Testbericht

Java FX 1.0, der Flash-Konkurrent

Kostenlose RIA-Entwicklung: Mit Java FX tritt Sun in direkte Konkurrenz zu Flash und Silverlight.

Einzeltest

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Einzeltest

Java FX 1.0 bringt alles mit, was es zur Entwicklung von Rich Internet Applications (RIA) braucht. Grafische Oberflächen lassen sich mit den GUI-Elementen aus Suns Swing-Bibliothek, Truetype-Fonts und Vektorgrafiken (inklusive SVG) gestalten.

Java FX unterstützt Effekte wie Anti-Aliasing, Alpha-Blending und verschiedene Animationsarten. Eingaben erfolgen per Maus und Tastatur, der Zugriff auf das Dateisystem ist möglich. Audio- und Video-Streaming erledigt Java FX per HTTP mit dem bereits bei Flash-Video bewährten Videocodec.

Entwickelt wird entweder in Suns Entwicklungsumgebung Net Beans oder in Eclipse. Programmiert wird Java FX mit Java FX Script, einer Mischung aus Javascript und Java, die in der Regel vor der Ausführung kompiliert wird.

In der Praxis hinterlässt Java FX Script einen runden Eindruck, wenn es auch unverständlich erscheint, dass Sun die gelungene Json-Bibliothek der Beta-Version kurz vor Torschluss durch einen schlichten Parser ersetzte.

Im Vergleich mit Silverlight fällt Java FX vor allem bei der sprachlichen Flexibilität zurück. Unter Silverlight lassen sich beispielsweise auch die .NET-Varianten von Ruby und Python nutzen, während Java FX vorerst auf Java FX Script festgelegt ist.

Test: Java FX 1.0

Java FX 1.0 RIA-Entwicklung

Sun

www.javafx.com

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Fazit:Kostenlose RIA-Entwicklung: Mit Java FX tritt Sun in direkte Konkurrenz zu Flash und Silverlight.

3/5
befriedigend

Gemessen an Flash dürfte zunächst die unterschiedlich große Installationsbasis der notwendigen Runtimes den Ausschlag geben. Java FX wird mit der aktuellen Java Runtime ausgeliefert und ist demnach früher oder später auf rund 80 Prozent aller Rechner verfügbar.

Handwerklich ist Flash dem Sun-Produkt vor allem bei den grafischen Gestaltungsmöglichkeiten überlegen. Im Vergleich dazu ist die Java FX-Komponente Production Suite, welche die Übernahme von Grafiken aus Photoshop und Illustrator ermöglicht, ein Waisenknabe.

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