Testbericht

Google Chrome

Ein eigener Google-Browser lag schon länger in der Luft. Der Online-Riese benötigt dringend eine Plattform, um seine zahlreichen Dienste zu integrieren. Von Google Chrome liegt die erste Testversion für Windows XP und Vista vor.

Google Chrome

© Tim Kaufmann

Will an die Spitze: Googles Chrome.

Weil Google kaum deutlich macht, dass es sich beim aktuellen Chrome um eine Beta-Version handelt, hat das Unternehmen bereits die Kritik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik auf sich gezogen. Zudem erhält jede Chrome-Installation eine ID, die bei verschiedenen Gelegenheiten an Google übermittelt wird.

Wer Chrome trotz dieser Unannehmlichkeiten installiert, der findet darin einen flotten Browser, der vor allem durch die auf das Wesentliche reduzierte Zahl von Bedienelementen auffällt. Ins Auge springt die Position der Tabs, die am oberen Rand des Programmfensters untergebracht wurden. Grundsätzlich funktionieren Tabs in Chrome wie gewohnt, wenn auch eine nette Animation beim Verschieben von Tabs die Usability etwas verbessert. Unausgegoren zeigt sich das Tab-Management lediglich, wenn viele Reiter zu verwalten sind.

Wirklich innovativ ist Chrome nicht. Wie man die Domain im Adressfeld durch schwarze Schrift vom Rest der URL abhebt und so Phishern das Leben etwas erschwert, hat der Internet Explorer 8 vorgemacht. Das Omnibar getaufte Adressfeld erinnert mit seiner Auto-Vervollständigung an Awesome Bar in Firefox 3, obgleich Chrome zusätzlich auch populäre Domains vorschlägt, die bisher noch nicht besucht wurden. Die Startseite, die Thumbnails häufig besuchter Seiten anzeigt, hat Opera mit Speed Dial schon lange im Angebot und InPrivate-Browsing gibt es bereits in Safari und IE8.

Google Chrome

Google Chrome Webbrowser

Google

www.google.com/chrome/

Weitere Details

Fazit:Die erste Beta-Version von Google Chrome liegt vor. Wir haben sie einem ersten Test unterzogen.

Beta

Für Entwickler

Unter Chromes' Haube werkelt eine aktuelle Ausgabe von Apples Webkit, sodass Web-Entwickler, die bereits auf Safari testen, sich hinsichtlich der Darstellung ihrer Seiten keine Gedanken machen müssen. Das gilt zumindest, sofern sie kein Javascript verwenden. Denn mit V8 hat Google eine von Grund auf neu entwickelte Engine integriert. Sie fällt vor allem durch ihre enorme Geschwindigkeit auf und ließ in ersten Tests sogar die flotte Engine von Safari hinter sich. Zudem startet Chrome jedes Tab in einem eigenen Prozess. Das hat den Vorteil, dass der Absturz eines Tabs nicht den gesamten Browser in den Abgrund reißt.

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