Ambient Sound

Heco Ambient 5.1A im Test

Darf's auch etwas weniger sein? Heco will mit dem neuen Ambient 5.1A den heiß umkämpften Mini-Sub-Sat-Markt aufmischen. Die Vorzeichen stehen gut.

Heco Ambient 5.1A

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Heco Ambient 5.1A

Fast jeder Boxenhersteller bietet heute neben seinen renommierten Lautsprecherserien auch kleine Sub-Sat-Systeme an. Der Kunde verlangt danach. Diese Sets sind wahre Problemlöser. Ob für die beengte Studentenbude oder als Einsteiger-Set für eine unauffällige Integration ins Wohnambiente: Sextette dieses Formats haben ihre Daseinsberechtigung.

Das Angebot ist groß und reicht von kleinen Plastikdosen mit billigen Breitband-Chassis bis zu massiven Alu-Gehäusen und eingebauter Zwei-Wege-Technik. Heco hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, in diesem oft belächelten Segment ein ernst zu nehmendes Set auf die Beine zu stellen.

Ambient 5.1A besteht aus vier identischen Satelliten der Ein-Liter-Klasse und einem nur kaum größeren Center sowie einem Subwoofer mit 20er-Chassis in Bassreflextechnik. Schon äußerlich erkennt man den Anspruch: Die schwarz lackierten Gehäuse im Piano-Finish machen wirklich etwas her. Bestückt sind die Aluminium-Gehäuse mit 75-Millimeter-Langhub-Chassis und 20-Millimeter-Kalotten.

Dem Stellenwert des Centers im Heimkino entsprechend, sind gleich zwei der kleinen Tief-/Mitteltöner verbaut. Reversible Sicherungen schützen die Chassis vor dem Hitzetod. Nicht üblich in diesem Boxensegment sind die massiven vergoldeten Schraubklemmen, die auch Bananenstecker aufnehmen.

Für alle vier Satelliten sind Wandhalterungen im Lieferumfang enthalten. Kleine Glasfüße sowie optional erhältliche schmale Boxenständer runden das bis dahin positive Bild ab.

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Heco Ambient 5.1A
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Heco Ambient 5.1A € 700; www.heco.de+ für das Format erstaunlich ausgewogene Wiedergabe- Pegelfestigkeit begrenztGesamtwertung: befriedigend 57…

Eine Herausforderung für jeden Entwickler

Man erkennt schon, dass es Heco ernst meint. Es wurden nicht nur Chassis von der Stange verbaut, vielmehr haben sich die Entwickler Gedanken darüber gemacht, wie man aus den Miniatur-Behausungen einen möglichst guten Klang zaubern kann. Genau genommen, sind das die Herausforderungen für die Ingenieure, bei denen weder das Format noch das Geld eine Rolle spielt.

So wurden die Tief-/Mitteltöner einer gezielten Stresskur unterzogen, um einen optimierten Antrieb zu schaffen sowie die bestmögliche Membrankonsistenz. Auch an der Frequenzweiche wurde nicht gespart: Zum Großteil kommen hochwertige Bauteile zum Einsatz.

Das zahlt sich aus, wie der Hörtest zeigte. Das Set spielt dank gutem Bass-Fundament erstaunlich erwachsen. Das heißt, man hat nicht den Eindruck, dass hier lediglich Miniaturboxen den Ton angeben. Vor allem den Übergang vom Subwoofer zu den Satelliten haben die Entwickler sauber hinbekommen. Obwohl der Bass bis 120 Hertz hinauflaufen muss, lässt er sich - sofern er im vorderen Bereich zwischen den Satelliten platziert ist - nicht orten. Auch entsteht keine Lücke zwischen Sub und Satelliten.

Ob Diana Krall in Stereo Jazz-Songs zum Besten gibt oder im Heimkino der Film Der Pakt der Wölfe läuft, das Set zieht sich immer gut aus der Affäre. Beeindruckend ist das Bass-Fundament: nicht nur in der Tiefe, sondern auch in der Präzision. Es steht den großen, mehrfach so teuren Sets in kaum etwas nach.

Die leichte Präsenzbetonung lässt sich angesichts der sonst korrekten Tonalität gut verschmerzen. Vor allem gefällt der einheitliche Klang aller Satelliten des Sets. Damit klingen räumlich gut eingefangene Szenen recht authentisch und der Zuschauer wird vom eigentlichen filmischen Geschehen kaum abgelenkt.

Fazit

Man muss dem Set eine gute Klangnote attestieren. Es macht quasi alles richtig, wenngleich es prinzipbedingt keine hohen Pegel verträgt. Doch darüber kann man getrost hinweghören, wenn man bedenkt, dass ansonsten eine ausgewogene Tonalität vorhanden ist und die Rundumkulisse erstaunlich plausibel klingt. 700 Euro sind in Hecos Ambient 5.1A gut investiert. Das kann nur heißen: Kauftipp.

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