Playstation 4

Farpoint im Test: Der PS-VR-Shooter, der Maßstäbe setzen will

Mit Farpoint für PS4 will Sony die PSVR weiter nach vorne bringen. Der Shooter ist mit dem VR-AIM-Controller ein riesiger Spaß, doch es gibt auch Schwächen.

Farpoint

© Sony

Auf einem fremden Planten müssen wir in Farpoint nach zwei Wissenschaftlern suchen.

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EUR 51,90

Pro

  • Großartiges VR-Erlebnis mit VR-AIM-Controller
  • Super Grafik, dank Unreal-Engine
  • Kein Input-Lag
  • Koop-Modus
  • Gute Dialoge

Contra

  • Fehlende Abwechslung
  • Nervige Speicherfunktion

Fazit

Farpoint gehört mit dem VR-AIM-Controller zu den Must-Have-Titeln für PSVR.
Gut

​Die Playstation VR ist schon eine tolle Sache. Indes fehlen bisher die wirklichen Knaller-Games. Diesen Umstand will Sony mit Farpoint ausräumen.Wir machen den Test

Farpoint im Test: Die Story

Hätte, hätte? Genau! Die Mission hätte ja so einfach werden können: zwei Wissenschaftler – Dr. Grant Moon und Dr. Eva Tyson - von einer Forschungsmission im All nach Hause bringen. Klingt nach einem Standard-Job. Doof nur, dass auf einmal ein Wurmloch auftaucht und allemann inklusive Forschungsstation verschluckt. Wir werden als Pilot ausgespuckt auf einem uns unbekannten Planeten. Unsere Aufgabe? Die beiden Wissenschaftler wiederfinden. Nur gut, dass die beiden ein Video-Logbuch geführt haben, das uns hilft, die beiden zu verfolgen. Eine Frage stellen wir uns schon da: Wie viel Zeit ist wohl zwischen deren und unserer Landung verstrichen? Gut, dass sich die Entwickler für den Einstieg etwas Zeit gelassen haben. Das sorgt dafür, dass sich die Atmosphäre wunderbar entwickeln kann. Wir stehen inmitten von kargen Felsformationen, riesigen Abgründen und dunklen Höhlen.

Farpoint im Test: Das VR-Gameplay

VR-AIM-Controller

© Sony

Der VR-AIM-Controller ist zwar kein optisches Highlight, die Einbindung in Farpoint jedoch schon. Später sollen weitere Spiele eine Unterstützung mitbringen. Farpoint im Bundle mit dem VR-AIM-Controller kostet 90 Euro.

Bislang gab es an VR-Shootern vor allem sogenannte Rail-Shooter, auf denen wir auf Schienen durch die Levels kutschiert wurden. Farpoint verzichtet darauf indes und erlaubt uns mehr Freiheiten. Wir können uns also frei bewegen - fast zumindest. Sie können sich in den schlauchartigen Levels zwar vorwärts, rückwärts und seitlich fortbewegen. Eine völlige Bewegungsfreiheit gibt es jedoch nicht. Die Grenzen der Wege sind durchaus eng vorgezeichnet, doch hin und wieder finden wir auch Alternativrouten.

Besonders beeindruckend wird Farpoint dann, wenn man das optional erhältliche Plastik-Gewehr - den VR-AIM-Controller oder VR-Zielcontroller - dazu kauft. Denn der liegt nicht nur super in der Hand, auch die Umsetzungen der Bewegungen haben die Entwickler grandios hinbekommen. Anlegen, feuern, freuen - Ja, das geht! Und zwar ohne merkbares Input-Lag! Genau so haben wir uns einen echten VR-Shooter vorgestellt. Dazu wird empfohlen, im Stehen zu spielen. Wer einigermaßen fit ist, für den wird das kein Problem sein. Es kann bei einigen Spielern aber vorkommen, dass hin und wieder die Orientierung verrückt spielt. Entsprechend sollte man sich die ein oder andere Auszeit auf der Couch durchaus gönnen. Übrigens: Auch die Umsetzung für den DualShock ist gelungen, man muss also nicht unbedingt auf die Plastik-Wumme zurückgreifen.

Farpoint im Test: Licht und Schatten

Farpoint

© Sony

Die Gegner in Farpoint könnten abwechslungsreicher sein.

Die Waffen in Farpoint sind ein echter Hingucker. Sie sehen futuristisch aus und verdrecken mit der Zeit sogar. Besonders die späteren Alien-Wummen sind echte Leckerbissen – sowohl optisch als auch bei den Effekten. Hinzu kommt, dass die Waffen nahezu sämtlich über Sekundärfunktionen wie Granatwerfer oder Raketenwerfer verfügen – ein Spaß!

Kritik muss der Entwickler aber einstecken. Zwar sind die Levels mit Checkpoints versehen, das sind aber keine Speicherpunkte. Wer ein Level also mittendrin abbricht, muss beim nächsten mal von vorn beginnen. Weitere Kritik gibt es für die Abwechslung. Die fällt allerdings etwas seichter aus als die erste. Denn vor allem in den ersten Stunden der erfreulich umfangreichen Kampagne kämpfen wir vornehmlich gegen genau einen Gegnertyp, der an springende Spinnen erinnert. Gut, dass hin und wieder ein Boss-Fight die Ödnis auflockert. Schade auch, dass sich dieses Prinzip fortsetzt. Selbst in den späteren Levels werden wir von Wellen eintöniger Gegner überrannt. Etwas mehr Abwechslung bitte!

Farpoint im Test: Fazit

Farpoint

© Sony

Wenigstens ist bei den Waffen Abwechslung geboten.

Die Entwickler haben für ihren ersten echten VR-Shooter wirklich viel richtig gemacht. Die interessante Story, die wirklich tollen Dialoge, das hervorragende Spielgefühl und natürlich der Ziel-Controller suchen derzeit ihresgleichen. Allein an der Abwechslung fehlt es, was den Shooter auf Dauer etwas eintönig macht. Dafür gibt es aber weitere Spielmodi wie die Jagd nach Punkten – eine Online-Bestenliste ist natürlich vorhanden – oder der Online-Koop-Modus, auf dem man zu zweit auf Alien-Jagd gehen darf.​

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