Schön: Für SD-Speicherkarte und Batteriefach gibt es getrennte Klappen. Positiv: Kodak legt die zwei Mignon-Batterien zur Stromversorgung als wiederaufladbare Akkus bei. Ausstattungsseitig also sehr durchdacht und bedienseitig clever.

Technisch kann die Easyshare C663 nicht überzeugen. Das liegt zum einen an der Auflösung, die in den Ecken bei ISO 400 bis auf 578 Linienpaare abfällt, und zum anderen an der zu langsamen Auslöseverzögerung von 0,99 Sekunden. Schnappschussuntauglich zeigt sich die Kamera auch durch ihre lange Einschaltverzögerung von drei Sekunden. Das Rauschen hält sich bei ISO 100 mit 28,1 S/N in Grenzen, verstärkt sich aber wie bei fast allen Modellen bei ISO 400 zu stark. Positiv ist der schnelle Serienbildmodus, der bis zu 4,4 Bilder in der Sekunde schafft, davon aber nur drei hintereinander.

Kodak Easyshare C663 Auflösungsdiagramm

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Kodak Easyshare C663

HerstellerKodak
Preis190.00 €
Wertung39.0 Punkte
Testverfahren1.4

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