Testbericht

Drei LCD-Fernseher im Test

LEDs revolutionieren das Kontrastverhalten von LCD-Fernsehern. Video-HomeVision hat die brandneuen Messestars der IFA zum ersten Vergleichstest innerhalb der LED-Generation geladen.

Test Fernseher/TV & Beamer: 3 LCD-Fernseher

© Archiv

Test Fernseher/TV & Beamer: 3 LCD-Fernseher

LEDs revolutionieren das Kontrastverhalten von LCD-Fernsehern. Video-HomeVision hat die brandneuen Messestars der IFA zum ersten Vergleichstest innerhalb der LED-Generation geladen.

Die Idee ist nicht neu: Statt herkömmlicher Kaltkathodenröhren beleuchten mehrere Hundert Leuchtdioden ein LCD-Panel von hinten. Samsung debüttierte bereits vor zwei Jahren mit seinem LE 40 M 91, der seinerzeit mit 4.300 Euro zu Buche schlug und für ein gespaltenes Echo in der Fachwelt sorgte. Letztes Jahr folgte Samsungs LE 52 F 96 für 5.000 Euro, der die Leuchtdioden erstmals getrennt ansteuern und damit dunkle Bildbereiche dimmen konnte. Bis auf Sonys High-End-Fernseher KDL-70 X 3500 (36.000 Euro) herrschte seitdem Ruhe. Die Ruhe vor dem Sturm, den die Hersteller auf der diesjährigen Funkausstellung entfesselten. Jede namhafte TV-Schmiede präsentierte Modelle mit der zukunftsweisenden LED-Backlight-Technologie an Bord. Fast direkt von der Funkausstellung kommen die Testmuster der drei führenden TV-Produzenten Philips, Samsung und Sony in das Video-HomeVision- Labor.

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Philips 42 PFL 9803 H

Zur Einstimmung sei gesagt: Diese drei Fernseher sind die Creme de la Creme des weltweiten Marktes, sie sind die Showmaschinen ihrer Schöpfer und in allen Belangen mit den modernsten Technologien ausgerüstet, die der Markt zu bieten hat.

Schon das Design des Trios lässt den kompromisslosen Anspruch erkennen. Ein Slim-Rahmen aus gebürstetem Aluminium umschmiegt das 42-Zoll-Panel des Philips 42 PFL 9803 H, der auf einem sagenhaft schönen Glasfuß thront. Auch Samsungs 46-Zöller besitzt einen gläsernen Fuß, setzt seine Akzente aber mit dem Crystal Design-Rahmen, in dem ein rubinschwarzes Karbonschuppen-Muster je nach Lichtverhältnissen sichtbar oder nur zu erahnen ist. Scheinbar schwebende Lautsprecher sorgen bei Sonys wuchtigem 55-Zoll-Fernseher für den "Wow"-Effekt. Auch für Spielereien ist gesorgt: Sowohl Samsung als auch Sony verstecken berührungsempfindliche Tasten im Rahmen, die bei Hautkontakt aus dem Nichts auftauchen.

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Philips 42 PFL 9803 H: Der übergroße Farbraum, die unkonstante Farbtemperatur und die S-förmige Gammakurve schrecken Puristen ab.

Die Austattungslisten des Trios könnten kaum umfangreicher sein. Vier HDMI-Eingänge und die USB- Schnittstelle für Speichersticks und Fesplatten gehören in dieser Klasse zum guten Ton. Viel spannender: Alle drei Geräte verbinden sich über eine entsprechende Buchse mit Computernetzwerken, um dort Mediendateien abzurufen. Die DLNA-zertifizierten Mediaplayer in den Fernsehern vereinen dabei schicke Bedienoberflächen und innovative Funktionen. Philips und Samsung dekodieren sogar HD- Videos (Philips nur in MPEG-2). Sony konzentriert sich auf gelungene Fotoshows und wartet in diesem Bereich mit ambitionierten Features auf. Beispielsweise unterstützen ein Bilderrahmenmodus und die manuelle Einstellung des Fotofarbraumes einen gelungenen Diaabend.

Testprofil

Philips42 PFL 9803 H
www.philips.de
3.000 Euro

42-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

82 Prozent

Fazit

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Ein Meilenstein in der TV-Geschichte ist die Integration eines Online-Portals in das Samsung-Gerät. Über "InfoLive" empfängt der Fernseher Wetter-oder Börsendaten in Echtzeit aus dem Internet, die er auf Knopfdruck einblendet. Auch die "Content Library" (s. Kasten rechts) ist ein Novum im Markt.

Auf Tunerseite liefern mit Philips und Sony gleich zwei Hersteller HDTV-fähige Digital-Kabeltuner. Allerdings vermarktet Philips diesen nicht offiziell und deckelt ihn im deutschen Gerät. Grund für Philips Entscheidung ist der kommende Verschlüsselungsstandard CI-Plus, der die Zukunftssicherheit aktueller DVB-C-Tuner in Deutschland in Frage stellt. Technisch versierte Nutzer können ihn jedoch mit folgendem Trick freischalten: Bei der Erstinstallation wählen sie als Standort ein nordisches Land (beispielsweise Finnland), als Sprache Deutsch. Das Menü bleibt unverändert, der Emfang von DVB-C-Kanälen ist dann freigeschaltet.

Test Fernseher/TV & Beamer: 3 LCD-Fernseher

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