Testbericht

FullHD-Beamer für 1.500 Euro

Einen FullHD-Beamer gab es noch nie für 1.500 Euro. Mitsubishi kalkulierte den neuen HC 5500 knallhart und bringt den Beamermarkt damit in Bewegung.

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Mitsubishi HC 5500

Einen FullHD-Beamer gab es noch nie für 1.500 Euro. Mitsubishi kalkulierte den neuen HC 5500 knallhart und bringt den Beamermarkt damit in Bewegung.

Schon sein Vorgänger HC 4900 ging letztes Jahr in die Historie der Projektionstechnik als erster FullHD-Beamer unter 2.000 Euro ein. Er fand viele Freunde, besonders unter den Einsteigern. Mit dem HC 5500 will Mitsubishi diese Erfolgsstory weiterschreiben und bringt eine verfeinerte Version für nochmals deutlich weniger Geld auf den Markt.

Ausstattung

Der Hersteller hat sich beim letztjährigen Preisbrecher Kritik für die Skalierungselektronik anhören müssen und hat prompt gehandelt. Die wohl angenehmste Innovation im HC 5500 ist der Einsatz des Reon-Chips von Silicon Optix zur Bildaufbereitung. Seine HQV-Algorithmen zeichnen für die Säuberung und intelligente Aufbereitung verantwortlich, die das Videobild letztendlich auf das LCD-Panel bringt. Doch wie kann man einen so hochwertigen Chip einsetzen und dabei 25 Prozent am Endpreis einsparen? Man spart an anderen Features.Wo der Rotstift angesetzt wurde, mussten wir jedoch fast schon suchen. Der HC 5500 bietet alle Features, die man selbst von einem anspruchsvollen Gerät erwarten darf. Die automatische fünfstufige Iris wurde beschleunigt, sodass ihr Einsatz nur noch positiv auffällt. Durch den Reon-Chip gibt es eine Menge neuer Bildverbesserungsoptionen und sinnvolle Standards wie Öko-Lampenmodus, Farbtemperaturabgleich, Rück- und Deckenprojektion, Overscan-Anpassung sowie viele Zoomvarianten bleiben erhalten.

FullHD-Beamer-Schnäppchen

Würden Sie sich für 1.500 Euro einen FullHD-Beamer gönnen?

Ja, würde ich mir zusätzlich zu meinem LCD-TV holen.30%
Ja, aber nur anstelle eines neuen Fernsehers.28.8%
Nein, ist mir immer noch zu viel.36.3%
Bin noch unentschlossen.5%

Auf den zweiten Blick scheint der HC 5500 sogar dem letztjährigen HC 6000, der noch stolze 4.000 Euro kostete, ähnlicher zu sein als dem kleinen HC 4900. Das formschöne, kompakte Gehäuse und ein extrem geringes Betriebsgeräusch ist ja allen Mitsubishi-Beamern gemein. Erst wenn der Projektor den Labortisch verlässt und er im Heimkino installiert werden soll, zeigt sich, wo offensichtlich Geld einzusparen war: an der Optik. Dabei ist das nicht einmal im rein negativen Sinne zu sehen, denn wenn ein paar Linsen weniger im Weg stehen, kommt mehr Licht an der Leinwand an. Mitsubishi setzt im HC 5500 lobenswerterweise immer noch auf eine voll motorisierte Optik, doch ihr Zoomfaktor ist von 1,6 auf 1,2 verkleinert worden.

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Im Messlabor macht der neue Mitsubishi eine sehr gute Figur. Vor allem die Linearität der Farbtemperatur, also die Neutralität aller Helligkeitsbereiche gefällt sogar in der Werkseinstellung. Eine Optimierung gelingt perfekt. Der Farbraum lässt sich nicht anpassen und überragt die HDTV- und PAL-Normflächen in allen Grundfarben. Er lässt also keine Nuance aus und neigt zu kräftigen Tönen. Das Gamma, also die logarithmische Helligkeitsumrechnung von Eingangspegel in der Lichtstärke, ist vorbildlich, sogar fast perfekt im voreingestellten Kinomodus. Allein das Tiefschwarz ohne Irishilfe ist eher flau.

Zudem fällt der horizontale Lensshift weg, der die Anbringung des Projektors seitlich variabel machte. Der HC 5500 muss jetzt pro Meter Bildbreite 1,42 m bis 1,69 m von der Leinwand entfernt mittig positioniert werden, wobei ein vertikaler Lensshift von +/-50 Prozent die Höhe recht variabel lässt. Heimkinofreunde haben dennoch viele Möglichkeiten. Die Zimmerdecke ist dabei der perfekte Ort für eine optimale Installation. Da Mitsubishi das gesparte Geld doppelt in die Bildqualität investiert hat, ist diese mechanische Kürzung zu verschmerzen. Immerhin hat die Firma es geschafft, die von uns gemessene ANSI-Lichtleistung zu den Vorgängern noch zu erhöhen, und das ohne die allerneueste LCD-Paneltechnik bemühen zu müssen, sondern mit der deutlich preisgünstigeren Vorjahresvariante.

Hier sind die Leiterbahnen zwischen den Pixeln noch etwas dicker, es kommt also theoretisch weniger Licht durch, und der Fliegengittereffekt ist stärker. Das beworbene Mikrolinsendisplay, das dies eliminieren soll, ist deutlich weniger effizient als das von Top-Beamern. Stellt man die Optik messerscharf ein, werden die Strukturen direkt an der Leinwand sichtbar, im täglichen Einsatz bleiben sie unbemerkt, erhöhen den Schärfeeindruck eher noch.

Die Beurteilung der Bildqualität und das Fazit finden Sie auf Seite 2...

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