Digitale Fotografie - Test & Praxis
Testbericht

Fazit

Die Zeiten ändern sich: Erstmals stehen im Wettstreit aktueller Modelle mit APS-C- und Four-Thirds-Sensor zwei spiegellose Systemkameras auf dem Siegertreppchen - und das nicht etwa in der Einsteiger- und Mittelklasse unter 1000 Euro, sondern in der semiprofessionellen Region bis 1600 Euro. In der Gesamtwertung liefern sich Olympus OM-D E-M5 und Fujifilm X-Pro 1 ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während bei der Bildqualität die X-Pro 1 mit durchschnittlich 28 Punkten die Nase vorn hat; OM-D E-M5 und SLT-A77 bringen es auf rund 25,5 bzw. 23,5 Punkte. Bemerkenswert, dass mit der Olympus ein Micro-Four-Thirds-Modell trotz seines kleinen Sensors den zweiten Platz in Sachen Bildqualität holt, wenn auch mit hauchdünnem Vorsprung vor der Sony.

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Die mit überragender Bildqualität punktende Fujifilm holt trotz des langsamsten Autofokus' den Gesamtsieg. auf Platz zwei folgt mit einem Punkt Abstand die Olympus vor der Sony. Wirkliche Verlierer gibt es in diesem Vergleichstest jedoch nicht: Die Klassiker Nikon D300s und Canon 7D müssen sich mit den Plätzen 4 und 5 zufrieden geben, sind aber dennoch hervorragende Kameras - keine Verlierer, nur eben etwas älter. Mit ihren großen, massiven Magnesiumgehäusen mit Pentaprismensuchern repräsentieren sie einen Typ von Kamerawerkzeug, auf den viele professionell arbeitende Fotografen nicht verzichten wollen. Nach dem Motto: Zur Klasse gehört auch Masse. Für die Zukunft sollte das aber auch heißen, dass eine spiegellose Konstruktion mit elektronischem Sucher in einem großen Gehäuse, das satt in der hand liegt, auch professionellen Ansprüchen genügen sollte.

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Das gute Abschneiden des Nikon-Klassikers D300s, der sich einen Tick vor der Canon platzieren kann, zeigt außerdem: Ehrlich währt am längsten. Trotz relativ geringer Grenzauflösung kann sich die Kamera mit äußerst geringen Texturverlusten im Konkurrenzumfeld noch immer gut behaupten. Nur bei der höchsten ISO-Stufe merkt man, dass die kamera in die Jahre gekommen ist. Eine mögliche Alternative, jedoch keine direkte Nachfolgerin, ist derzeit die D7000 für knapp unter 1000 Euro.

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