Testbericht

Highend-Grafikkarten im Test

Die Korken sind noch nicht gelandet, da ist ATIs Siegesrausch auch schon wieder vorbei. Nach einem Doppelschlag von nVidia geht AMD/ATI sowohl im Preis- als auch Leistungskampf zu Boden. Gewinner sind die 9800GTX und der neue Superschwergewichtler 9800GX2.

  1. Highend-Grafikkarten im Test
  2. Teil 2: Highend-Grafikkarten im Test
Knock out

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Im Gegensatz zur 7950GX2 sitzt der Aluminiumkühlkörper bei der 9800GX2 zwischen den beiden Platinen. Somit werden beide GPUs mit nur einem Kühlkörper gekühlt. Um das Gespann optisch aufzupeppen, hat nVidia die Karte in Blech gehüllt.

Nachdem AMDs Flaggschiff, die 3870X2, ordentlich vorgelegt hat, zieht nVidia mit der 9800 GX2 nach. Dabei handelt es sich im Prinzip um zwei 8800GTS-512-Grafikkarten, die miteinander verbunden sind, aber nur einen Steckplatz belegen. Die Option, eine zweite Karte nachzurüsten, besteht also weiterhin. Die Geforce 9800 GX2 ist mit zwei G92-GPUs bestückt. Jede GPU befindet sich auf einer eigenen Platine, die mittels eines Onboard-SLI-Connectors miteinander verbunden sind. Letzteres ist auch das erste Manko: Kommen Spiele zum Einsatz, die SLI nicht unterstützen, sinkt die Leistung unter das Niveau einer 8800GTS 512. Die meisten aktuellen Topspiele wie Call of Duty 4 bringen allerdings die volle Leistung.

Allgemein lässt sich sagen, dass besonders Anwendungen, die in hohen Auflösungen und mit vielen "Qualitäts-Extras" laufen, von der höheren Leistung profitieren. Die Bauweise der GX2 bringt einige Nachteile mit sich. So können die Grafikprozessoren aus thermischen Gründen - die PCBs liegen sehr nah aneinander - nicht mit voller Frequenz laufen. Die beiden GPUs der Doppelkarte, die jeweils 128 Streaming-Prozessoren beinhalten, sind deshalb mit 600 MHz statt wie bei der 8800-512-GTS mit 650 MHz getaktet, der Shadertakt liegt bei 1500 MHz, während die GTS auf 1625 MHz kommt. Lediglich die Taktfrequenz des Grafikspeichers liegt mit 1000 MHz etwas höher (970 MHz bei der GTS). Pro GPU stehen 512 MByte GDDR3 zur Verfügung, so dass insgesamt 1 GByte Grafikspeicher auf Material wartet. Dadurch ergibt sich ein maximaler Speicherdurchsatz von 128 GByte/s.

High-End-Grafikkarten

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Nvidias GeForce 9800GX2 trägt derzeit die Performance-Krone bei den Grafikkarten - ist seitens der Spiele aber auf einen vernünftigen SLI-Support angewiesen.

Außerdem unterstützt die GeForce 9800 GX2, wie alle Karten aus der 9000er Serie, das weiterhin aktuelle Shader Model 4.0. Auch bietet die Grafikkarte die volle Unterstützung von HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection), so dass man über den DVI-Ausgang verschlüsselte Audio- und Video-Daten wiedergeben kann. nVidia gibt für die Geforce 9800 GX2 einen maximalen Leistungsverbrauch von 197 Watt an. Um den Strom liefern zu können, verfügt die Karte über einen sechs- und einen achtpoligen Stromanschluss.

Diese Buchsen hat nVidia in die Außenhülle integriert, was dazu führen kann, dass einige Stecker nicht direkt passen, wie zum Beispiel die des Dark Power Pro Netzteils von Be Quiet. In diesem Fall helfen nur Adapter weiter. Zusätzlich befindet sich seitlich ein SPDIF-Anschluss und unter einer Abdeckung die SLI-Verbindung für eine zweite 9800GX2 Grafikkarte. Ein Radiallüfter sorgt für einen ausreichenden Luftzug bei einem angenehmen Geräuschpegel. Zwischen den beiden PCBs sitzt der Kühlkörper mit den Aluminiumlamellen, der über die Außenseiten hinweg mit einer Abdeckung die Karte umschließt. Die resultierende GPU-Temperatur liegt laut GPU-Z bei 85 Grad Celsius unter Last und 61 Grad Celsius im Leerlauf.

Knock out

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Im Gegensatz zur 7950GX2 sitzt der Aluminiumkühlkörper bei der 9800GX2 zwischen den beiden Platinen. Somit werden beide GPUs mit nur einem Kühlkörper gekühlt. Um das Gespann optisch aufzupeppen, hat nVidia die Karte in Blech gehüllt.

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