Staubsaug-Roboter aus China

ILIFE A4 im Test: Günstige Roomba-Alternative für Einsteiger

Der ILIFE A4, ein Saugroboter aus China, zeigt im Test, dass eine saubere Wohnung nicht von Hand gereinigt werden muss. Auch teuer muss das nicht sein.

iLife A4 im Test

© Gearbest.com

Der iLife A4 ist gut verarbeitet und das Design alles andere als "billig".

Pro

  • Tolle Verarbeitung
  • Sehr leise (nur 65 dB)
  • Gute Kehr- oder Saugleistung
  • Super Haushaltshilfe

Contra

  • Auf Teppichen hat er häufiger Probleme

Fazit

Der ILIFE A4 ist ein toller Einsteiger-Roboter für alle, die mal schauen wollen, ob so ein automatischer Staubsauger etwas für den eigenen Haushalt ist.
Hervorragend

Wir haben den ILIFE A4 im Test - ein kleiner wie sehr günstiger Saugroboter aus China. Er kostet unter 150 Euro. Unser Testgerät kommt vom Online-Shop Gearbest, der den iLife A4 im Sale​​ oft für rund 120 Euro anbietet. Auch wenn die Technik noch nicht ganz ausgereift ist – auch High-End-Geräte haben noch zahlreiche Probleme – sind Saugroboter bei vielen Bewohnern kaum mehr wegzudenken. Dabei wird unterschieden zwischen den Robotern, die wahllos durch die Wohnung fahren und denen, die mithilfe einer Kamera den Wohnraum scannen. Der ILIFE A4 folgt, wie die meisten Roomba-Bots, dem Zufallsprinzip. Er fährt chaotisch durch die Wohnung, nimmt aber alle Ecken mit. Der ILIFE A4 ist überraschend leicht. Er ist 7,6cm hoch, läuft mit weniger als 65 dB und verfügt über zahlreiche Sensoren, die vor allem das Interieur schützen sollen. Der Akku ist hervorragend bemessen und bietet eine Laufzeit von rund 120 bis 150 Minuten.

Wie die meisten Staubsaug-Roboter ist auch der ILIFE A4 eher ein Kehrer als ein Sauger. Denn mit seinen zwei Front-Bürsten räumt er Staub und Dreck unter den Body und mit einer Unterboden-Bürste verfrachtet er das Zeug in den – relativ kleinen – Staubbehälter. Dieser sollte stets – in vielen Fällen sogar während der Reinigung – geleert werden.

iLife A4 im Test

© iLife

Die Staub-Kassette lässt sich einfach herausnehmen, öffnen und leeren. Das sollten Sie häufiger machen.

ILIFE A4 im Test: Duell mit dem LG VR64701LVMP

Zum Vergleich haben wir den ILIFE A4 gegen den mit einer Kamera ausgestatteten LG VR64701LVMP antreten lassen. Schon kurz nach dem Start fällt auf: Während der ILIFE A4 chaotisch durch die Gegend fährt, wirkt die Arbeit des LG-Robots deutlich sortierter. Das macht aber nichts. Denn, um es vorweg zu nehmen, der ILIFE A4 macht seine Arbeit mindestens genauso gut. Und nebenbei: Der LG kostet fast das Vierfache des ILIFE A4.

Die Saugleistung des ILIFE A4 wird mit 700 bis 1000 Pa angegeben. Wo man die gemessen haben will, das ist uns ein Rätsel. Druck kann nämlich kaum aufgebaut werden, weil die Verarbeitung gar nicht dafür ausgelegt ist. Wie schon erwähnt, ist auch der ILIFE A4 eher ein Kehrer denn ein Sauger. Tut aber nichts zur Sache.

Grobe Verschmutzungen? Kein Problem. Pfefferkörner? Kein Problem. Erst wenn wir mit deutlich feinerem Dreck ankommen, dann zeigen sich kleinere Unterschiede. Der LG Roboter schafft fast alles in einem Durchgang, der ILIFE A4 brauchte etwas länger. Zucker und Mehl sind allerdings auch echte Herausforderungen. Beim Teppichboden tun sich allerdings Welten auf.

iLife A4 im Test

© iLife

Der iLife A4 ist kaum 8 Zentimeter hoch. Damit kommt er leicht unter fast jedes Sofas. TV-Racks mit vielen Beinen und Kabalsalat machen ihm jedoch zu schaffen. Das ist bei der Konkurrenz aber nicht anders - vor allem im gleichen Preissegment.

Der LG VR64701LVMP hat zwar mit dunklen Teppichböden Probleme (die Fallsensoren streiken hier), aber er arbeitet sich ordentlich durch – selbst bei Florteppich mit rund 1 cm Höhe hat der LG kein Problem. Der ILIFE A4 wirkt da schon, gelinde gesagt, etwas angestrengt. Die Saugleistung war hier eher mau.

In Sachen Schonung des Interieurs müssen aber sowohl der LG als auch der ILIFE A4 Abstriche hinnehmen. Stühle werden verschoben, Vasen ebenso. Und ganz böse? Kabel, Schnürsenkel oder leichte Vorhänge. Die verheddern sich gerne in den Front-Bürsten und führend zum Stillstand des Roboters.

iLife A4 im Test

© iLife

Beim Zubehör kann man nicht meckern. Neben einer Anleitung inklusive deutscher Sprache gibt es Ersatzbürsten, einen -Filter, eine Reinigungshilfe, eine Fernbedienung und eine Ladestation mit EU-Stecker.

Der ILIFE A4 verrichtet einen ordentlichen Dienst, schaffte es aber – genau wie der LG – nie in einem Zug durch die gesamte – normal eingerichtete – Wohnung. Immer wieder musste eingegriffen werden. Entweder verhing sich der Roboter in Vorhängen oder an zu dünnen Tischbeinen. Die Sensoren sind zu weit auseinander, als dass alles erkannt würde. Aber das zählt auch für den wesentlich teureren LG Roboter.

​ILIFE A4 im Test: Das Fazit

Der ILIFE A4 ist für den günstigen Preis eine echte Wucht und kann sogar mit hochpreisigen Modellen mithalten. Zwar kommt er nicht an die Leistung eines Roomba 980 heran, aber der Vergleich hinkt auch, wenn man sich den Preisunterschied – immerhin kostet der Roomba 980 rund 900 Euro - einmal ansieht. Der ILIFE A4 kann eine echte Unterstützung im Haushalt sein, ersetzt aber den herkömmlichen Staubsauger nicht. Das gilt jedoch für die meisten Geräte der Konkurrenz.

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