Formel Eins-Rennspiel

F1 2017 im Test: Verbesserte Karriere – jetzt auch in 4k

F1 2017 zeigt, dass jährlich erscheinende Games frischen Wind mitbringen können. Die F1-Simulation ist ein richtig tolles Spiel geworden, wie unser Test zeigt.

F1 2017 im Test

© Codemasters

F1 2017 im Test
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Pro

  • Technisch sauber
  • Hervorragende Grafik
  • Abwechslungsreiche Karriere
  • Prima Forschungselemente
  • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

Contra

  • Keine VR-Unterstützung

Fazit

F1 2017 ist eine tolle Weiterentwicklung der Rennspiel-Serie. Gelungen!
Hervorragend

Codemasters hat mit der F1-Serie erkannt, dass jährlich erscheinende Games – ähnlich wie FIFA, NHL oder NBA von EA – keine schlechte Einnahmequelle sind. Und so gibt es mit F1 2017 auch in diesem Jahr wieder eine Neuauflage des Racing-Games. Schon im vergangenen Jahr beeindruckten die Entwickler uns mit einer tollen Karriere und zahlreichen (notwendigen) Verbesserungen zu F1 2015. Und jetzt?

F1 2017 im Test: Die Änderungen

2017 war für F1-Fans ein Jahr voller Änderungen. Denn die FIA hat die Regeln geändert. So müssen die Boliden jetzt auf größeren Reifen fahren, sie müssen ein breiteres Chassis als zuvor bieten und die Heckflügel müssen tiefer hängen. Das hatte nicht nur Auswirkungen auf die Optik der F1-Rennschleudern, sondern auch auf die Fahrphysik. In F1 2017 hängen die Boliden brutal am Boden, Grip und Fahrverhalten haben sich massiv verändert.

Und das Gute? F1 2017 hat diese Änderungen wirklich ganz hervorragend umgesetzt. Das heißt übrigens nicht, dass man jetzt brettern könnte, wie man will. Nein. Noch immer gilt: Wer Profi sein will, der braucht ein Lenkrad. Zwar funktioniert die Steuerung mit dem Gamepad gut, aber es fehlt eben das letzte Quäntchen Präzision.

F1 2017 im Test

© Codemasters

Als Spielmodi stehen uns die Grand Prix Serie, einzelne Rennwochenenden, die Meisterschaft mit unterschiedlichen Herausforderungen, Zeitfahren und natürlich der Multiplayer-Modus zur Verfügung. Wir aber fokussieren uns im Test auf die Karriere, die quasi direkt nach Spielstart losgeht. Und zwar mit der Erstellung eines Charakters, der jetzt erstmals auch weiblich sein darf. Danach heißt es eine weitere Entscheidung zu treffen. Bei welchem Rennstall steigen wir ein? Das hat unterschiedliche Auswirkungen. So bekommen wir beispielsweise deutlich mehr Karrierepunkte, wenn wir uns einem unbekannten Team anschließen. Diese Punkte investieren wir in Forschung und Verbesserungen. Schließen wir uns wiederum einem bekannten Rennstall an, dann steigen unsere Chancen, schneller aufs Siegertreppchen zu gelangen.

F1 2017 im Test: Forscht, ihr Forscher!

Richtig schön sind die Einstellungen gelungen. Bei der KI dürfen wir beispielsweise mit einem Schieberegler selbst entscheiden, wie schlau oder dumm sich die Gegner verhalten. Die Werte reichen von 1 bis 110. Auch andere Faktoren lassen sich mit den Schiebereglern beeinflussen. Wie lang geht ein Rennen? Wie ausgeprägt fallen Schäden aus? Wie viele Trainings gibt es an einem Wochenende? Welche Fahrhilfen sind aktiviert? Ideallinie ein- oder ausblenden? Und diese Einstellungen haben wiederum Auswirkungen auf die Karriere. Denn je realistischer wir unterwegs sind, desto mehr Karrierepunkte erhalten wir.

F1 2017 im Test

© Codemasters

Die Ansätze hinsichtlich der Entwicklung und Forschung gab es schon im Vorgänger. Dort war das mit etwas mehr als 20 Teilen allerdings rudimentär. In F1 2017 hingegen können wir mehr als 100 Teile und Upgrades erforschen lassen. Gönnen wir den Forschern viel Zeit, sind die Produkte ausgereift und haltbar. Geben wir den Forschern hingegen wenig Zeit, kann es passieren, dass die Neuentwicklung minderer Qualität sind. Punkte dafür gibt es übrigens nicht nur in Rennen, sondern auch in Trainings oder Qualifyings. Prima!

Übrigens: Wer eine PS4 Pro besitzt, der darf sich auf richtig schöne 4k-Grafik mit HDR-Unterstützung freuen. Codemasters hat in Sachen Optik mal wieder die Muskeln spielen lassen. VR-Unterstützung gibt es allerdings nicht.

F1 2017 im Test: Fazit

Formel-Eins-Fans kommen um Codemasters' diesjährige Simulation wieder nicht herum. Die Umsetzung der Änderungen seitens der FIA, die Neuerungen der Entwickler für die Serie - gelungen!

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