Testbericht

High-End-Navis im Check

Ein portables PKW-Navigationsgerät bekommt man beim Discounter schon für knapp 100 Euro. Die Hersteller bieten jedoch auch Navis an, die bis zum Fünffachen dessen kosten. Sechs der teureren Geräte haben wir uns näher angesehen.

High-End-Navis

© Archiv

Sind mittlerweile in vielen PKW zu finden: Navis.

Ein preiswertes Navi muss nicht zwangsläufig ein schlechtes Navi sein. Um beispielsweise sicher von A nach B zu kommen, kann man heute jedem aktuellen Navi vertrauen, auch wenn es beim Lebensmittel-Discounter um die Ecke oder im nächsten Baumarkt erworben wurde. So gibt es kaum Unterschiede bei der Qualität des Kartenmaterials oder bei der Möglichkeit, die Karte in 3D oder 2D am Bildschirm erscheinen zu lassen. Auch die Bedienung ist per Touchscreen durch Antippen der Symbole mit dem Finger problemlos möglich. Trotzdem sollte man sich bei der Anschaffung eines Navigationsgeräts nicht nur vom Preis beeindrucken lassen.

Extrabreit

Im Vergleich zu den preiswerten besitzen die von uns getesteten teureren Modelle ausnahmslos mehr Funktionen sowie leistungsfähigere Techniken. Das beginnt bereits beim Display. Statt einer Diagonale von 3,5 Zoll und einem Seitenverhältnis von 4:3 sind es bei den teureren Modellen meist 4,3 Zoll im Format 16:9. Das "Navigon 8110" bringt es so gar auf 4,8 Zoll. Auf einem Bildschirm im Format 16:9 lassen sich im Vergleich zum Format 4:3 wesentlich mehr Details und zusätzliche Informationen abbilden, ohne bei der Kartendarstellung nennenswerte Einbußen hinnehmen zu müssen.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen wie unser Testkandidat "Merian Scout Navigator". Obwohl das Gerät im oberen Preissegment angesiedelt ist, hat es ein 4,3-Zoll-Display. Das liegt allerdings in seinem vorrangigen Anwendungsgebiet als Reisebegleiter begründet. Denn es soll bequem in jede Jackentasche passen und bei Bedarf Reiseinformationen multimedial vermitteln. Dazu wird per GPS der aktuelle Standort ermittelt und dann die dazu passenden Informationen ausgegeben. In diesen Informationen steckt viel Aufwand, was den relativ hohen Preis begründet. Bei der Befestigung der Navigationsgeräte im PKW haben sich die Hersteller die unterschiedlichsten Lösungen einfallen lassen.

Allen gemein ist die Befestigungsmöglichkeit an der Frontscheibe des PKWs mithilfe eines Saugnapfes. Statt an der Scheibe kann man die Saugnapfhalterung auch mithilfe eines speziellen Adapters auf dem Armaturenbrett befestigen. Ein Vibrieren des Navis während der Fahrt, das bei einigen Geräten im niedrigen Preissegment häufig auftritt, konnte bei keinem Gerät festgestellt werden. Etwas skeptisch waren wir anfangs beim Falk F10. Während alle anderen Navis immer irgendwie in die Halterung einrasten müssen, wird dieses Gerät lediglich durch einen Magneten gehalten. Das funktioniert erstaunlich gut.

Das Navi blieb immer fest an seinem Platz und ließ sich dennoch besonders leicht befestigen und wieder lösen. Dennoch begleitet alle Geräte ein Nachteil: Das Stromversorgungskabel des Navigationsgeräts hängt meist unschön vorm Armaturenbrett herum. Deswegen bieten die Hersteller meist auch sogenannte Einbau-Kits für ihre Navis an. Damit verschwinden die Kabel hinter der Konsole und stören nicht mehr. Alle Geräte brauchten nach dem Einschalten nur kurze Zeit, um bereit zum Navigieren zu sein. Bei der Geschwindigkeit zur Berechnung der Route zeigte keines der Geräte Schwächen. Auch nach dem Aussetzen des Empfangs beim Durchfahren eines Tunnels war der Empfang der Satelliten unmittelbar nach Verlassen des Tunnels wieder da. Bestnoten gab es durchweg für das schnelle Neuberechnen der Route, nachdem man sich verfahren hat.

High-End-Navis

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Rechtzeitig bevor die Spur gewechselt werden muss, weist der Fahrspurassistent den Autofahrer darauf hin.

Welche Unterschiede es beim Kartenmaterial gibt und welche Verständigungsprobleme auftreten können, steht auf Seite 2...

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Sind mittlerweile in vielen PKW zu finden: Navis.

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