PS4-Exclusive

Horizon: Zero Dawn im Test - Schon jetzt das Spiel des Jahres?

Horizon: Zero Dawn bietet so ziemlich alles, was ein gutes Open-World-Spiel bieten muss: famose Grafik, tolle Story, viele Freiheiten. Der Test.

Horizon Zero Dawn im Test

© Sony

Horizon Zero Dawn im Test
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EUR 56,00

Pro

  • Faszinierende Spielwelt
  • Keine technischen Fehler
  • Herausragende Optik
  • Tolle Story
  • Prima Atmosphäre

Contra

  • Gegner manchmal etwas dümmlich

Fazit

Wer schon jetzt das wahrscheinliche Spiel des Jahres zocken will, der sollte Horizon: Zero Dawn nicht verpassen.
Hervorragend

Im Test zu Horizon: Zero Dawn mussten wir mehrmals innehalten: wenn riesige Metall-Dinosaurier an einem vorbeistapfen, Aussichten einen die Kinnlade herunterklappen lassen oder Kämpfe so intensiv waren, dass wir durchatmen mussten. Horizon: Zero Dawn hat, das zeigt sich im Test, das Potenzial zum besten Spiel des Jahres.

Horizon: Zero Dawn im Test: Die Story

Horizon: Zero Dawn spielt in einer fernen Zukunft. In einer Welt, die wir so nicht kennen. Eine weltweite Katastrophe hat die Menschheit zurück in die Steinzeit katapultiert – zumindest könnte man das denken. Denn neben den diversen Stämmen, die sich bildeten – die Nora, Carja und Banuk – stapfen riesige Metall- und Maschinenwesen durch die Welt, die an Dinosaurier und Säbelzahntiger erinnern. Schon zu Beginn des Spiels gewähren uns Aufzeichnungen einen Blick in die frühere „Metallwelt“, wie die Nora die frühere Welt nennen. Eine unserer zahlreichen Aufgaben ist es, herauszufinden, was mit der Spielwelt passiert ist. Eines ist aber schon von Beginn an klar: die Kombination zwischen Steinzeit und Sci-Fi ist hochspannend.

Wir spielen Aloy, ein rothaariges kleines Mädchen, das von Rost aufgezogen wird. Ihr Ziehvater ist ein Ausgestoßener. Und so gilt auch sie als eine solche. Wer ihre Mutter ist? Weiß sie nicht. Wir auch nicht. Ein weiteres Geheimnis, das es zu lüften gilt. Die ersten Missionen spielen wir Aloy also als kleines Mädchen. So führt uns das Spiel sanft in die Materie ein und erläutert uns die einzelnen Funktionen, Taktiken und nebenbei bekommen wir mehr und mehr von der Spielwelt zu sehen.

Weil der Einstieg in die Story sich etwas schleppt, ist es gut, dass die Spielwelt so unglaublich faszinierend gestaltet ist, dass man sich kaum sattsehen kann an den Ideen der Entwickler. Wer das erste Drittel hinter sich bringt, der wird dann aber von der ganzen Wucht des Spiels umgehauen ... Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Außer vielleicht, dass man locker 30 bis 40 Spielstunden einplanen kann, wenn man Horizon: Zero Dawn in seiner Gänze erleben will.

Horizon: Zero Dawn im Test: Spielwelt und Gameplay

Horizon Zero Dawn im Test

© Sony

Natürlich, Horizon: Zero Dawn erfindet das Open-World-Genre nicht neu. Aber Guerilla Games, so der Name der Entwickler, wollte es wohl perfektionieren. Die Spielwelt mag oberflächlich betrachtet, an jedes andere Open-World-Spiel erinnern. Doch schaut man genauer hin, erkennt man, mit wie viel Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde. Überall findet man lauschige Plätzchen, jeder Abschnitt strotzt vor interessanten Details. Wir erkunden sanfte, grüne Hügel, begeben uns in alte Ruinen aus der Metallwelt, streunen auf schneebedeckten Bergen umher, schlagen uns durch dichten Dschungel oder sind in kleinen und großen Städten und Dörfern unterwegs. Alles wirkt lebendig, denn überall kreuchen Kaninchen umher oder toben Wildschweine. Das Highlight sind indes die Metalltiere. So lernen wir schon zu Beginn, dass es friedliche Graser gibt, die an Kühe erinnern. Aber eben auch fiese Wächter, die beim ersten Kontakt angreifen. Besonders gefährlich sind Metalltiere, die an Raubtiere erinnern, wie der Sägezahn. Hier sollte man Abstand wahren. Und wenn es dann in die richtige Wildnis geht, dann begegnen einem auch die riesigen Donnerkiefer, quasi das metallene Ebenbild eines T-Rex. Hier dürfte dem ein oder anderen Angst und Bange werden, so martialisch sehen sie aus.

Generell empfiehlt es sich im Kampf, nicht stumpf drauf zu halten. Jeder Metallgegner hat unterschiedliche Trefferzonen und Schwachstellen. So gilt es, diese zuerst zu finden. Dabei hilft eine Art „Analyse-Headset“, das wir einschalten können. Treffen wir bestimmte Punkte am Körper, so lähmen, schocken oder töten wir die Gegner. Hinzu kommt, dass die Viecher durchaus clever agieren und ihre massigen Körper einsetzen. Einmal entdeckt, stürmen sie auf uns zu und wollen uns an den Kragen. Wir müssen ausweichen, springen, hetzen und gleichzeitig nicht den Überblick verlieren. Das fordert. Gut, dass wir unsere Waffen und eigentlich unsere gesamte Ausrüstung modifizieren und damit verbessern können.

Ungeplante Angriffe enden – vor allem bei den riesigen Gegnern - meist im Tod der Heldin. Daher ist eine gute Angriffsplanung elementar. Dank Stealth-Fähigkeiten verstecken wir uns im hohen Gras und analysieren zum Beispiel die Laufwege der Gegner, stellen entsprechend Fallen auf und schlagen dann gezielt zu. Später können wir die Maschinen sogar teilweise als Reittiere einsetzen oder sie gegeneinander aufhetzen.

Horizon Zero Dawn im Test

© Sony

Hinzu kommt ein Skillsystem, was zwar einfach gehalten, aber durchaus effektiv gestaltet ist. So haben wir hier die Wahl zwischen den Talentbäumen „Jäger“, „Krieger“ und „Sammler“. So verbessern wir zum Beispiel unsere Schleich-Skills oder sorgen dafür, dass wir in der Spielwelt mehr Dinge finden. Denn wir können unsere Pfeile zum Beispiel selbst herstellen, benötigen dafür aber die entsprechenden Ressourcen.

Horizon: Zero Dawn im Test: Die Technik

Böse Zungen behaupten ja, die Technik der Playstation 4 sei veraltet. Horizon: Zero Dawn zeigt jedoch, dass auch ältere Hardware richtig, richtig Gutes leisten kann. Das Spiel sieht – kurz gesagt – überwältigend gut aus. Alles wirkt unglaublich detailliert, die Charaktermodelle lassen Feinheiten erkennen, die wir uns in manchem linearen Game wünschen würden. Die Weitsicht ist atemberaubend, die Qualität der Texturen hochwertig. Wenn wir meckern müssten, dann könnten wir uns höchstens über kleinere Pop-Ups in weiter Ferner ärgern. Aber das wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Grafisch ist Horizon: Zero Dawn ganz, ganz weit vorne. Und wer eine Playstation 4  Pro besitzt, der freut sich über UHD-Auflösung, etwas kürzere Ladezeiten (auf der Playstation 4 sind diese aber auch schon sehr kurz) und etwas höher aufgelöste Texturen.

Horizon: Zero Dawn im Test: Fazit

Ganz ehrlich? Selten haben wir ein solch herausragend gutes Spiel in Händen gehalten. Das Gesamtpaket ist schlicht der Hammer. Technisch und auch spielerisch leistet Guerilla Games hier ganze Arbeit. Alles wirkt durchdacht, alles wirkt detailverliebt. Hinzu kommen keinerlei technische Patzer und eine Spielwelt, die es so noch nicht gab. Hut ab!

Die besten Spiele für PlayStation 4 Pro

Quelle: PC Magazin / Bildmaterial der Hersteller
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