KAMERATEST

Fujifilm Finepix HS30 EXR

Beim Blick auf die technischen Daten hat sich im Vergleich zur Vorgängerin bei der Fujifilm Finepix HS30 EXR wenig getan:

  1. Fujifilm Finepix HS30 EXR
  2. Datenblatt
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© Fujifilm

Den riesigen Brennweitenbereich von 24-720 mm KB-äquivalent, den CMOS-Sensor mit 16 MP und der eher ungewöhnlichen Größe von 1/2 Zoll hatte schon die HS20. Sie schlug sich in unserem Test beachtlich und scheiterte mit 49,5 Punkten nur denkbar knapp an der 50-Punkte-Schallmauer - entsprechend hoch geschraubt waren unsere Erwartungen and die HS30.

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© Fujifilm

Die Kamera liegt dank einer guten Formgebung und einer gummierten Oberfläche tadellos in der Hand, und die Bedienelemente sind ergonomisch angeordnet. Tasten und Einstellräder haben deutliche Druck- und Rastpunkte, nur die Kennzeichnung an manchen Tasten ist platzbedingt mitunter etwas klein geraten. Ansonsten gibt es an der Verarbeitung nichts zu meckern: Ob es die Klappe für das Speicherkartenfach, das Stativgewinde oder der Deckel für das Akkufach ist - alles erste Sahne.Das Einstellmenü klotzt mit einer Vielzahl von Möglichkeiten, bleibt aber trotzdem übersichtlich und verständlich. Einstellungen die häufiger verändert werden, sind auf Schnellzugriffstasten gelegt. Da kann sofort kontrolliert und verändert werden, ohne dazu extra ins Menü schalten zu müssen. Die Aufteilung der Funktionen auf verschiedene Einstellräder und Tasten ist äußerst praxisgerecht - das Haupteinstellrad an der Kameraoberseite hät die Grundeinstellungen wie P, S, A, M stets parat. Zur manuellen Einstellmöglichkeit passt die Option, Aufnahmen im RAW-Format für die Weiterbearbeitung zu speichern, und auch die optional erhältlichen Aufsteckblitze mit LZ42 bzw. 20 weisen in Richtung "perfektes Gesamtpaket für alle anspruchsvollen  Fotografen, die eine exzellente Bildqualität und viel Flexibilität in einer einzigen Kamera erwarten", wie es die Fujifilm-Website verspricht.

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© Fujifilm

Das klappbare 3 Zoll große Display mit 153.300 RGB-Pixeln ist gestochen scharf und die Farben werden angenehm neutral abgebildet. Symbole und Texte sind gut lesbar. Der elektronische Sucher zählt 306.600 RGB-Pixel. Er ist hell und scharf, allerdings hat man wie bei vielen anderen elektronischen Suchern auch hier den Eindruck, dass die Anzeige etwas flimmert. Er schaltet sich automatisch ein, wenn man sich mit dem Auge nähert. Das spart Strom und erfordert kein extra Ein- und Ausschalten.Die Lichtstärke ist mit f2,8 bis f5,6 für den riesigen Brennweitenbereich gut, ein mechanischer Bildstabilisator ist mit an Bord. So lassen sich die langen Brennweiten auch wirklich nutzen, jenseits der 500-Millimeter-Marke geht aber auch hier ohne Stativ nichts. Schnuckelig: Die Brennweite wird nicht über einen Zoomhebel eingestellt, sondern SLR-like über einen manuellen Zoomring um das Objektiv. Das Drehzoomobjektiv lässt sich punktgenau einstellen - so macht fotografieren Spaß.Wie bei allem Kameras mit EXR-Sensoren, können Pixel zusammengeschaltet werden. Dadurch verringert sich die Auflösung, die Pixel sind aber effektiv größer und besser für schlechte Lichtverhältnisse geeignet. Ein anderer EXR-Modus lässt die Pixel unterschiedlich lange belichten, so dass (ebenfalls bei reduzierter Auflösung) ein Bild mit einem erhöhten Kontrastumfang entsteht.Die Auflösung in der Bildmitte im Weitwinkel ist zunächst eine vorbildliche Reihe: 1554 LP/BH bei ISO 100, 1521 bei ISO 400, 1444 bei ISO 800. Allerdings klafft zu den Ecken eine Lücke von rund 500 LP/BH. Das liest sich nicht nur schlecht im Messprotokoll, sondern ist auch den Bildern anzusehen - zumindest bei kritischen Motiven. Das Rauschverhalten ist bei ISO 100 gut, bei höheren Werten schnell deutlich wahrnehmbar.Fazit: Die Fujifilm Finepix HS30 EXR ist eine Superzoom-Kamera, die bei Ausstattung und Bedienung absolute Bestnoten einfährt, bei der Bildqualität aber doch etliche Punkte liegen lässt.

Fujifilm Finepix HS30 EXR

HerstellerFujifilm
Preis350.00 €
Wertung50.5 Punkte
Testverfahren1.6

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