Testbericht

Einsteiger-Navis im Test

Die Preise für mobile Navis purzeln weiter. Doch was taugen die billigen Geräte? Wir haben neun Einsteigermodelle bis maximal 199 Euro getestet und einige Qualitätsunterschiede festgestellt.

Einsteiger-Navis im Test

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Einsteiger-Navis im Test

Das Angebot von Pearl durchschlug eine Schallmauer. Mit dem ersten mobilen Navigationsgerät für weniger als 100 Euro war für viele zögernde Kunden der Zeitpunkt gekommen, sich endlich ein Navi zuzulegen. Das NavGear Streetmate GP-35 für 99,90 Euro ist mit einer Deutschland-Karte ausgerüstet, für 15 Euro mehr gibt es das Material für Deutschland, Österreich und die Schweiz (D/A/CH). Wer nochmals 15 Euro drauflegt, hat auch die Hauptstraßen von Europa auf der Speicherkarte. Diese Variante haben wir in unseren Vergleichstest aufgenommen. Zwei weitere Pakete - Hard- und Software sind immer identisch - kosten 149,90 bzw. 169,90 Euro und sind mit detaillierten Karten für Westeuropa bzw. 37 Länder in ganz Europa ausgestattet. Auch das sind konkurrenzlos günstige Preise - Pearl kam anfangs kaum mit der Lieferung nach.

An den neuen Preisgruppen von Pearl müssen sich nun auch die etablierten Hersteller von Navisystemen messen lassen. Bislang bieten sie Einsteigergeräte für ungefähr 180 bis 200 Euro an. Falk und Medion markieren hier mit ihren E-Serien die untere Preisgrenze. Findet man jedoch online einen Händler, der das Falk E30 (mit Karten von D/A/CH einschließlich der Hauptstraßen in Westeuropa) für derzeit machbare 155 Euro anbietet, unterscheidet sich der Preis nur noch um 25 Euro von Pearls Angebot.

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Garmin nüvi 200
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Routenberechnung und Re-Routing funktionieren beim nüvi 200 hervorragend.

Ob das Navi 100 oder 150 oder 200 Euro kostet: Man kann sich darauf verlassen, dass es sicher von A nach B findet und dafür alle wichtigen Optionen zur Routenberechnung mitbringt. Auch 2D- und 3D-Ansichten der Karten, ein dynamischer Zoom und gesprochene Fahranweisungen gehören zum Standard. Dabei gibt es allerdings Qualitätsunterschiede, ebenso wie bei der Bedienung. Wo die Stärken und Schwächen der Geräte liegen, lesen Sie im Test auf den folgenden Seiten.

Was gibt es fürs Geld?

Für Karten von D/A/CH und die Hauptstraßen in Westeuropa reichen 512 MByte interner Speicher aus. Die meisten Hersteller bieten zwar eine Schnittstelle für SD-/MMC-Karten an, legen jedoch keine Karte ins Paket. Eine Ausnahme machen hier Navigon und ViaMichelin, bei denen SD-Karten mit 512 MByte zum Lieferumfang gehören.

Pearl spendiert sogar eine GByte-Karte, die Musik, Fotos und Videos für den integrierten Player speichern soll. TomTom verzichtet beim One dagegen auf die Schnittstelle. Die Benutzer müssen mit 512 MByte internem Speicher zurecht kommen; um Europakarten lässt sich das Gerät damit nicht erweitern. Zur Standardausstattung von Einsteigergeräten gehört ein 3,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320x240 Pixeln. Dabei handelt es sich um einen Touchscreen, denn die Navigationssysteme sollten sich möglichst einfach und schnell mit dem Finger bedienen lassen.

Immer ist auch eine Mini-USB-Schnittstelle vorhanden. Sie dient bei einigen Geräten als Anschluss für das Autoladekabel, das die Navis über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt. Zudem dient der Anschluss zur Datenübertragung, wenn etwa die Karten aktualisiert und neue Points of Interest (POI) auf dem Gerät gespeichert werden sollen. In der Regel liegt daher auch ein USB-Datenkabel für den PC bei. Garmin und Navigon haben hier gespart. Der Anwender braucht ein eigenes Kabel oder einen Kartenleser im PC.

Viele Navis besitzen außerdem eine 3,5- mm-Schnittstelle für Kopfhörer. Dies macht jedoch nur Sinn, wenn das Navi wie bei Pearl auch als MP3- und Videoplayer eingesetzt werden kann. Hierzu installieren die Hersteller eine Player-Software und meist auch ein Tool zur Anzeige von Fotos. Wie sinnvoll das ist, sei dahingestellt. Wer mag schon Musik über den kleinen Lautsprecher eines Navi hören oder Bilder und Videoclips auf einem 3,5-Zoll-Display ansehen?

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