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Gaming-Headset

HyperX Cloud Revolver S im Test

Das Premium-Headset von HyperX verspricht beeindruckenden 7.1-Surround-Klang auf mehreren Plattformen. Was dran ist, zeigt unser Praxistest.

HyperX Cloud Revolver S Gaming-Headset im Test

© HyperX / Weka

Der HyperX Cloud Revolver S ist ein empfehlenswertes Gaming-Headset, obwohl der Surround-Sound nicht vollständig überzeugt.

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EUR 142,90

Pro

  • Klangqualität
  • Tragekomfort
  • Mit und ohne USB-Soundkarte nutzbar

Contra

  • Kabelfernbedienung an USB-Soundkarte etwas umständlich
  • Surround-Sound bringt wenig Vorteile
  • An Xbox One nur Stereosound möglich
  • Hoher Preis

Fazit

Das Gaming-Headset HyperX Cloud Revolver S überzeugt mit seinem guten Klang und einem hohem Tragekomfort.
Gut

HyperX, die Gaming-Marke von Kingston, hat sich neben Speicherprodukten auch bei Headsets einen Namen gemacht. Noch recht frisch im Sortiment ist das HyperX Cloud Revolver S. Den wesentlichen Unterschied zum „Cloud Revolver“ ohne Namenszusatz „S“ stellt der mitgelieferte USB-Adapter dar. Der hat es in sich, ist hier doch eine USB-Soundkarte integriert, die Virtual Dolby 7.1-Surround-Klang für PC und Konsole verspricht. Das schlägt sich im Preis nieder: Statt 100 Euro für das einfache Headset sind für das Cloud Revolver S satte 150 Euro fällig.

Technik und Ausstattung

Das Stereo-Headset besitzt Neodym-Treiber der 50 mm-Klasse, die laut Hersteller einen Frequenzbereich von 12 bis 28.000 Hz abdecken. Wieso Stereo-Headset? Der Surround-Ton wird – wie heutzutage üblich – virtuell erzeugt und nicht über mehrere Mini-Lautsprecher in den Hörmuscheln, wie einst bei dem bekannten Medusa-Headset von Speedlink.

Der abnehmbare Mikrofonarm lässt sich bei Bedarf sicher an die linke Hörmuschel anstecken. Das feste, textilummantelte Kopfhörerkabel mit 4-poligem Klinkenstecker misst nur 1 Meter, was für die Verwendung am Smartphone oder Notebook in der Regel ausreicht. Bei Verwendung der USB-Soundkarte kommen weitere 2,2 m hinzu. Alternativ ist eine Klinkenstecker-Verlängerung über 2 Meter möglich.

HyperX Cloud Revolver S: Praxistauglichkeit

Die USB-Soundkarte arbeitet per Plug & Play ohne Installation einer zusätzlichen Software. In das Kabel ist eine Kontrollbox mit Reglern für Lautstärke und Mikrofon integriert. Über gut erfassbare Druckknöpfe lässt sich das Mikro muten bzw. die Dolby-Effekte für den virtuellen 7.1-Dolby-Sound ein- und ausschalten. Alternativ zum Surround-Klang kann man zwischen den vorgegeben Equalizer-Einstellungen „Bass-Boost“, „Flat“, „Vocal“ oder „Aus“ wählen. 

Die Kontrollbox der USB-Soundkarte

© HyperX / Weka

Der Klinkenstecker wird an der Kontrollbox der USB-Soundkarte angesteckt. Dort findet man auch die Tasten und Einstellungsregler.

Die Kontrollbox der Soundkarte wird mit einem Clip an der Kleidung befestigt. Das ist zwar praktikabel, aber in der Hektik eines Spiels lenkt die Suche nach der Kontrollbox ab. Intuitiver finden wir Headsets, bei denen alle Funktionen an den Hörmuscheln integriert wurden.

Die USB-Soundkarte funktioniert übrigens nur am PC und der PS4 (Pro) – Besitzer anderer Geräte, etwa einer Xbox One, müssen sich mit Stereoklang via Klinkenstecker begnügen.

Klangwiedergabe und Hörtest

Der Klang dürfte für die meisten Anwender der wichtigste Punkt sein. Hier kann das HyperX Cloud Revolver S seine Qualitäten prima ausspielen. Die Wiedergabe ist druckvoll, erscheint aber trotzdem stets klar und ausgewogen. Egal ob man nun Musik hört, einen Film ansieht oder spielt – das HyperX-Headset beeindruckt mit seiner Brillanz. Auch die Räumlichkeit in Spielen ist sehr gut. 

Allerdings sprechen wir hier von der Wiedergabe im Standard-Stereomodus. Schaltet man den Virtual Dolby Surround 7.1-Sound über die Kontrollbox hinzu, wirkt alles etwas luftiger, aber nicht unbedingt besser. Vielmehr verliert das Headset leicht an Präzision, und mögliche Gegner in Spielen lassen sich auch nicht besser orten. Überdies konnten uns auch die vorgegebenen Equalizer-Einstellungen nicht beeindrucken. Am Ende gefiel uns der Standard-Stereomodus immer noch am besten. 

Das Ansteckmikrofon übertrug unsere Stimme in Tests mit Skype, Discord und Co. stets gut verständlich mit wenigen Nebengeräuschen.

HyperX Cloud Revolver S: Tragekomfort

Der beste Klang nützt wenig, wenn es am Komfort mangelt, schließlich trägt man sein Gaming-Headset meist über mehrere Stunden. Gerade hier kann das Cloud Revolver S punkten: Trotz des Gewichts von etwas über 350 Gramm ist es äußerst angenehm zu tragen. Das ist in erster Linie dem „Memoryschaum“ der Polsterung zu verdanken. Dieser passt sich den Konturen des Kopfes an, was Druckstellen vermeidet. Auch der Kopfbügel ist gut gepolstert. Dank eines Kunstlederüberzuges und der Beweglichkeit der Hörmuscheln ergibt sich insgesamt ein äußerst angenehmes Tragegefühl. Allerdings kann es an heißen Sommertagen unter dem Kopfhörer schnell etwas warm werden...  

HyperX Cloud Revolver S Seitenansicht

© HyperX / Weka

Das HyperX Cloud Revolver S Gaming-Headset ist es äußerst angenehm zu tragen.

Testfazit: HyperX Cloud Revolver S

Das erstklassig verarbeitete Headset HyperX Cloud Revolver S bietet eine sehr gute Klangqualität und einen extrem hohem Tragekomfort. Den besten Klang liefert das Headset kurioserweise im Standard-Stereomodus. Weder der beworbene Virtual Dolby Surround 7.1-Sound noch die vorgegebenen Equalizer-Einstellungen konnten uns beeindrucken.

Dank des abnehmbaren Mikrofons lässt sich das Cloud Revolver S trotz seiner Ausmaße noch recht gut als Kopfhörer für außer Haus verwenden. Die Dämmung von Umgebungsgeräuschen könnte allerdings besser sein.

Alternative: Eine vergleichbare Ausstattung mit einer besseren Surround-Klangqualität bietet das Sennheiser-Headset GSP-350​. 

Zusatzinfos HyperX Cloud Revolver

  • Kompatibilität: PC, PS4 (Pro), Xbox One (nur Stereo), Smartphone (nur Stereo)
  • Lautsprecher: 50 mm Neodym-Treiber
  • Frequenzgang: 18 - 28.000 Hz
  • Mikrofon: abnehmbar
  • Kabel: 1,0 Meter + 2,2 Meter USB-Verlängerung
  • Gewicht: 360g
  • Besonderheiten: USB-Soundkarte mit Virtual Dolby 7.1 Surround

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