Testbericht

JBL SB100, SB200 & SB400 - Soundbars im Test

Das Soundsystem für den TV und eine kompakte Musik-Anlage: Die Soundbars SB100, SB200 und SB400 von JBL wollen beides sein. Wir haben die drei Klangbalken ausprobiert.

JBL Soundbars

© JBL

JBL Soundbars

Pro

  • kompakt
  • runder Klang

Contra

  • kein Bluetooth oder HDMI
  • nicht besonders dynamisch

Ein großer Raum mit wenigen Möbeln: So sieht für viele die Idealvorstellung eines Wohnzimmers aus. Der Fernseher ist dementsprechend auf Platzsparen getrimmt - topschick und ultraflach, aber mit verbesserungsbedürftigem Sound. Ebenso wünschenswert: ein Soundanlage, die möglichst wenig auffällt. Dennoch soll sie den Klang des Fernsehers aufpolieren und auch Musik möglichst gut wiedergeben.

Die Soundbars SB100, SB200 und SB400 von JBL für 200, 300 bzw. 550 Euro erfüllen genau diese Ansprüche. Zum Aufpäppeln des TV-Sounds ist ein Kabel zum Fernseher nötig. Die Musik auf dem Computer, Smartphone oder Tablet gelangt beim SB200 und SB400 drahtlos per Bluetooth zum Soundbar. Allen drei Modellen ist außerdem gemein, dass sie nicht nur ganz traditionell Ton von vorne zum Zuhörer schicken. Sie besitzen die "Harman Display Surround-Technologie", die durch spezielle Berechnungsalgorithmen Pseudo-Surround erzeugt. Das Ergebnis: eine größere Soundkulisse, als man sie von einem Soundbar erwartet. Trotzdem schafft es auch diese Technologie nicht, Schallquellen hinter dem Zuhörer zu platzieren.

Kaufberatung: Die besten Surround-Sets

Bei der Aufstellung hat der Besitzer die Wahl zwischen der Montage an der Wand und dem Platzieren auf dem TV-Rack. Um den Klang an die jeweilige Aufstellposition anzupassen, hilft ein Dip-Schalter.

JBL SB100

© JBL

Der JBL SB100 hat als Einziger aus dem Trio kein Bluetooth. Doch der Soundbar liefert satten Sound zum kleinen Preis.

Günstig & kompakt

Im günstigsten Modell SB100 ist ein einem 81 cm langen Balken alles verpackt, was ein Soundbar benötigt: ein 60-Watt-Verstärker, zwei 9cm-Tief- sowie zwei 3,8cm-Hochtöner. Die Verbindung zum Fernseher erfolgt idealerweise über den optischen Digitalton-Eingang. Dann bleibt der Mini-Klinken-Eingang um die Musik vom Smartphone oder Tablet über den Soundbar abzuspielen. Was den Zuhörer erwartet ist ein runder und satter Sound, den man eher von weitaus teureren Klangbalken kennt. Das tut Fernsehton und Musik gut. Wer sich letzte Brillanz und mehr Bassgewalt wünscht, muss schlichtweg mehr ausgeben. Praktisch ist: An der Rückseite befindet sich ein Ausgang um einen aktiven Subwoofer anzuschließen.

Pro

  • Bluetooth-Empfänger
  • kompakt
  • große Pegelreserven

Contra

  • Klang nicht vollends neutral
  • kein HDMI

Das 100 Euro teurere Modell SB200 besteht ebenfalls einzig aus einem Soundbar. Darin sind der 120-Watt-Verstärker sowie zwei 9 cm große Tief- und zwei 2,5 cm große Hoch-Töner untergebracht. An der Rückseite findet man die Toneingänge: eine S/P-DIF-Buchse für per Lichtwellenleiter übertragenen Ton sowie einen Mini-Klinken-Eingang für Analogsignale. Für die Quellenwahl, die Lautstärkeregelung oder das Einstellen des Soundmodus wird wie beim SB100 und SB400 eine kleine Fernbedienung in Kreditkartengröße mitgeliefert. Alle drei Soundbars sind jedoch auch so intelligent, dass sie die Lautstärkebefehle der TV-Fernbedienung lernen können.

Kaufberatung: Die besten Soundbars

Klanglich kann der SB200 den Sound des Fernsehers deutlich aufbessern. Die Sprachverständlichkeit gewinnt stark sowie auch das Volumen von Stimmen. Der gesamte Klangcharakter ist weniger scharf, sondern warm und angenehm. An Pegelreserven gibt es mehr als genug für die Beschallung von durchschnittlich großen Wohnzimmern. Auch beim Einsatz als Hifi-Anlage leistet der SB200 gute Dienste.

JBL SB400

© JBL

Der JBL SB400 bringt seinen eigenen Funk-Subwoofer mit. Dazu bietet er ordentlich Anschluss- und Vernetzungsmöglichkeiten dank HDMI und Bluetooth.

Ein Subwoofer für mehr Heimkino-Feeling

Pro

  • ausgewogener Klang
  • große Pegelreserven
  • Bluetooth
  • HDMI-Ein- und Ausgänge

Contra

  • umständliche Installation des Subwoofers

Für höhere Ansprüche sollte der Nutzer aber eher zum SB400 greifen. Der Klang ist feiner, durchsichtiger und auch etwas natürlicher. Dafür sorgen vier 5,7cm große Tief- sowie zwei 2,5cm große Hoch-Töner. Damit auch das Bassfundament stimmt, wird der Soundbar mit einem Funk-Subwoofer ausgeliefert, der in Richtung Boden strahlt. Diese zusätzliche Box hilft nicht nur bei Musik, sondern vor allem bei Filmen, wo Dynamik und ein kräftiger Bass gefragt sind. So entsteht eine packende Soundkulisse, die begeistert - egal ob Natur-Doku oder Action-Kracher. Etwas umständlich ist jedoch die Installation des Subwoofers, da der Nutzer die Übergangsfrequenz zum Soundbar selbst einstellen muss. Dafür kann der Nutzer den Klang durch den zusätzlichen Pegelsteller und den Phasenschalter individuell anpassen.

Mit dem SB400 erhält der Käufer ebenfalls die beste Verarbeitung. Der Soundbar wirkt wertiger durch das gut verarbeitete Kunststoff-Gehäuse und den feinen silbernen Rahmen, der die schwarze Stoffabdeckung umhüllt. Außerdem steht er auf kräftigen Füßen.

Auch an Anschlussmöglichkeiten gibt es am meisten. Der SB400 besitzt neben Analog- und optischen Digitalton-Eingang drei HDMI-Anschlussmöglichkeiten für Zuspieler. Dazu kommt ein HDMI-Ausgang, der Audio-Rückkanal-fähig ist. So lässt sich der Ton von einem kompatiblen Fernseher zum Soundbar übertragen. Auch die Lautstärke des Klangbalkens kann so bequem über die TV-Fernbedienung gesteuert werden. All das klappt natürlich auch über die mitgelieferte Fernbedienung.

Fazit

Das Soundsystem für den TV und eine kompakte Musik-Anlage: Besonders die Soundbars SB200 und SB400 sind wirklich beides. Der kleine SB100 ist ein wahrer ein Preistipp. Der SB200 erfüllt die Wünsche der Nutzer, die Musik gerne drahtlos vom Smartphone oder Tablet übertragen, aber nicht nicht die letzte Perfektion beim Klang wünschen. Der SB400 bietet nicht nur mehr Anschlussmöglichkeiten, sondern überzeugt auch anspruchsvolle Hörer.

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