Testbericht

Farbdrucker: Das Duell der Oberklasse

Obwohl gerne als "Farblaser" bezeichnet, verwenden unsere beiden Testkandidaten LED-Technologie. Anders als Laserdrucker können Oki C9400 und Xerox Phaser 2135 dadurch im Single-Pass-Verfahren arbeiten. Das heißt, sie bringen die Grundfarben (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) in einem Arbeitsgang auf.

Farbdrucker: Das Duell der Oberklasse

© Testlabor Printredaktionen

Farbdrucker: Das Duell der Oberklasse

Obwohl beide Drucker ein identisches Druckwerk aus dem Hause Oki verwenden, unterscheiden sie sich in puncto RIP (Raster Image Prozessor) und Netzwerk-Controller. Auch in der Ausstattung weisen sie deutliche Unterschiede auf. So ist der Xerox mit vier Papierkassetten, Duplexeinheit, 256 MByte RAM und einer 5 GByte großen Festplatte recht üppig ausgestattet. In gleicher Ausstattung ist auch der Oki C9400 zu haben. Die von uns getestete Variante - ebenfalls mit Duplexeinheit und 5 GByte Festplatte - begnügte sich mit zwei Papierkassetten, dafür gab es 320 MByte RAM. Auf eine Bewertung der Ausstattung haben wir auf Grund der vielen lieferbaren Varianten verzichtet.

Beide Drucker verarbeiten Formate bis A3 und verfügen über einen 10/100- MByte-Ethernet-Anschluss. Auch im mechanischen Aufbau gleichen sich Xerox und Oki. Die Unterschiede liegen bei den inneren Werten. Der Aufbau beider Maschinen geht für Farblaser-Verhältnisse gleichermaßen zügig vonstatten. Die Netzwerktreiber des C9400 sind schnell und einfach einzurichten, beim Phaser 2135 geht es noch einen Tick besser. Gleiches gilt für die Remote-Administrierung der Geräte.

In der Druckgeschwindigkeit begeistern beide Geräte gleichermaßen. Mit 26 Seiten pro Minute im Schwarzweiß- und 21 Seiten pro Minute im Farbdruck (Kopiermodus) erreichen beide Maschinen die Herstellerangaben. A3-Ausdrucke dauern etwa doppelt so lange. Inklusive Seitenaufbau legte der Oki den Dr.-Grauert-Brief nach 12 Sekunden in die Papierablage. Das 1-seitige Mischdokument benötigte 23 Sekunden, das 10-seitige 1:40 Minuten. Noch zügiger arbeitet der Xerox die Mischdokumente ab: in 17 bzw. 45 Sekunden. Der Phaser arbeitet mit 1200 x 600 dpi Auflösung, der Oki mit 1200 x 1200 dpi. Dieser Unterschied zeigt sich auch bei der Qualität der Grafikausdrucke: Hier schneidet der Oki sichtbar besser ab. Feine Rasterungen gelingen ihm sehr gut, beim Ausdruck großer farbiger Flächen stören jedoch gelegentlich auftretende Streifen. Diesen Makel weist unser Xerox-Testgerät nicht auf. Im Fotodruck liefert er deshalb bessere Ergebnisse, dafür wirken die Grafikausdrucke des Phaser etwas grobkörniger. Beim Schwarzweißdruck überzeugen beide Geräte, wenngleich unser Kamerasystem leichten Tonernebel nachweist. Feine Linien löst der Oki sichtbar besser auf, dafür gibt der Xerox den Graukeil etwas besser wieder.

Fazit

Beide Drucker setzen vor allem wegen der schnellen Farbdruckausgabe Maßstäbe. Hier ist Single Pass den konventionellen Verfahren deutlich überlegen. Grafikausgabe ist die Stärke des Oki, während der Xerox den besseren Fotodruck bietet. Welcher Drucker der bessere ist, hängt somit vom Einsatzzweck und vom örtlichen Support ab.

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