PS4-Release

F1 2015 im Test

F1 2015 muss sich unserem Test unterziehen. Und was wir beim neuesten Rennspiel von Codemasters feststellen, erfreut uns nicht auf ganzer Linie.

F1 2015: Screenshot

© Codemasters

Was uns beim Codemasters-Rennspiel nicht gefällt.
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Pro

  • Grafik
  • Atmosphäre
  • Fahrgefühl
  • Vorsaisons spielbar

Contra

  • Geringer Umfang
  • Wenige Spielmodi
  • Unfaires Strafensystem
  • Lasches Force Feedback

Fazit

Was zählt, ist auf der Piste: Und hier ist F1 2015 gewohnt stark!
Gut

F1 2015 im Test: Das aktuelle PS4-Release bietet neben der aktuellen Saison auch die vorherige Tour an. Wer will, kann also noch einmal mit Sebastian Vettel im Red Bull über die Pisten jagen. Eine nette Dreingabe, wie wir finden. Auch sonst stimmen die Grundzutaten: eine neue Grafik-Engine soll für eine bessere Optik sorgen, die verbesserte Fahrphysik für mehr Authentizität und in Details finden sich etliche weitere Dinge. Der Umfang der Neuerungen scheint zu stimmen, doch wo ist der Haken?

Einer lässt sich bereits in den Spielmodi ausmachen. Denn Codemasters hat in F1 2015 mal eben den Karrieremodus weggelassen. Stattdessen gibt es Meisterschaft, Einzelrennen, Zeitfahren und Multiplayer. Auch ein sogenannter Profimodus ist an Bord. Darin sind sämtliche Fahrhilfen ausgeschaltet, die Cockpitperspektive ist vorgegeben und es geht immer über die volle Renndistanz. Ob es einen solchen Modus gebraucht hätte? Fraglich, denn derlei Einstellungen lassen sich auch selbst von Rennen zu Rennen vornehmen. Übrigens: Die Koop-Meisterschaft im Mehrspieler-Modus wurde ebenfalls gestrichen. Wer auf DLC hofft, die weitere Modi nachreichen, der hofft vergebens. Es sind keine weiteren Inhalte geplant.

Bleiben wir beim Problem der Spielmodi. Die Meisterschaft ist der umfangreichste Modus, hat aber damit zu kämpfen, dass wir schon am Anfang bestimmen müssen, ob wir ein kurzes, mittleres oder langes Rennwochenende fahren wollen. Unglücklich: Wer ein komplettes Qualifying fahren will, der muss zwingend ein langes Rennwochenende wählen und ist damit stets die volle Rundenzahl unterwegs. Hier wären Individualisierungsmöglichkeiten die Lösung gewesen.

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Was zählt, ist aber auch auf der Piste: Und hier ist F1 2015 gewohnt stark. Die Fahrphysik bewegt sich wie schon bei den Teilen zuvor zwischen Arcade und Simulation. Dennoch merkt man die Anpassungen sofort: Die Fahrzeuge brechen gerne aus, wirken teilweise nervös und gleichzeitig fühlen sich die Wagen traumhaft realistisch an. Man glaubt fast, das Gewicht zu spüren. Selbst der Spritverbrauch wirkt sich merklich auf das gefühlte Gewicht der Boliden aus. Toll. Wer das volle Renngefühl will, der fährt freilich mit Lenkrad, ärgert sich hier aber über das etwas lasche Force Feedback.

Die KI ist hingegen gelungen. Sie kämpft verbittert um Plätze, verteidigt diese, hängt sich in den Windschatten oder erschwert unsere Überholversuche. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas aggressiv, sorgt aber für richtig spannende Rennen. So richtig unfair fahren die virtuellen Kollegen eigentlich nie.

A propos unfair: Das Strafensystem scheint nicht ganz fehlerfrei zu agieren. Warum werden wir bestraft, wenn ein anderer Fahrer in uns hinein rauscht? Warum gibt es hin und wieder Zeitstrafen, wenn wir nur eine Kurve schneiden? Und warum fehlt das Safety Car?

Ein nettes Schmankerl für alle PS4- und Xbox-One-Zocker: Mit der Playstation Kamera oder Kinect können wir Sprachbefehle nutzen und so mit der Boxen-Crew kommunizieren. So können wir beispielsweise den Fahrzeugstatus abfragen oder uns nach der Wetterlage erkundigen. Kommentatoren gibt es übrigens auch, doch leider wirken Heiko Wasser und Stefan Römer wenig motiviert, fast schon einschläfernd. Kein Vergleich zu Manfred Breuckmann und Frank Buschmann in der FIFA-Reihe.

F1 2015 Features Trailer

Quelle: F1® Games From Codemasters
1:50 min

Prima ist auch die neue Grafik-Engine. Denn erstmals setzt Codemasters für ein F1-Spiel auf die EGO-Engine 4.0, die sich durchaus sehen lassen kann. Zwar brechen wir angesichts der Grafik-Konkurrenz von Project CARS nicht in Begeisterungsstürme aus, doch vor allem die 60 Bilder pro Sekunde machen sich hinsichtlich des Geschwindigkeitsgefühls absolut bezahlt.

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