TESTBERICHT

Fünf Fotobücher mit Digitaldruck

COLORFOTO hat sich fünf Fotobücher im Digtaldruckverfahren näher angeschaut. Im Vergleich zum letzten Test mit ausbelichteten Echtfotobüchern auf Fotopapier ist das Digitaldruckverfahren etwas günstiger. Dafür ist das Papier deutlich dünner und entsprechend empfindlicher. Wenn möglich wurden die Fotobücher im Querformat und immer mit Hardcover bestellt

Fotobuch

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Fotobuch

Die Bücher waren alle fehlerfrei und gut verarbeitet: Weder Bindung noch Papierqualität gaben Anlass zu Kritik. Alle Anbieter bringen eine Software zur Gestaltung der Fotobücher mit, die Anwendern viel Spielraum erlaubt. Ein Assistent unterstützt bei allen den Anwender beim automatischen Befüllen der Fotobücher. Zahlreiche Layout-Vorgaben erleichtern die Gestaltung.Korrekturen nehmen die Programme automatisch vor und erlauben in sehr begrenztem Umfang auch manuelle Korrekturen. Die automatische Korrektur kann zudem nie bei jedem Foto den Geschmack des Anwenders treffen. Deshalb lautet die Empfehlung des Autors: Fotos vor der Verwendung lieber selbst bearbeiten und dann die automatische Korrektur deaktivieren - ansonsten macht sie die individuelle Abstimmung wieder zunichte.Cewe

Fotobuch

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Bei Cewe erfüllt die Bildbearbeitung wie bei der Konkurrenz nur minimale Bedürfnisse - dafür arbeitet die Autokorrektur zuverlässig.

Im deutschsprachigen Raum ist Cewe der größte Fotodienstleister. Die Firma arbeitet mit zahlreichen Einzelhandelsketten sowie Online-Shops zusammen. So können sich Interessenten fast überall die Versandkosten sparen. Dazu müssen sie lediglich die auf den jeweiligen Super- oder Drogeriemarkt angepasste Software-Version laden. Neben Windows und Mac ist sie außerdem für Linux erhältlich. Cewe unterstützt die meisten Zahlungsarten: Neben Lastschrift und Kreditkarte sind außerdem Rechnung und Paypal möglich. Das bestellte Fotobuch "Groß Panorama Hardcover" kostet bei 26 Seiten satte 30 Euro. Rechnet man die Versandkosten dazu, so entspricht es einem Seitenpreis von 1,30 Euro. Bis zu 154 Seiten darf das Buch fassen. Die Oberfläche der Gestaltungssoftware besitzt zahlreiche Symbole, die jedoch weitgehend selbsterklärend sind. Gut: Text bearbeitet die Software direkt im Layout. Bilder und Texte rasten automatisch auf der Höhe anderer Objekte ein. Wie bei der Konkurrenz beschränken sich die Möglichkeiten zur Bildkorrektur auf eher weniger nützliche Effekte sowie Helligkeit und Kontrast. Dafür arbeitet die automatische Bildkorrektur besonders bei der Erkennung von roten Augen äußerst zuverlässig.

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© Archiv

Nach sechs Werktagen traf das Fotobuch sehr gut verpackt und fehlerfrei ein. Die Bindung ist hochwertig und verzeiht sogar Überstrecken. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut, die Farben nicht zu aufdringlich. Die Schärfe könnte bei den Testbildern meist etwas stärker sein, zudem neigen helle Bilder zu leichtem Überbelichten.Fazit: Cewe punktet mit der flexibelsten Software, die für alle Betriebssysteme erhältlich ist. Zudem bietet der Hersteller die meisten Zahlungsarten und günstige Direktabholung über Partner. Fotokasten

Fotobuch

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Die Bildbearbeitung erfüllt zumindest rudimentäre Aufgaben wie rote Augen entfernen gut.

Bei Onlinedienst Fotokasten kostet das "Fotobuch Hardcover A4 quer" 30 Euro mit 28 Seiten - bis zu 100 Seiten sind möglich. Dazu gesellen sich nochmal satte 5 Euro für den Versand. Beim Seitenpreis inklusive Versandkosten liegt Fotokasten dennoch mit 1,24 Euro leicht unter Cewe. Die einfache Oberfläche sollte auch Laien nicht überfordern. Leider fehlt ein Symbol zum Hinzufügen neuer Bildboxen - das gelingt nur über das Kontextmenü per rechter Maustaste. Ein Gestaltungsraster hat Fotokasten nicht, dafür rasten Bilder auf Höhe anderer Bilder ein. Text bearbeitet die Software nicht direkt im Layout, sondern in einem eigenen Fenster - das macht das Einpassen etwas schwieriger. Rote Augen müssen Anwender in der simplen Bildbearbeitung selbst entfernen. Außerdem können sie hier noch Helligkeit, Kontrast, Gamma sowie den Zuschnitt einstellen. Die Effekte sind eher eine Spielerei für Foto-Laien. Erst nach sieben Werktagen traf das Buch von Fotokasten gut verpackt bei den Testern ein - allerdings mit Ankündigung, denn der Anbieter zeigt die ungefähre aktuelle Lieferzeit auf seiner Homepage an. An Bindung und Papier gibt's wie bei den Konkurrenten nichts auszusetzen. Die Farb- und Helligkeitsabstimmung der Bilder gefällt - insbesondere bei den zu dunkel gelieferten Testbildern. Beim stark verrauschten Bild bleiben weiße Hotpixel sichtbar, helle Fotos neigen zu Überbelichtung. Fazit: Fotokasten liefert sehr gute Qualität - wenn auch mit Ankündigung - erst nach sieben Werktagen. Bedauerlich sind die eingeschränkten Bezahlmethoden. Fujifilm

Fotobuch

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Wie die Konkurrenz unterstützt Fujifilm den Anwender beim automatischen Befüllen des Fotobuches - Bildbearbeitungen sind nur rudimentär möglich.

Der Traditionshersteller Fujifilm bietet seine Leistungen unter der Marke Fujidirekt auf der gleichnamigen Webseite an. Das Fotobuch A4 mit Hardcover ist leider nur im Hochformat erhältlich. Für 23 Euro bekommen Interessenten 24 Seiten, die sich auf bis zu 120 Seiten erweitern lassen. Dazu kommen noch 3 Euro Versandgebühren. Der Seitenpreis inklusive Versandkosten liegt bei 1,08 Euro. Die Bezahlung nimmt der Hersteller per Rechnung, Kreditkarte und Lastschrift entgegen. Die Software selbst ist vom gleichen Hersteller wie bei Fotokasten. Entsprechend ist auch sie einfach gehalten und fügt neue Bildboxen nur per Rechtsklick hinzu. Die Tonwertkorrektur ist mit Helligkeit, Kontrast und Gamma brauchbar. Rote Augen müssen Anwender manuell anwählen. Wie bei Fotokasten klappt die Rückgängig-Funktion nur mit Mausklick. Schon nach schnellen zwei Werktagen traf das gut verpackte Fotobuch ein. Cover und Bindung sind fehlerfrei und sauber verarbeitet. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut. Besonders gefallen hat die gute Aufhellung dunkler Bilder, die zu sehr guter Brillanz führt. Die Schärfung könnte etwas stärker ausfallen.Fazit: Günstiger Preis, sehr gute Bildqualität sowie die schnellste Lieferzeit machen Fujifilm nicht nur zum Tipp für Kurzentschlossene.Ifolor

Fotobuch

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Pixelnet bietet seine Fotobücher zum günstigsten Preis bei sehr guter Bildqualität an - Testsieger

Ifolor hat seinen Sitz am Bodensee auf Schweizer Seite, liefert aber dank Grenznähe auch direkt nach Deutschland und Österreich, wobei die Lieferkosten mit 3 Euro im Rahmen liegen. Das Fotobuch Deluxe A4 quer kostet nur 21 Euro bei 26 Seiten - bis zu 132 Seiten sind möglich. Damit sind die Schweizer die Günstigsten: Inklusive Versandkosten liegt der Seitenpreis bei 0,92 Euro. An Zahlungsarten unterstützt Ifolor die bequeme Rechnung ansonsten nur Kreditkarte. Anders als bei der Konkurrenz startet der Assistent zum automatischen Befüllen nicht automatisch - er muss manuell gestartet werden. Die einfach gestaltete Software verzichtet weitgehend auf Symbole. Sämtliche Bedienelemente kann der Nutzer aber der links positionierten Palette hinzufügen. Das Gestaltungsraster lässt sich aktivieren, zudem rasten Elemente auf Höhe anderer Elemente ein. Text bearbeitet der "Designer" in einem extra Fenster, sodass das Einpassen etwas länger dauert. Rote Augen müssen Anwender manuell entfernen. Werkzeuge zum Anpassen von Helligkeit und Kontrast fehlen.

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Selbst aus der Schweiz traf das gut verpackte Fotobuch nach nur drei Werktagen ein. An Bindung und Cover gab es nichts auszusetzen. Bei der Bildqualität überzeugt Ifolor auf der ganzen Linie. Farbe, Schärfe und Brillanz - alles stimmt und führt entsprechend zum besten Gesamteindruck. Fazit: Ifolor punktet mit günstigstem Preis, bester Bildqualität und schneller Lieferzeit. Die Bestellsoftware bietet leider nicht mal einfache Fotokorrekturfilter.  Pixelnet

Fotobuch

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Leider bietet Pixelnet das Fotobuch in A4 nur im Hochformat an. Es hat 24 Seiten und kostet 20 Euro - bis zu 156 Seiten sind insgesamt möglich. Der Seitenpreis inklusive der 3 Euro Versandgebühren liegt bei 0,98 Euro.Bezahlen ist per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte möglich. Die Software besitzt eine Werkzeugpalette, die es erlaubt Bilder in den Vordergrund zu holen oder zu drehen. Auch Texte und Bilder fügen Anwender per Klick hinzu. Sogar Transparenzen lassen sich für Fotos aktivieren. Das Bearbeiten von Texten erledigt Pixelnet über ein extra Fenster - unpraktisch. In der Bildbearbeitung lassen sich neben Helligkeit und Kontrast auch lokaler Kontrast und Farbtemperatur sowie Farbton und Sättigung oder Schärfe einstellen. Rote Augen korrigiert die Software dagegen nicht.

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Für die Lieferung des gut verpackten Fotobuchs benötigte Pixelnet fünf Werktage. Wie bei der Konkurrenz sind Bindung und Cover tadellos. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut. Teilweise fehlt den Bildern jedoch etwas Kontrast. So sind weiße Bildbereiche nicht immer ganz weiß, was etwas Brillanz kostet und den ansonsten sehr guten Gesamteindruck etwas schmälert. Fazit: Nach Punkten kann Pixelnet erneut den Testsieg für sich verbuchen - zum günstigsten Preis im Testfeld. Bei der Bildqualität muss sich Pixelnet jedoch Ifolor geschlagen geben. Gesamtfazit: Pixelnet erreicht mit dem Gesamtpaket aus leistungsfähiger Software, Service und Bildqualität die höchste Punktzahl und somit den Testsieg. Cewe liegt mit einem insgesamt runden Angebot auf Platz zwei des Testfelds und überzeugt mit guter Software und Direktabholung, die Kosten sparen hilft, was ihm den Kauftipp Software + Service einbringt. Bei der Bildqualität liegt das Testfeld auf erfreulich hohem Niveau kaum auseinander. Lediglich Ifolor kann sich dank ausgezeichneter Automatikkorrektur etwas absetzten und bekommt somit den Kauftipp Bildqualität. Abgerundet wird der gute Eindruck bei ifolor durch den günstigen Seitenpreis sowie die Lieferzeit von nur drei Werktagen. Schneller geht's mit zwei Tagen nur noch bei Fujifilm.

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