Testbericht

Fujifilm Finepix JX280

Für eine Kompaktkamera, die nur 120 Euro kostet, bietet die Fujifilm Finepix JX280 eine recht ordentliche Ausstattung mit 5-fach-Zoom, 14-Megapixel-Sensor und diversen Automatikfunktionen.

  1. Fujifilm Finepix JX280
  2. Datenblatt
Fujifilm Finepix JX280

© Hersteller (Fujifilm)

Fujifilm Finepix JX280

Wie viele Kameras dieser Preisklasse will die Finepix JX280 eine "Familienkamera" sein und übernimmt als solche fast alle Aufnahmeeinstellungen, damit sich auch Kinder zurechtfinden. Nur wenige Parameter lassen sich manuell vorgeben. Das Gehäuse macht für eine 120-Euro-Kamera haptisch einen sehr passablen Eindruck, ist mit 96 x 57 x 23 mm und 129 g zudem recht kompakt und leicht. Sechs Farbvarianten stehen zur Wahl: Schwarz, Silber, Gold, Pink, Rot und Blau.

Da im unteren Preissegment noch immer die Megapixelzahl als schlagendes Kaufargument gilt, scheint es nur konsequent, dass Fujifilm einen CCD-Sensor einsetzt, auf dem fast 14 Millionen Megapixel auf einer winzigen Fläche mit 1/2,3-Zoll-Diagonale unterkommen. Dazu gibt es ein weitwinkliges, allerdings nicht sonderlich lichtstarkes 5-fach-Zoomobjektiv mit 28 bis 140 mm KB-Äquivalent (f3,6-f5,9). Im Lieferumfang ist ein Lithium-Ionen-Akku enthalten, so dass dem Anwender keine Zusatzkosten für Batterien entstehen.

Videos nimmt die Finepix JX280 dem aktuellen Trend entsprechend mit 1280 x 720 Pixeln und 30 B/s im Motion-JPEG-Format auf. Allerdings funktioniert während der Aufnahme weder der Autofokus noch das optische Zoom, was den Nutzen der Videofunktion deutlich schmälert.

Handhabung

Rechts neben dem vergleichsweise kleinen 2,7-Zoll-Monitor befinden sich das etwas zu leichtgängige Moduswahlrad an der Auflagefläche für den rechten Daumen, eine Taste zum Wechsel in den Wiedergabemodus, eine zum ein- bzw. ausblenden der Aufnahmeparameter und Gitterlinien sowie die Vier-Richtungs-Wippe, die einen schnellen Zugriff auf Belichtungskorrektur, Makromodus, Blitz und Selbstauslöser gewährt. Letztere wurde etwas unglücklich in der rechten, unteren Ecke platziert, was das einhändige Fotografieren erschwert. Ein Schnellmenü, das über der Vorschau am Bildrand einblendet, fehlt. Das übliche Hauptmenü muss genügen; es besteht aus einer zwei- und einer vierseitigen Scrollliste. Das Zoom reagiert schnell, macht aber laute Betriebsgeräusche. Der Autofokus traf im Lowlight-Test gerade einmal jedes zweite Mal die richtige Schärfe. Und die Auslöseverzögerung ist mit 0,66 (WW) und 0,77 s (Tele) vergleichsweise lang.

Bildqualität

Die Finepix JX280 holt aus dem 14-Megapixel-Sensor eine hohe Spitzenauflösung von 1406 LP/BH heraus, die sie allerdings nur in der Bildmitte und im Weitwinkel erreicht. In den Bildecken sank der Wert teils um über 300 LP/BH, und im Tele bleibt er generell unter 1000 LP/BH. Zu den Stärken der JX280 zählen der gute Objektkontrast (9,3/8,3 Blenden bei ISO 100/400) und eine nicht messbar schwache Weitwinkelverzeichnung, zu den Schwächen das überdurchschnittliche Bildrauschen (2,2/2,7 VN) und der nicht unerhebliche Texturverlust (1/1,4 Kurtosis). Bei höheren Empfindlichkeiten ab ISO 400 wirken die Aufnahmen unscharf, beinahe ein wenig verwaschen.

Fazit - Fujifilm Finepix JX280

Die Fujifilm Finepix JX280 bietet ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis, sie ist ziemlich klein, leicht und liefert eine in dieser Preisklasse leicht überdurchschnittliche ISO-100-Bildqualität. Wegen der wenigen Einstellmöglichkeiten eignet sie sich nicht für ambitionierte Fotografen. Und für Kleinkinder ist sie unter Umständen zu empfindlich.

www.fujifilm.eu/de/

Fujifilm Finepix JX 280

HerstellerFujifilm
Preis130.00 €
Wertung49.5 Punkte
Testverfahren1.5

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