Testbericht

Fuji Finepix Z20fd

Die Fuji Z20fd ist unbestritten eine auffällige Erscheinung, zeigt im Test aber mehrere Schwachpunkte, die den Bildeindruck erheblich stören.

  1. Fuji Finepix Z20fd
  2. Datenblatt
Fuji Finepix Z20fd Vorderseite

© Archiv

Fuji Finepix Z20fd Vorderseite

Wenn wir eine Kamera als stylisch bezeichnen würden, dann sie: Das Gehäuse des 180-Euro-Modells Fuji Z20fd verjüngt sich asymmetrisch und kommt in geradezu schrillen Farben wie Froschgrün, Pink, Erdbeerrot und Knallblau. Ein dynamisch geformter Objektivschieber schützt das innenliegende Objektiv, und auf der Rückseite ersetzen zwei silberne, runde Vierrichtungswippen die üblichen Tasten. Für die Videoaufnahme gibt's einen separaten Auslöser. Ansonsten ähnelt die karge Ausstattung der von Nikons S210. Allerdings büßt sie gegenüber der noch einen zusätzlichen halben Punkt ein, weil sie den Weißabgleich nicht per Messung vornehmen kann. Außerdem löst der Monitor mit 3 x 50 000 Pixeln etwas geringer auf. Dafür warnt die Z20fd korrekt ab einer Belichtungszeit unter 1/60 s (Weitwinkel) vor Verwacklungen und verfügt wie die S1000fd über eine andauernde automatische Lupenansicht zur Bildkontrolle. Ansonsten ist das Bedienkonzept gewöhnungsbedürftig: Beispielsweise muss der Anwender für alle wichtigen Aufnahmeparameter das Menü öffnen und zum Ändern der Empfindlichkeit sogar eine Seite nach unten scrollen. Eine der beiden Vierrichtungsräder fungiert unter anderem als unkomfortable Zoomwippe, und beim Fotografieren gerät immer wieder der Zeigefinger vor und auf die Linse. Außerdem geht der Z20fd ein Autofokushilfslicht ab, weshalb sie bei dunklen Lichtverhältnissen oft nicht die optimale Schärfe findet.

Fuji Finepix Z20fd Rückseite/ Display

© Archiv

Ein Blickfang ist die Fuji Z20fd allemal - sei es in dieser roten Ausführung oder im schrillen Froschgrün. Dass ihre Bilder aber selbst bei geringer Empfindlichkeit matschig wirken, kostet Punkte.

Bildqualität und Tempo: Trotz ihrer 10 Megapixel löst die Z20fd bei ISO 100 insgesamt etwas geringer auf als Nikons 8-Megapixel-Modell S520. Die ISO-400-Messwerte sind besser, aber nicht gut. In beiden Fällen wirken die Bilder zudem ausgesprochen matschig, was auf schwache Textur aufgrund einer schlechten kamerainternen Rauschunterdrückung hinweist - die übrigens nicht allzu viel bewirkt: Das Rauschen fällt nämlich vergleichsweise stark aus, vor allem bei ISO 400 werden teils großflächige, grüne Farbabweichungen sichtbar. Da die Helligkeit zu den Rändern bei Standardbrennweite um 0,9, im Tele um 1,0 Blenden und damit merklich nachlässt, vergeben wir einen halben Minuspunkt. Außerdem braucht die Z20fd im Serienmodus fast 2 s pro Bild. Einschalt- und Auslöseverzögerung bewegen sich mit 2,0 beziehungsweise 0,43 s im Durchschnitt.

Auflösungsdiagramm Fuji Finepix Z20fd

© Archiv

Fujifilm Finepix Z20fd

HerstellerFujifilm
Preis120.00 €
Wertung39.5 Punkte
Testverfahren1.5

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