Menü

Android-Tablet Google Nexus 7 im Test

Bisher hat es kaum ein Hersteller geschafft, Apple beim iPad richtig Paroli zu bieten. Dafür müsste ein Gerät ähnlich gut, aber deutlich billiger sein. Das Nexus 7 von Google, das Asus im Auftrag fertigt, hat das Zeug dazu.
Google Nexus 7
vergrößern
© David Göhler

Täglicher Newsletter

Das Besondere des kleinen 7-Zoll-Tablets ist Android 4.1 alias Jelly Bean. Einer der großen Unterschiede zwischen 4.0 und 4.1 ist die "gefühlte Bediengeschwindigkeit". Das Nexus 7 fühlt sich unglaublich flott an. Scrollen, App-Starts, Menüs: Alles erscheint sofort und fliegt butterweich über den Schirm. Selbst ein Samsung Galaxy SIII (ebenfalls mit 4-Kern-Prozessor und einem Bildschirm mit 1200x800 Pixeln) zeigt sich merklich zäher. Die Geschwindigkeitsmessungen mit Geekbench zeigen: Das Nexus ist mit 1363 Punkten fast so schnell wie ein Samsung Galaxy SIII (1407 Punkte), ein iPhone 4S erreicht 623 Punkte, ein iPad3 lediglich 749.

Gute Ausstattung

Dabei kostet das Nexus 7 nur einen Bruchteil. Mit 8 GByte Flash-Speicher, Front-Kamera, 7-Zoll-Display und 1280x800 Punkten sind 200 Euro fällig, mit 16 GByte 250 Euro. Es fehlen allerdings ein SD-Karten-Slot, ein Mobilfunk-Modem und eine rückwärtige Kamera. Für Skype reichen die eingebaute Front-Kamera und die Mikrofone völlig aus. Wer unterwegs mit dem Tablet online sein möchte, muss sein Smartphone in den Tethering-Modus schalten, was mit einem Samsung Galaxy SIII und Apple iPhone 4S problemlos ging. Das Display ist für diese Preisklasse hervorragend und lässt sich aus nahezu jedem Winkel gut einsehen. Lediglich in der Sonne bekommt man Probleme, die Inhalte auf dem Display zu erkennen. Die Akku-Laufzeit gibt Google mit 8 Stunden an, was realistisch erscheint. Im Test hielt das Gerät auch dann einen Tag durch, wenn man es intensiv nutzte.

Das Nexus fühlt sich sehr flott an; das Display ist auch aus größeren Winkeln gut ablesbar. © David Göhler
Das Nexus fühlt sich sehr flott an; das Display ist auch aus größeren Winkeln gut ablesbar.

Wem der geringe Hauptspeicher nicht reicht, muss auf Cloud-Dienste ausweichen. Nach dem Start verlangt das Gerät zwingend einen Google-Account, um alle Dienste aufsetzen zu können. Auf dem Tablet sind alle wichtigen Google-Apps bereits vorinstalliert. Nach Eingabe der Account-Daten funktionieren sie sofort. Weitere E-Mail-Konten per IMAP, POP3 oder Exchange lassen sich problemlos einrichten. Den ersten Geräten liegt außerdem ein Gutschein von 20 Euro für den Einkauf im Google-Play-Store bei. Bei Apps ist der Store prall gefüllt, bei Büchern und Filmen gibt es große Lücken. Aber dafür gibt es ja auch Alternativen.

Google Nexus 7: Testurteil

  • Preis 199 Euro
  • Display: 7-Zoll-TFT, 1280x800 Punkte
  • Internet: nur per WLAN 802.11 b/g/n
  • Maße: 199x120x11 mm, 340 Gramm
  • Mitgeliefert: USB-Kabel, Netzteil, Faltblatt
  • Wertung: gut

Fazit

Das Google Nexus 7 ist eine Rakete zum kleinen Preis, aber auch mit kleiner Ausstattung. Wen das nicht stört, der bekommt ein sauber verarbeitetes, schnelles, schnörkeloses 7-Zoll-Tablet für 200 (8 GB) oder 250 Euro (16 GB). Die schnelle Bedienung garantiert dabei eine Extraportion Spaß. Wer sich noch nicht entscheiden kann, sollte auf einen Test des Amazon Kindle Fire HD warten, der für den Herbst angekündigt ist und bei gleicher Hardware noch günstiger sein wird.

 
Whitepaper Lexware-Logo
Content-Revolution Wie Sie professionelles Content-Marketing betreiben.
Haptik-Effekt Im Einsatz im multisensorischen Marketing.
x